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Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

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Christen bereiten sich in der Karwoche auf Ostern vor

Konzerte, Kreuzwege, Andachten, Tischabendmahl, Fastenkurse

Rückfragen

Friedemann Kahl, 0151-59128575, und Susanne Sobko, 0162-2048755

In der Karwoche von Palmsonntag bis Karsamstag (29. März bis 4. April) bereiten sich die Kir­chengemeinden der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland (EKM) auf das Osterfest vor. Traditionell werden große kirchenmusikalische Werke aufgeführt wie die Passions-Oratorien von Johann Sebastian Bach. Neben Konzerten finden Passionsandachten, Passionsspiele und Kantaten­gottesdienste statt, es wird zum Tischabendmahl sowie zu Fasten- und Stille-Kursen, Kreuzwegen und zu Wanderungen zum Schöpfen des Osterwassers eingeladen. 

Eine Übersicht über Gottesdienste und Andachten in der Karwoche und zum Osterfest gibt es im Internet unter www.ostergottesdienste.de

Am Karfreitag wird auf MDR Kultur aus dem Augustinerkloster Erfurt ein Radiogottesdienst mit Landesbischof Friedrich Kramer, Pfarrerin Ulrike Kaffka, Schülern des Evangelischen Ratsgymnasiums, Kantor Samuel Huhn, Augustiner-Kantorei und Andreas-Kammerorchester übertragen.

Ausgewählte Veranstaltungen in Sachsen-Anhalt/Sachsen/Brandenburg: 

Am Palmsonntag (29. März, 10 Uhr) geht in Dölau eine Palmsonntagsprozession vom evangelischen Gemeindehaus zur katholischen Kirche.

Eine Palmprozession gibt es auch im Abendmahlsgottesdienst (29. März,10 Uhr) im Dom zu Magdeburg mit den Dombläsern.

Im Christopherushaus in Tangermünde im Kirchenkreis Stendal spielt Gero Wiest am Palmsonntag (15 Uhr) „Die sieben letzten Worte unseres Erlösers am Kreuz“ von Joseph Haydn in der Klavierfassung. Pfarrer Otto-Fabian Vogtländer wird die biblischen Worte lesen und jeweils kurz darüber predigen. Im Jahr 1786 erreichte Haydn ein ungewöhnlicher Auftrag aus Spanien. Für die Karfreitagsliturgie sollte er Musik zu den sieben letzten Worten Christi komponieren – aber reine Instrumentalmusik, ohne Gesang. Eine Herausforderung, die Haydn später als eine seiner schwierigsten bezeichnete. Haydn selbst bezeichnete dieses Werk Zeit seines Lebens als eines seiner gelungensten. Die Klavierfassung wurde von einem unbekannten Bearbeiter verfasst, von Haydn aber besonders gelobt. 

Eine Passionskantate von Klaus Heizmann und den „Sieben letzte Worte am Kreuz“, vertont und aufgeführt von Ronny Hendel, ist in der Nikolaikirche am Palmsonntag (10.30 Uhr) in Lauchhammer im Kirchenkreis Bad Liebenwerda zu hören.

Die Stadtkirche St. Lamperti in Querfurt ist von Palmsonntag bis Ostermontag in der Zeit von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Die offene Kirche bietet Raum für Stille, Gebet, Gedanken und zur inneren Vorbereitung auf den Karfreitag und das Osterfest.

Im Kompetenzzentrum für Orgel und Harmonium in Groß Germersleben wird am Palmsonntag (16 Uhr) die Johannes-Passion von Lothar Graap aufgeführt. Die im Jahr 1981 komponierte Johannes-Passion erreicht besonders mit ihren schlichten Mitteln eine sehr eindringliche Wirkung. Die Mitwirkenden Maria Volkmar (Solo), Friedburg Unger (Orgel) mit Sprecher-Text unter Leitung von Kantor Werner Jankowski beziehen in dieser Aufführung die Gemeinde durch den gemeinsamen Gesang der Choräle direkt mit in das Passionsgeschehen ein.

