Saison für das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach beginnt
Höhepunkt des musikalischen Kirchenjahres
Friedemann Kahl, 0151-59128575, und Susanne Sobko, 0162-2048755
-
Veranstaltungen Weihnachtsoratorium etc. in Thüringen 2025 - (29.11.2025 / 28 KB)
Für viele Musikliebhaber gehört in die Advents- und Weihnachtszeit das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach. Es gilt als die weltweit am häufigsten aufgeführte Weihnachtsmusik und ist in vielen Gemeinden neben modernen und kindgerechten Varianten sowie anderen großen kirchenmusikalischen Werken Höhepunkt des musikalischen Kirchenjahres. Monatelang wird zuvor dafür geprobt, teilweise schließen sich dafür Chöre und Orchester zusammen, auch länderübergreifende Kooperationen gehören dazu. Teilweise gibt es Karten im Vorverkauf, Informationen dazu finden Sie im digitalen Veranstaltungskalender der EKM: www.ekmd.de/veranstaltungen/.
Aufführungen von großen Orchester- und Chorwerken in Sachsen-Anhalt/Sachsen:
Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) erklingt am Samstag vor dem 1. Advent (29. November, 19.30 Uhr) in der Sylvestrikirche in Wernigerode. Aufführende sind neben den Solisten die Kantorei Wernigerode, der Quedlinburger Oratorienchor und das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode unter Leitung von Anne Engel. Die Kantaten 4 bis 6 sind in der Sylvestrikirche am 28. Dezember (15 Uhr) zu hören.
In der Mönchskirche in Salzwedel (30. November, 16 Uhr) wird das Weihnachtsoratorium von Bach (Kantaten 1,2 und 6) von der Kantorei Salzwedel, dem Orchester der Komischen Oper Berlin und Solisten unter Leitung von Gotthold Schwarz zur Aufführung gebracht.
In der Pauluskirche (29. November, 19.30 Uhr) in Halle wird Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) vom Pauluschor, dem Paulusorchester und Solisten unter Leitung von Andreas Mücksch aufgeführt.
Der Chor der Ev. Hochschule für Kirchenmusik Halle, Mitglieder des Händelfestspielorchesters Halle und Solisten lassen unter Leitung von Prof. Peter Kopp das Weihnachtsoratorium in der Marktkirche Halle (3. Dezember, 19.30 Uhr) erklingen.
Die Kantorei Schönebeck, der Schulchor des Dr.-Carl-Hermann-Gymnasiums und das Orchester Saxonia Music Company führen das Weihnachtsoratorium von Bach (Kantaten 1,2,4 und Schlusschor) unter Leitung von Carsten Miseler in der Johanniskirche (5. Dezember, 19 Uhr) in Schönebeck auf.
Beim Weihnachtskonzert in der Moritzkirche in Halberstadt (7. Dezember, 17 Uhr) musizieren die Kantorei Halberstadt, das Telemannsche Collegium Michaelstein sowie Solisten unter Leitung von Claus-Erhard Heinrich die Messe de minuit de Noël von M.-A. Charpentier und das Magnificat sowie die Kantate 1 aus dem Weihnachtsoratorium.
Die Wittenberger Kantorei, Orchester und Solisten unter Leitung von Christoph Hagemann führen in der Stadtkirche St. Marien (7. Dezember, 18 Uhr) in Lutherstadt Wittenberg das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach auf.
Unter dem Titel „Was für ein König“ steht das Weihnachtskonzert in Aschersleben in der Heilig-Geist-Kirche (7. Dezember, 19 Uhr). Auf dem Programm steht das Adventlied von Robert Schumann, eine sinfonische Dichtung für Chor, Solisten und Orchester. Das selten aufgeführte Werk vertont das Kirchenlied „Dein König kommt in niedern Hüllen“, das trotz des geistlichen Textes eine deutlich politische Färbung hat. Schumann schuf das Musikstück unter dem Eindruck der deutschen Revolution 1848/49 und vertont die Sehnsucht nach Brüderlichkeit, einem Friedenskönig und dem Sieg des Lichts über die Finsternis. Ergänzt wird das Konzertprogramm durch die Kantate „Himmelskönig sei willkommen“ von Johann Sebastian Bach, sowie weitere Werke von Bach und Schumann. Unter der Leitung von Philipp Popp musizieren die Kantorei Aschersleben zusammen mit dem Schulchor Adams Voices der AOS, Solisten und die Saxonia Music Company.
