Angebote zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder
Lichterwelle umringt in 24 Stunden die ganze Welt
Friedemann Kahl, 0151-59128575, oder Susanne Sobko, 0162-204875
Zum Weltgedenktag für verstorbene Kinder (Candle-Lighting-Day) am kommenden Sonntag (14. Dezember) finden in der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Andachten, Gottesdienste und andere Gedenk-Angebote statt. Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde von verstorbenen Kindern sowie alle, die sich verbunden fühlen, sind dazu willkommen. Außerdem wird dazu eingeladen, sich an der weltweiten Aktion zu beteiligen, um 19 Uhr eine Kerze für die verstorbenen Kinder zu entzünden und ins Fenster zu stellen.
Ausgewählte Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt/Sachsen:
In der Kirche in Klöden im Kirchenkreis Wittenberg kommen Hinterbliebene zu einer Gedenkandacht (14. Dezember, 14 Uhr) mit Musik, Texten und stillen Zeiten in der Kirche „Zum Heiligen Kreuz“ zusammen. Gern können Erinnerungsstücke wie Fotos, persönliche Gegenstände oder aufbauende Texte mitgebracht werden. Im Anschluss ist Zeit für Gespräche beim gemeinsamen Kaffeetrinken. Musikalisch begleitet der Gospelchor der Schlosskirche Wittenberg die Gedenkandacht.
In Magdeburg wird dieser Tag mit einer Gedenkzeit (14. Dezember, 16.30 Uhr) in der Kathedrale St. Sebastian begangen. In ihr verbinden sich Menschen in ihrem Schmerz, erinnern sich an leidvolle Zeiten und auch an glückliche Momente. Es ist möglich, gemeinsam Trauer auszudrücken, still zu werden und Trost und Zuspruch zu erfahren. Traditionell lädt eine Arbeitsgruppe aus Klinikseelsorgern und Klinikseelsorgerinnen, Mitarbeiterinnen der Stiftung Netzwerk Leben und Betroffenen zum Gedenken und Innehalten ein. Die meditative Feierstunde führt die Anwesenden zum Schluss an den Trauerort „Fermate“ im Westportal, wo sie eine Kerze für ihr verstorbenes Kind anzünden können. Dieser Trauerort kann auch ganzjährig zu den Öffnungszeiten der Kirche besucht werden.
Im Christopherus-Haus in Tangermünde gibt es am Gedenktag (14. Dezember, 16 Uhr) einen Nachmittag für verwaiste Eltern an dem gemeinsam eine Kerze oder ein Schmetterling gestaltet werden kann.
In der St. Johanniskirche Wernigerode richten am Sonntag die Johannisgemeinde und der Hospizverein eine Andacht (14. Dezember, 16.30 Uhr) aus. Im Anschluss gibt es die Möglichkeit, miteinander ins Gespräch zu kommen.
In Quedlinburg sind Eltern, Geschwister, Großeltern am Welttag für verstorbene Kinder zu einer Gedenkfeier (14. Dezember, 17 Uhr) in die Trauerhalle auf dem Zentralfriedhof eingeladen.
Ausgewählte Veranstaltungen in Thüringen:
Am 14. Dezember um 16.30 Uhr sind Eltern, Großeltern und Geschwister zu einer Andacht in die Versöhnungskirche in Gotha eingeladen, um verstorbener Kinder, Enkel und Geschwister gemeinsam zu gedenken. Die Namen und Lebensdaten der Verstorbenen werden erinnert und Lichter entzündet. Es gibt die Möglichkeit zum Zusammensein und Gespräch, am Ende erhalten alle eine Kerze für das heimische Fenster.
Der Verein „Verwaiste Eltern Erfurt“ lädt alle Betroffenen am 14. Dezember zu einer Gedenkfeier in die Brunnenkirche in Erfurt ein: Um 16.30 Uhr zur Begegnung, 17 Uhr zur Gedenkfeier und 19 Uhr zum weltweiten Gedenken.
Eltern, Geschwister, Verwandte und Freunde von verstorbenen Kindern sowie alle, die sich verbunden fühlen, werden am 14. Dezember (19.30 Uhr) von Betroffenen, der evangelischen Kirchengemeinde und dem Hospizverein in die Kirche St. Jakobus in Ilmenau eingeladen.
Am 14. Dezember um 16 Uhr findet eine Gedenkfeier in der Christuskirche in Nordhausen statt, im Anschluss ist der Austausch bei Getränken und Plätzchen geplant.
Die Selbsthilfegruppe Verwaiste Eltern des Hospizes Jena organisiert am 14. Dezember ab 14 Uhr eine Gedenkfeier für verstorbene Kinder. Zunächst werden Ballons für die Kinder im Goethe-Park aufsteigen. Danach wird zum gemütlichen Beisammensein in einer Gedenkstunde mit Kerzen anzünden, Musik, Gedichten und Versen in den Räumen des ehemaligen Hospizes eingeladen.
Um 10 Uhr wird in der Kapelle des Sophien- und Hufeland-Klinikums Weimar ein Gottesdienst im Gedenken an die verstorbenen Kinder gefeiert. Wer möchte, kann für Kind/Enkelkind/Schwester oder Bruder eine Kerze entzünden lassen.
Die Gedenkfeier der „Trauernden Eltern und Geschwister Ostthüringen“ ist am 14. Dezember um 15 Uhr in der St. Elisabeth-Kirche Gera zum Thema "Wandel-n im Tränenreich".
Die Selbsthilfegruppe „Verwaiste Eltern Sondershausen und Artern“ organisiert am 14. Dezember um 15 Uhr eine Gedenkfeier im Familienzentrum Düne in Sondershausen.
In Hildburghausen gibt es einen ökumenischen Gedenkgottesdienst für verwaiste Eltern um 17 Uhr in der Christuskirche. Dazu laden Kirchengemeinde, Diakonie und Hospizverein ein.
Hintergrund:
In Deutschland sterben jährlich etwa 20.000 Kinder und junge Erwachsene durch Krankheit, Unfall, Früh- oder Totgeburt. Viele trauernde Eltern leiden auch nach Jahren noch stark unter ihrem Verlust und fühlen sich allein gelassen in ihrem Schmerz. Unter dem Motto „Worldwide Candle Lighting“ – weltumspannendes Kerzenleuchten – findet jedes Jahr am zweiten Sonntag im Dezember der Gedenktag für verstorbene Kinder statt. Trauernde stellen um 19 Uhr eine brennende Kerze ins Fenster und während die Kerzen in der einen Zeitzone erlöschen, werden sie in der nächsten entzündet, so dass eine Lichterwelle 24 Stunden die ganze Welt umringt. „Jedes Licht im Fenster steht für das Wissen, dass diese Kinder das Leben erhellt haben und dass sie nie vergessen werden“, beschreibt der Bundesverband Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister das Anliegen (www.veid.de).
Friedemann Kahl, 0151-59128575, oder Susanne Sobko, 0162-204875