Im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch erklingt am Palmsonntag (17 Uhr) in der Marienkirche in Delitzsch die Markuspassion von Reinhard Kaiser. Es musizieren Solisten und das Leipziger Symphonieorchester unter Leitung von Jörg Topfstedt.

Am Gründonnerstag (2. April, 19.30 Uhr) gibt es in Lutherstadt Wittenberg die besondere Tradition der Ölbergwache. Sie beginnt 19.30 Uhr in der Fronleichnamskapelle - bis 21 Uhr gibt es dort die Möglichkeit zum stillen Verweilen, egal ob nur für einen Moment oder die ganze Zeit. Alle halbe Stunde unterbricht ein Gesang aus Taizé die Stille und lädt neu ein, sich auf das Bleiben und Wachen einzulassen. Ab 21 Uhr bis Mitternacht wird diese alte Tradition in der Katholischen Kirche (Mauerstraße 14) fortgesetzt.

In der Kirchengemeinde Laucha im Kirchenkreis Saale-Unstrut gehört seit 1999 ein Passionsspiel zur Karfreitagstradition – in dieser Form einzigartig in der Landeskirche. Die Idee geht zurück auf Pfarrerin Anne-Christina Wegner, sie schreibt bis heute die Texte. Kantor Robert Müller studiert die Musikstücke mit dem Jugendchor ein. Das Passionsspiel mit dem Titel „... was wir gehört haben“ wird am Karfreitag (3. April, 20 Uhr) in der Marienkirche in Laucha aufgeführt.

Im Karfreitagsgottesdienst (3. April, 14 Uhr) in Biederitz wird die Johannespassion von Hermann Schroeder mit der Biederitzer Kantorei und dem St. Augustinus Chor unter Leitung von Michael Scholl aufgeführt.

In der Andreaskirche in Lutherstadt Eisleben sind im Karfreitagskonzert (3. April, 15 Uhr) die Choräle aus der Johannespassion und Orgelmusik von Johann Sebastian Bach zu hören.
Am Karfreitag wird die Johannespassion von Bach in der Sylvestrikirche (15 Uhr) in Wernigerode sowie in der Marktkirche (15 Uhr) in Halle aufgeführt.
In der Stephanikirche (15 Uhr) in Aschersleben erklingen zur Orgelpassion an Karfreitag Werke von Bach, Mendelssohn, Bellmann und Michel.
Eine musikalische Andacht (15 Uhr) zur Sterbestunde Jesu mit dem Chor Cantiamo gibt es im Dom in Merseburg.
Unter dem Titel „Meine Seele ist betrübt“ singt der Quedlinburger Oratorienchor Passionsmusik in der Nikolaikirche (17 Uhr) in Quedlinburg am Karfreitag

In der Stadtkirche St. Marien in Lutherstadt Wittenberg bringen am Karfreitag (15 Uhr) die Wittenberger Kantorei und die Anhaltische Philharmonie Dessau das Oratorium „Der Tod Jesu“ von Carl Heinrich Graun zur Aufführung. Der 1704 bei Bad Liebenwerda geborene Komponist Carl Heinrich Graun ist heute kaum mehr bekannt. Doch zu seiner Zeit war er ähnlich berühmt wie Haydn und Mozart, war erster Kapellmeister Friedrichs des Großen und ist der Gründer der heutigen Staatsoper Unter den Linden in Berlin. Sein 1755 uraufgeführtes Oratorium „Der Tod Jesu“ wurde in Berlin und an vielen Orten bis weit ins 19. Jahrhundert hinein aufgeführt. Klanglich erinnert das Werk sowohl an die Barockmusik eines Johann Sebastian Bach als auch die Wiener Klassik.

Ausgewählte Veranstaltungen in Thüringen:

Ein Fasten-Wanderkurs in Kloster Donndorf vom 27. März bis 1. April widmet sich dem Thema „Loslassen“, um frei zu werden für Neues. Man löst sich vom Alltag, übt wandernd stillzustehen und lauscht, was die Intuition sagt. Impulse, Gesprächskreise und Gebete laden ein zur inneren Einkehr und Erneuerung.