In der Kirche St. Andreas in Magdeburg (12. Dezember, 19.30 Uhr) wird das Weihnachtsoratorium von Johann Heinrich Rolle zu hören sein – aufgeführt von der Biederitzer Kantorei, Märkisch Barock sowie Solisten unter Leitung von Michael Scholl.
Rolle schaffte es, dass Magdeburg im 18. Jh. eine bis dahin nicht dagewesene Verbindung zum Musikleben des übrigen Deutschlands und zum Teil auch des Auslands knüpfte. So erhielt die Stadt auch musikalisch den Ruf als besonders weltoffene, tolerante Metropole. Die Aufführung des Weihnachtsoratoriums ist besonders lohnend, da dieses Werk eine besondere Wirkung durch den festlichen Klang mit Trompeten und Pauken, durch die eingängige Melodik und durch die wortgetreue ausdrucksvolle musikalische Sprache hat.
Der Magdeburger Domchor, das Mitteldeutsche Kammerorchester sowie Solisten führen unter Leitung von Christian Otto im Dom (Remter) zu Magdeburg am 3. Adventssonntag (14. Dezember, 17 Uhr) Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) auf.
In der Nikolaikirche (14. Dezember, 18 Uhr) in Quedlinburg musizieren der Quedlinburger Oratorienchor, Solisten und Orchester unter Leitung von Anne Engel das Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) von Bach.
Der Magdeburger Kantatenchor, die Jugendkantorei der Paulus-Singschule, das Orchester Märkisch Barock sowie Solisten führen Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) unter der Leitung von Tobias Börngen in der Pauluskirche (20. Dezember, 17 Uhr) in Magdeburg auf.
In Naumburg (20. Dezember, 18 Uhr) wird unter Leitung von Jan-Martin Drafehn Bachs Weihnachtsoratorium (Kantaten 1 bis 3) im Dom zu hören sein. Es musizieren der Naumburger Domchor, der Jugendchor der Naumburger Domsingschule sowie Solisten.
In der Schlosskirche in Torgau ist das Weihnachtsoratorium in der Schlosskirche (20. Dezember, 18 Uhr) zu hören.
In der Stadtkirche St. Maximi in Merseburg erklingen die Kantaten 1 bis 3 aus dem Weihnachtsoratorium unter Leitung von Stefan Müksch, der Domkantorei Merseburg, Solisten sowie dem Kammerorchester Halle am 4. Advent (21. Dezember, 17 Uhr).
Aufführungen von großen Orchester- und Chorwerken in Thüringen (Auswahl):
Das „Weihnachtsoratorium“ von Johann Sebastian Bach wird meist nur in Auszügen aufgeführt. Komplett zu hören ist es in Erfurt: In der Thomaskirche am 13. Dezember zunächst als Weihnachtsoratorium für Kinder und Familien (16 Uhr) und um 19 Uhr folgen die Kantaten 1 bis 3. Die Kantaten 4 bis 6 stehen am 14. Dezember um 16 Uhr auf dem Programm. Aufführende sind Solisten, Augustiner-Kantorei, Andreas-Kammerorchester, der Projektchor „Bach to school“ und die Ratssingers unter Leitung von Landeskirchenmusikdirektorin (LKMD) Ingrid Kasper.
Das komplette Werk gibt es auch in Gotha in der Margarethenkirche, aufgeführt von Solisten, Bachchor Gotha, Jugendchor „D'aChor“, Evangelischem Kinderchor „Lebensgeister“ und Barockorchester der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach unter Leitung von Jens Goldhardt. Die Kantaten 1 bis 3 erklingen am 21. Dezember (17 Uhr, Margarethenkirche), der 4. Teil ist am 4. Januar (10 Uhr) und der 5. und 6. Teil am 6. Januar (18 Uhr) zu hören.
Auch in Jena in der Friedenskirche wird das komplette Werk aufgeführt, und zwar so wie von Bach ursprünglich vorgesehen ausschließlich in Kantatengottesdiensten: Am 21. Dezember um 11 Uhr mit Kantate 1, am 25. Dezember um 11 Uhr mit den Kantaten 2 und 3, am 1. Januar um 18 Uhr mit Kantate 4 und am 4. Januar um 11 Uhr mit den Kantaten 5 und 6.
