16.03.2020
Anregungen für die Gemeindearbeit - Was Gemeinden jetzt tun können

Newsletter
Wer jetzt noch keinen hat, sollte ihn nun anbieten. Das muss kein bunter und aufwändig gestalteter Newsletter sein. Eine Mail, die rundgeschickt wird, darf sich auch Newsletter nennen. Dafür ist auch keine Software notwendig, über die er abonniert werden kann. Einfach direkt, per Telefon oder bereits über E-Mail fragen, wer informiert werden. Die Adressen in einer Gruppe bündeln und regelmäßig mit Informationen versorgen: Was findet statt, was nicht, was gibt es Neues in der Gemeinde … und nicht zuletzt ein geistliches Angebot, ein schöner Text, ein Gebet, ein Lied. Das können auch Links sein.

Einkaufsdienste
Jüngere Leute können Einkaufs- oder andere Dienste für Ältere anbieten (z.B. www.ella-lastenrad.de/, www.insuedthueringen-miteinander.de). Auch dies kann man über Telefon oder eben den Newsletter bekannt machen. Das könnte auch den Konfirmandenunterricht ersetzen, der gegebenenfalls ausfallen muss.

Online-Andachten/ Online-Segen/ Online-Impulse/ Online-Musik

Andacht zum Mitnehmen
In geöffneten Kirchen könnten auf einen Tisch Marmeladengläser gestellt werden – mit einem Andachtstext, Teelicht, Segensspruch.

Segen zum Mitnehmen
Einfach kleine Karten mit Segenswünschen an eine Wäscheleine hängen, wie z.B. in der Rosenkirche/ Elende (Kirchenkreis Südharz; Bild unter Download)

Andachts-Telefon
Verfügt ein Pfarramt über mehrere Telefonnummern und die Erreichbarkeit ist nicht gefährdet, könnte ein Anrufbeantworter mit einem kurzen Andachtstext besprochen werden. Die Nummer würde in der Gemeinde bekanntgegeben werden, so dass Menschen, die keinen Internetzugang haben, dennoch am geistlichen Leben teilnehmen können.

Andachten im Lokalsender
Es lohnt sich, Kontakt zum lokalen Radiosender aufzunehmen und einen Sendeslot für eine kurze Andacht/ Predigt zu erfragen. Ein Beispiel: Pfarrer Helfried Maas von der Ev. Ländlichen Heimvolkshochschule in Kloster Donndorf hat eine solche Vereinbarung getroffen mit Radio Artern: www.radio-artern.com/media/predigt2.mp3

Gebetsbriefkästen
Einen einfachen Briefkasten am Gemeindehaus/ bei der Kirche anbringen. Hier können Menschen ihre Gebetsanliegen hineinwerfen. Der Pfarrer zündet dann z.B. eine Kerze an und betet für sie (ein Beispiel aus Landsberg finden Sie hier unter Download).

Selfie-Gottesdienst
Gemeindemitglieder schicken digital Fotos von sich, die werden ausgedruckt und während des Gottesdienstes in die Kirchenbänke gelegt (z.B. in Suhl/ Kirchenkreis Henneberger Land: www.kirchenkreis-henneberger-land.de/kontakt-und-service/aktuelles/selfie-gottesdienst.html)

Stationen-Andacht (z.B. auf dem Friedhof):
An mehreren Stationen die Texte, Gebete, Lieder des jeweiligen Sonntag veröffentlichen (Vorschlag des Pfarrbereich Schkölen-Osterfeld). So kann jeder die Texte  lesen, beten, singen. Geeignet gerade für Menschen, die nicht im Internet unterwegs sind. (Kontakt: Constanze Lenski, email@kirche-schkoelen.de)

Gottesdienst per Telefonkonferenz
Eine Möglichkeit, gemeinsam Gottesdienst zu feiern mit älteren Gemeindegliedern, die keinen Internetzugang haben. Mehr Informationen dazu gibt es bei Pfarrer Michael Seils, Pfarrbereich Gommern, Kirchenkreis Elbe-Fläming: 039200-51445, pfarrer.gp@seils.eu

Telefonkette
Menschen können einander in der Gemeinde gute Texte und Gebete am Telefon weitergeben, in einer Telefonkette. So verbreitete man früher auch Nachrichten. Das betrifft ältere Menschen, die mit dem Internet nicht so firm sind. Dafür gibt die Gemeinde einigen Leuten Telefonnummern, damit sie damit anfangen. Die können ja anrufend jeweils fragen, ob es recht ist. Unterwegs fragt man "wen sollten wir, wen möchten Sie noch anrufen und beten, reden, vorlesen?“. (Einige werden wieder über Datenschutz schwadronieren, der ist jetzt ausgesetzt.)

Zeitpunkt für ein Vaterunser
Man kann eine Uhrzeit vorschlagen, zu der Menschen, wo immer sie sind, alles andere einen Moment lassen und ein Vaterunser beten. z.B. mittags um 12 oder abends 18 Uhr.

Glocken
Die Glocken sollten nicht inflationär läuten, das schürt eher Panik. Aber verläßlich zu den üblichen Zeiten. Auch wenn kein Gottesdienst ist. Vielleicht sitzt Sonntag um 10 Uhr ein Trio da und betet und singt.

Posaunenchöre
hätten eine zweite Chance neben dem Advent draußen aufzutreten und Trost durch Klang zu verbreiten.

Trost-Banner
Man könnte am Kirchturm oder anders gut sichtbar etwas aufhängen, das etwas Tröstliches sagt. „Wir beten, wir sind da, Gott ist da.“ oder was immer.

 

Viele Kirchengemeinden der EKM sind aktiv geworden und haben wunderbare Angebote in dieser Krisen-Zeit. Eine Zusammenstellung, geordnet nach Kirchenkreisen, finden Sie hier: www.ekmd.de/aktuell/corona/ideen-der-kirchenkreise/

Weitere Anregungen veröffentlichen wir gern. Mailen Sie uns, was Sie unternommen haben, an: solveig.grahl@ekmd.de

 

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