Im Kloster Volkenroda wird vom 22. bis 29. März zum Fastenurlaub „Neustart für Körper & Seele“ mit Elvira Maurer eingeladen, um Kraft zu schöpfen, loszulassen und sich ganz neu auszurichten. Vom 23. bis 26. März steht „Meditatives Wandern“ mit Einkehr & Pilgern auf dem Programm. Im kompletten Seminar wird geschwiegen. 

Die Augustiner-Kantorei Erfurt und das Andreas-Kammerorchester präsentieren am 28. März um 17 Uhr in der Thomaskirche Erfurt Johann Sebastian Bachs „Matthäus-Passion“. Die Karwoche im Augustinerkloster zur Karwoche: Zur Langen Nacht der Hausmusik kann man am 27. März Choräle aus der „Matthäuspassion“ mit LKMD Ingrid Kasper mitsingen und mitmusizieren (21 Uhr); am Gründonnerstag gibt es ein Tischabendmahl mit allen Sinnen (18 Uhr), am Karfreitag den Radiogottesdienst und am Karsamstag (4. April, 21 Uhr) die „Night of Gospel“ mit dem Gospelchor Heaven’s Garden.

Zur Gründonnerstagsfeier der Offenen Arbeit Erfurt stehen Abendmahl, Musik und Besinnliches auf dem Programm (2. April, 19.30 Uhr). 

Im Kindermusical zur Passion von Thomas Riegler am 3. April um 11 Uhr in der Thomaskirche sind Kinderkantorei, Kinderchor und Konfirmanden sowie Schüler des Weimarer Musikgymnasiums zu hören. Im Anschluss gibt es eine warme Suppe.

Am Palmsonntag (29. März) um 17 Uhr führen Meininger Kantorei und Residenzorchester sowie ein Projektchor und Vokalsolisten aus Bratislava (Slowakei) das Oratorium „Les Sept Paroles du Christ“ (Die sieben Worte Christi) von Theodore Dubois in der Stadtkirche Meiningen auf. Die musikalische Leitung hat Kantor Sebastian Fuhrmann.      

In der Margarethenkirche Gotha spielen Gothaer Kantorei und das Barockensemble der Thüringen Philharmonie am 29. März (10 Uhr) im Kantatengottesdienst zum Palmsonntag im Rahmen der Bachwochen Musik von Wolfgang Carl Briegel. Im Sinfoniekonzert „Des Heilands letzte Stunden“ der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach am Gründonnerstag (2. April) erklingt das Passionsoratorium des früheren Gothaer Kapellmeisters Louis Spohr. Solisten, Bachchor & Vocalkreis Gotha und die Thüringen Philharmonie musizieren unter Leitung von Jens Goldhardt (19.30 Uhr).

Das Frühlingskonzert „Himmelskönig sei willkommen" gestalten Kantorei St. Marien Bad Berka, Kirchenchor Kranichfeld, Blankenhainer Musizierkreis, Posaunenchor Bad Berka, Solisten und Kantor Michael Stemmer (Leitung) am 29. März um 17 Uhr in Bad Berka in der Kirche St. Marien.

Am Palmsonntag um 16 Uhr ist Chormusik zur Passion mit dem Kammerchor Sonneberg in der Katholischen Kirche St. Stefan in Sonneberg zu hören. Anschließend geht es nach einem Imbiss zur Stadtkirche, wo 17.30 Uhr Hilger Kespohl ein Orgelkonzert spielt.

In Eisenach gibt es in der Georgenkirche am 28. März um 19 Uhr das Eröffnungskonzert der Thüringer Bachwochen mit dem Freiburger Barockorchester „Vox luminis“ und am 1. April um 18 Uhr einen Musikalischen Kreuzweg mit Bildern von Katharina Volbers, Musik von Lothar Graab und Texten von Armin Jure. An der Orgel spielt Prof. Christopher Hausmann, Sprecher ist Superintendent Ralf-Peter Fuchs. Instrumental- und Vokalwerke zwischen Renaissance & Frühbarock von „Fidelrunde Bundweis“ und Kantorin Anna Fuchs-Mertens erklingen in einer musikalischen Andacht zur Todesstunde Jesu am Karfreitag um 15 Uhr in der Annenkirche. Außerdem ist Bachs „Johannes-Passion“ um 17 Uhr in der Georgenkirche zu hören. Solisten, Bachchor und Kurrende Eisenach sowie Thüringer Bachcollegium musizieren unter der Leitung von Christian Stötzner. 