Im Festkonzert „100 Jahre Kirchengesangsverein Arnstadt (heute Bachchor)“ werden am 29. November in Arnstadt die Kantaten 1 und 3 aus Bachs Oratorium und die „Ode for the Birthday of Queen Anne“ (Friedensode) von Georg Friedrich Händel von Solisten, Bachchor Arnstadt und capella arnestati unter Leitung von Jörg Reddin präsentiert (18 Uhr, Johann-Sebastian-Bach-Kirche).
Im Chor- und Orchesterkonzert in Weida am 30. November (19.30 Uhr, Stadtkirche St. Marien) führen der Vokalkreis Apolda, Gesangssolisten des MDR-Rundfunkchores, das Reußische Kammerorchester Gera und die Kantorei Weida unter Leitung von KMD Patrick Kabjoll das Weihnachtsoratorium „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg auf. Viele Advents- und Weihnachtslieder sind einbezogen, das Publikum kann mitsingen.
Am 30. November erklingen die Kantaten 1 bis 3 von Bachs "Weihnachts-Oratorium" um 18 Uhr in der Thomaskirche Erfurt. Solisten, der LandesChor der Adventgemeinde in Berlin-Mitteldeutschland und ein Kammerorchester sind die Interpreten.
Aufführungen am 2. Advent (7. Dezember): Die Kantaten 1, 3 und 6 mit den Kantoreien Ohrdruf und Neustadt/Orla, dem Collegium Musikum der Stadtkirche Jena und Solisten in Ohrdruf (17 Uhr, Kirche St. Trinitatis) sowie die Kantaten 1 bis 3 mit Bachchor Mühlhausen, Thüringen Sinfonietta, Solisten und dem Trompetenensemble Joachim Karl Schäfer unter Leitung von Oliver Stechbart in Mühlhausen/Thüringen (18 Uhr, Kirche St. Josef).
Am 13. Dezember stehen in Meiningen der 1. und 3. Teil von Bachs Oratorium sowie von John Rutter das „Magnificat“ auf dem Programm (18 Uhr, Meiningen, Stadtkirche). Ausführende sind Solisten, Meininger Kantorei und Residenzorchester, Kinderchöre und Schulchor des Evangelischen Gymnasiums unter Leitung von Kantor Sebastian Fuhrmann. Das „Magnificat“ ist eine zeitgenössische Vertonung des Lobgesangs der Maria, die durch rhythmische Vielfalt und strahlenden Charakter begeistert.
Die Kantaten 1 bis 3 von Bachs „Weihnachts-Oratorium“ gibt es in Suhl (17 Uhr, Hauptkirche) mit Solisten, Kinderchor des Hennebergischen Gymnasiums Schleusingen, Jugendchor der evangelischen Kirchengemeinde, Suhler Kantorei und Telemannischem Collegium Michaelstein unter Leitung von Philipp Christ; in Weimar (19.30 Uhr, Herderkirche) mit Solisten, Bachchor, Evangelischer Singschule und Ensemble Hofmusik Weimar unter Leitung von Johannes Kleinjung sowie in Eisfeld (17 Uhr Dreifaltigkeitskirche) mit den Kantoreien Eisfeld und Hildburghausen, Solisten und dem Südthüringischen Kammerorchester unter Leitung von Torsten Sterzik.
Am 2. Advent (14. Dezember) sind im Festlichen Weihnachtskonzert in Kahla (17 Uhr, Stadtkirche St. Margarethen) von Antonio Vivaldi das „Gloria“, von Johann Sebastian Bach die Kantate „Nun komm der Heiden Heiland“ und von Camille Saint-Saëns das Weihnachtsoratorium „Oratorio de Noël“ zu hören. Aufführende sind Johann-Walter-Kantorei, Kantorei Stadtroda & Gäste, Solisten und das Reußische Kammerorchester Gera unter Leitung von KMD Ina Köllner.
Ein Weihnachtskantatenkonzert mit dem Ensemble vocale Friedrichroda/Waltershausen mit Barockorchester und Solisten unter Leitung von Theophil Heinke ist am 14. Dezember um 17 Uhr in Waltershausen in der Stadtkirche "Zur Gotteshilfe" geplant.
