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Evangelische Kirche in Mitteldeutschland (EKM)

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Veranstaltungen zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Gottesdienste, Musik, Gang zu Stolpersteinen

Rückfragen

Friedemann Kahl, 0151-59128575, oder Susanne Sobko, 0162-2048755

Evangelische Christen in Mitteldeutschland sind Organisatoren und Mitwirkende von Veranstaltungen zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (Holocaust-Gedenktag) am 27. Januar.
Mehr Informationen der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum Thema Antisemitismus gibt es unter: www.ekd.de/antisemitismus.

Anlässlich des Gedenktages zur Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar findet in der Friedenskirche Jena am Sonntag, 25. Januar, um 19 Uhr ein Evensong statt. Die musikalische Abendandacht steht im Zeichen des Erinnerns, der Besinnung und des Gebets für Frieden und Menschlichkeit. Die Gestaltung übernimmt der Kammerchor St. Michael unter der Leitung von Lukas Förster, an der Orgel ist Martin Meier zu hören. Das musikalische Programm besteht aus Werken von Joanna Forbes L’Estrange, Josef Weiss, George Dyson und Viktor Ullmann, der im Konzentrationslager Theresienstadt komponiert hatte und später in Auschwitz ermordet wurde. Im Anschluss lädt der Verein InterChoral zu einem Empfang ein. Die liturgische Form des Evensongs entstammt der anglikanischen Tradition und verbindet Psalmen, Lesungen und Chormusik zu einem meditativen Abendgebet.

Die Jüdische Landesgemeinde Thüringen, das Katholische Dekanat Erfurt und der Evangelische Kirchenkreis Erfurt laden in Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus am 25. Januar um 17 Uhr zu einem Ökumenischen Gedenk-Gottesdienst in das Evangelische Augustinerkloster Erfurt. Beginn ist um 17 Uhr im „Haus der Versöhnung“. Schülerinnen und Schüler der Evangelischen Gemeinschaftsschule berichten von ihren Eindrücken im Konzentrationslager Ausschwitz und was sie daraus gelernt haben. Es singt der Kammerchor der Edith-Stein-Schule „VoicESS“ unter der Leitung von Ekkehard Fellner.

In Magdeburg gibt es im Rahmen der Aktionswoche „Eine Stadt für alle“ zahlreiche Veranstaltungen wie beispielsweise das Putzen von Stolpersteinen. Mehr Infos unter: www.einestadtfueralle.info.

Zum Holocaustgedenken an der Stätte der Mahnung an der Stadtkirche St. Marien (27. Januar, 12 Uhr) laden auch die Kirchengemeinden in Lutherstadt Wittenberg ein. An der Stadtkirche Wittenberg befindet sich seit etwa 1290 ein Hohn- und Spottbild auf die jüdische Religion. Schmähplastiken dieser Art, die Juden in Verbindung mit Schweinen zeigen – Tiere, die im Judentum als unrein gelten – waren besonders im Mittelalter verbreitet. Es existieren noch etwa fünfzig derartige Bildwerke. Das Mahnmal unterhalb der Schmähplastik wurde im November 1988 enthüllt, fünfzig Jahre nach dem Beginn der Judenpogrome im nationalsozialistisch beherrschten Deutschland.

Eine Andacht zum Holocaustgedenken gestaltet von Konfirmandinnen und Konfirmanden gibt es in der Nikolaikirche in Eilenburg (27. Januar, 18 Uhr) im Kirchenkreis Torgau-Delitzsch. Im Anschluss sind die Besucherinnen und Besucher zu einer Gesprächsrunde ins Gemeindehaus eingeladen.

Das Bündnis gegen Rechtsextremismus Eisenach, in dem auch die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Mitglied ist, plant eine Veranstaltung zum Holocaust-Gedenken am 27. Januar. Beginn ist um 17 Uhr am Rathaus mit einer Ansprache des Bürgermeisters. Danach folgt ein Gang durch die Stadt zu Orten, an denen Stolpersteine liegen, um ehemaliger jüdischer Mitbürger zu gedenken.

Hintergrund:
Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Januar ist der Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers (KZ) Auschwitz-Birkenau durch die Rote Armee im Jahr 1945. In Deutschland gilt der 27. Januar seit 1996 als bundesweiter, gesetzlich verankerter Gedenktag. Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust wurde dieser Tag von den Vereinten Nationen im Jahr 2005 erklärt.

Rückfragen

Friedemann Kahl, 0151-59128575, oder Susanne Sobko, 0162-2048755

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