Eine Andacht mit anschließendem Ostereiersuchen und allerlei Köstlichkeiten ist am Gründonnerstag (2. April, 16 Uhr) in der Friedenskirche Nordheim geplant.

Ein Tischabendmahl am Gründonnerstag (19 Uhr) zum Motto „Sing and pray“ mit den KMD Katja und Frank Bettenhausen findet in der Stadtkirche Rudolstadt statt.

Die Evangelische Kirchengemeinde Roßdorf lädt zu einem besinnlichen Musikalischen Gottesdienst am Karfreitag (3. April) um 15 Uhr in die Trinitatiskirche ein. Im Mittelpunkt steht die „Grabmusik“, die Wolfgang Amadeus Mozart mit 11 Jahren als Kantate zur Anbetung des Heiligen Grabes am Karfreitag komponiert hat.

Die evangelischen Kirchengemeinden entlang des Flusses Apfelstädt laden zur besinnlichen Karfreitagswanderung „Unterwegs zu den Quellen des Lebens“ ein. Um 13 Uhr starten Fahrgemeinschaften an der Apfelstädter St.-Walpurgis-Kirche. 13.30 Uhr beginnt die Wanderung am Sportplatz in Tambach-Dietharz. An der Quelle in 730 Meter Höhe findet eine Andacht statt und das Taufwasser für die Taufen in der Osterzeit wird geschöpft. 

Das „Stabat mater“ von Antonio Vivaldi wird am Karfreitag um 15 Uhr in der Dreieinigkeitskirche Zeulenroda-Triebes von Kerstin Auerbach (Alt) und dem Blockflötentrio „Trio di flauti dolci" aufgeführt.

Im Gottesdienst zur Sterbestunde um 15 Uhr in der Johanneskirche Saalfeld/Saale erklingt die „Matthäuspassion“ von Johann Sebastian Bach. Die Aufführenden sind Oratorienchor Saalfeld, Mitglieder von Thüringer Sängerknaben und Mädelchor Saalfeld, Märkisch Barock auf Instrumenten historischer Mensur sowie Dietrich Modersohn und Martin Stephan an den Orgeln unter Leitung von Andreas Marquardt.

Am Karfreitag um 11 Uhr startet ein Liturgischer Kreuzweg an der Kirche Seitenroda zur Leuchtenburg.

Hintergrund:
Die Karwoche wird auch „heilige Woche“ oder „stille Woche“ genannt. Das Wort kommt vom altdeutschen „kara“ – wehklagen. Die Woche vor Ostern ist der Höhepunkt der Passionszeit, der Leidenszeit Christi, und beginnt mit dem Palmsonntag, der Erinnerung an den Einzug Jesu in Jerusalem. Beim Gründonnerstag meint „Grün“ nicht die Farbe, sondern wird von „gronan“ (greien, weinen) abgeleitet. Der Tag vor Karfreitag erinnert an das letzte Abendmahl, das Jesus mit seinen Jüngern feiert. Anschließend zieht sich Jesus in den Garten Gethsemane zurück und betet. Dort wird er in der Nacht von den Römern gefangen genommen, weil ihn sein Jünger Judas verraten hat. Am Karfreitag als einem der höchsten Feiertage der evangelischen Christen wurde Christus auf dem Berg Golgatha gekreuzigt. Am Mittag verfinsterte sich laut Bibel die Sonne bis zur neunten Stunde, also gegen 15 Uhr. 

Rückfragen

Friedemann Kahl, 0151-59128575, und Susanne Sobko, 0162-2048755

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