Aufführungen von Bachs Oratorium am 3. Advent: Die Kantaten 1-3 ertönen in Eisenach (17 Uhr, Georgenkirche) mit Solisten, Kurrende und Bachchor Eisenach und Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach unter Leitung von Christian Stötzner; in Zeulenroda-Triebes (17 Uhr, Dreieinigkeitskirche) mit einem großen Projektchor, der Vogtland Philharmonie Greiz-Reichenbach und Solisten unter Leitung von Kirchenmusiker Stefan Raddatz sowie in der Brüderkirche Altenburg, wo um 16 Uhr das „Weihnachtsoratorium für Kinder“ erklingt und um 18 Uhr die Altenburger Kantorei gemeinsam mit dem Sächsischen Barockorchester und Solisten unter Leitung von Johann Friedrich Röpke musiziert. Die Kantaten 4-6 werden von Solisten, dem Ensemble ThüringenBarock und KMD Frank Bettenhausen an der Orgel unter Leitung von KMD Katja Bettenhausen um 18 Uhr in Rudolstadt in der Stadtkirche aufgeführt. In Neustadt/Orla (19.30 Uhr, Stadtkirche) präsentieren Solisten, Kantorei „St. Johannis“ Neustadt, Kantorei Ohrdruf, Collegium musicum „St. Michael“ Jena und Kantor Tom Anschütz (Orgel) unter Leitung von Regionalkantor Ronny Vogel die Kantaten 1, 3 und 6.
Am 20. Dezember steht in Apolda das Weihnachtsoratorium „Die Geburt Christi“ von Heinrich von Herzogenberg um 17 Uhr in der Lutherkirche auf dem Programm.
Die Orchestersuite Nr. 3 von Johann Sebastian Bach und das „Weihnachtsoratorium“ von Gottfried August Homilius werden am 20. Dezember um 17 Uhr in der Wehrkirche Kaltensundheim präsentiert. Ausführende sind Solisten, ein Projektchor aus Chören der Rhön sowie das Meininger Residenzorchester unter Leitung von Sebastian Fuhrmann.
Am 4. Advent (21. Dezember) ist zur Stotternheimer Sonntagsmusik neben weiterer weihnachtlicher Chormusik das „Oratorio de Noël“ von Camille Saint-Saëns zu hören (17 Uhr, Kirche St. Peter und Paul, Erfurt-Stotternheim). Dafür sorgen Vokalsolisten, die Walter-Rein-Kantorei Stotternheim, Klänge von Harfe und Orgel und ein Streichorchester unter Leitung von Kantorin Manuela Backeshoff-Klapprott.
Die Christvesper von Michael Praetorius wird von Augustiner-Vocalkreis, Augustiner-Kantorei, Solisten und Instrumentalisten unter Leitung von LKMD Ingrid Kasper um 18.30 Uhr in der Thomaskirche Erfurt intoniert.
Von Bachs Oratorium erklingen in Bad Salzungen die Kantaten 1 bis 3 mit Solisten, Mitteldeutschem Kammerorchester, Ökumenischer Stadtkantorei und Motettenchor unter Leitung von Hartmut Meinhardt (17 Uhr, Stadtkirche) und in Saalfeld/Saale die Kantaten 1, 5 und 6 mit Oratorienchor Saalfeld, Solisten, dem Ensemble „Märkisch Barock“ auf Instrumenten historischer Mensur und Dietrich Modersohn (Orgel) unter Leitung von Andreas Marquardt (17 Uhr, Johanneskirche).
Im Kantatengottesdienst am 26. Dezember in Meiningen (10 Uhr, Stadtkirche) wird Teil 2 von Meininger Kantorei, Vokalsolisten und Meininger Residenzorchester unter Leitung von Sebastian Fuhrmann aufgeführt.
Hintergrund:
Johann Sebastian Bach hat das Werk in den Jahren 1734/35 aus mehreren seiner weltlichen Kompositionen zusammengestellt sowie in Teilen neu komponiert. Die sechs selbstständigen Kantaten waren ursprünglich für die drei Weihnachtsfesttage nach dem Heiligabend sowie für den Neujahrstag, den Sonntag nach Neujahr und das Epiphaniasfest am 6. Januar vorgesehen. Darin wird die Geschichte der Geburt Jesu von Chören und Gesangssolisten erzählt, ein Orchester begleitet.
-
Veranstaltungen Weihnachtsoratorium etc. in Thüringen 2025 - (29.11.2025 / 28 KB)
Friedemann Kahl, 0151-59128575, und Susanne Sobko, 0162-2048755