Ab Dienstag neue Corona-Verordnung in Thüringen

Erfurt (epd). In Thüringen tritt am Dienstag eine neue Corona-Schutzverordnung in Kraft. 

In ihr ist ein Frühwarnsystem verankert, das neben der Sieben-Tage-Inzidenz auch die Auslastung lokaler Krankenhäuser und die thüringenweite Verfügbarkeit von Intensivbetten berücksichtigt, teilte das Sozialministerium am Montag in Erfurt mit. Überschritten der Leitindikator und mindestens einer der beiden Zusatzindikatoren an drei aufeinander folgenden Tagen die Schwellenwerte, müssten im betroffenen Landkreis oder der kreisfreien Stadt lokale Eindämmungsmaßnahmen ergriffen werden.

Grundlage aller Infektionsschutzmaßnahmen bleibe der Thüringer Eindämmungserlass. Er sei entsprechend angepasst worden und gelte ab Inkrafttreten der Verordnung, erklärte Sozialministerin Heike Werner (Linke). Sie begründete den Strategiewechsel mit dem erreichten vollständigen Impfschutz bei über 54 Prozent der Bevölkerung des Freistaates. Damit sinke auch der Anteil der Infizierten, die schwer erkrankten oder sogar im Krankenhaus behandelt würden.

Auch wenn sich das Land in einer anderen Situation befinde als im vergangenen Herbst, „müssen wir jedoch weiterhin achtsam und solidarisch sein, um sicher durch die vierte Welle zu kommen“, appellierte die Ministerin an die Menschen. Dazu zähle, die Impfangebote zu nutzen und die geltenden Hygieneregeln weiter einzuhalten.

Nach Angaben der Kassenärztliche Vereinigung Thüringen (KVT) nahmen am Wochenende 3.941 Thüringerinnen und Thüringer zusätzliche Impfangebote an. Allein 2.487 Menschen seien zum Familienimpfen gekommen, weitere 1.454 zum Impfen ohne Termin.



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