30.11.2021
AWO Sachsen-Anhalt betont Recht auf Unterricht

Magdeburg (epd). Der AWO-Landesverband Sachsen-Anhalt kritisiert einen fehlenden Anspruch von Schülern auf Distanzbeschulung durch Lehrkräfte, wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können.

Die ausgesetzte Präsenzpflicht an Schulen aufgrund hoher Infektionszahlen sei zwar zu begrüßen. Allerdings würden Schüler von Bildung ausgeschlossen, wenn sie versäumte Unterrichtsinhalte eigenständig nacharbeiten müssten, beklagte der Landesverband am Montag in einem offenen Brief an Bildungsministerin Eva Feußner (CDU). Damit würden Gesundheitsschutz und Bildungsteilhabe gegeneinander ausgespielt.

Der Verband fordert ein gleichwertiges Bildungsangebot für Schüler, die aus berechtigten gesundheitlichen Gründen nicht am Präsenzunterricht teilnehmen können, und denjenigen, die sich in häuslicher Quarantäne befänden. Auch wenn die Präsenzpflicht entfallen sei, bestünde Schulpflicht und damit im Umkehrschluss auch das Recht der Schüler auf Unterricht. Die Aufforderung, Stoff eigenständig nachzuarbeiten sowie die Zusendung von Arbeitsblättern sei kein strukturierter Vermittlungsprozess durch Lehrpersonal.

In dem Brief wurde unter anderem Unterricht in kleineren Kohorten, Lernangebote für den Distanzunterricht sowie psychosoziale Unterstützung für Schüler gefordert, um sowohl einen Schutz der Gesundheit und Bildungsteilhabe zu gewährleisten. Darüber hinaus verlangte der Verband eine Anpassung der Lehrpläne, keinen Notendruck und mehr Luftfilter in Schulen.


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