Logo Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM) Logo Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)
Suchkategorie auswählen

Newsletter

EKM-Presse-Abo und mehr ...
Immer gut informiert.

Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

Michaelisstraße 39, 99084 Erfurt

Fon 0800 - 50 40 60 2
landeskirchenamt@ekmd.de


Autobahnkirchen in Mitteldeutschland als Rastplätze für die Seele

Raum zum Entschleunigen und Besinnen

Rückfragen

Friedemann Kahl, 0151-59128575, oder Susanne Sobko, 0162-2048755

Am bundesweiten Tag der Autobahnkirchen am kommenden Sonntag (28. Juni) beteiligen sich auch Autobahn- beziehungsweise Autohofkirchen auf dem Gebiet der Evangelischen Kirche in Mittel­deutschland (EKM). Teilweise sind Gottesdienste, Andachten und Reisesegen geplant. Im Gebiet der EKM gibt es Autobahn- beziehungsweise Autohofkirchen in Brehna (A 9), Rothenschirmbach (A 38), Gelmeroda (A 4), Schwabhausen (A 4), St. Kilian (A 73), Bibra (A 71), Brumby (A 14) und Hohenwarsleben (A 2). Sie sind generell täglich von 8 bis 20 Uhr geöffnet.

In der Autobahnkirche Gelmeroda ("Feiningerkirche") findet am 28. Juni um 11 Uhr ein Gottesdienst mit Abendmahl statt. Um 14 Uhr folgt eine Andacht mit Reisesegen. 15 Uhr gibt es unter dem Motto „Sei klug und halte dich an ein Wunder“ einen Musikalisch-literarischen Diskurs: Die Schauspielerin Heike Meyer und die Musikerinnen Katharina Schumann und Simone Kayser begeben sich auf die Spuren der Autorin Mascha Kaléko (1907-1975). Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

Autobahnkirchen bieten Reisenden die Möglichkeit zum Entschleunigen, Besinnen und zur Andacht. Wer in einer Autobahnkirche Rast gemacht hat, fährt danach gelassener, rücksichtsvoller und sicherer. Rund eine Million Reisende besuchen jährlich eines der bundesweit 48 Gotteshäuser entlang der Autobahnen. Sie sind evangelisch, katholisch oder ökumenisch getragen. Viele Besucher nutzen das ausliegende „Anliegenbuch“, um Gedanken festzuhalten, oder zünden eine Kerze an. 

„Rast. Für Leib und Seele“ lautet der Werbe-Slogan für die Kirchen. Bereits im Mittelalter wurden Wanderern, Pilgern und Reisenden Andachtsmöglichkeiten mit Kapellen und Kreuzen am Weg angeboten. Sie dienten als Orte des Schutzgebetes und der Besinnung, und sie erinnerten die Menschen daran, sich auch auf Reisen immer wieder auf Gott zu besinnen. Dasselbe tun die Autobahnkirchen heute. Sie sind ein Gegenpol zum Leben auf der Überholspur. 

Hintergrund: 
Die erste deutsche Autobahnkirche wurde 1958 in Adelsried an der A8 eingeweiht. Eine Autobahnkirche muss eine direkte Anbindung an eine Autobahn-Raststätte beziehungsweise Autobahn-Abfahrt haben, wobei im letzteren Fall die Entfernung nicht mehr als tausend Meter betragen darf. Die Entfernung zwischen zwei Kirchen an derselben Autobahn sollte mindestens 80 Kilometer betragen. Parkplätze und sanitäre Anlagen müssen vorhanden sein. Der Träger muss Mindestöffnungszeiten von 8 bis 20 Uhr täglich gewährleisten sowie die zusätzlichen Kosten für Energie und Reinigung aufbringen. Der Innenraum einer Autobahnkirche oder -kapelle sollte so groß sein, dass einer Bus-Reisegruppe der gemeinsame Besuch möglich ist. Außerdem ist die Zustimmung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung sowie der Landeskirche notwendig.

Weitere Informationen unter: www.autobahnkirche.de

Rückfragen

Friedemann Kahl, 0151-59128575, oder Susanne Sobko, 0162-2048755

Artikel teilen
Mehr erfahren