Befragung: Sachsen-Anhalter weniger belastet durch Corona-Krise

Magdeburg (epd). Die Mehrheit der Sachsen-Anhalter sieht sich einer Befragung zufolge durch die coronabedingten Einschränkungen weniger stark belastet.

Nur rund ein Drittel der Befragten fühlte sich von den Corona-Einschränkungen stark belastet, wie die Linken-Fraktion am Donnerstag in Magdeburg mitteilte. Sie hatte die Studie in Auftrag gegeben. Demnach gaben 65,5 Prozent der Befragten an, sich als weniger stark oder gar nicht belastet einzuschätzen.

Dass Sachsen-Anhalt als einziges Bundesland keine Bußgelder gegen Maskenverweigerer verhängte, bewerteten 47,6 Prozent der Befragten den Angaben zufolge als richtig. 52,4 Prozent der Befragten hielten das für nicht richtig und lehnten den Verzicht auf Bußgelder bei Verstößen gegen die Maskenpflicht ab. Eine Mehrheit von 73,5 Prozent fühlte sich gut und sehr gut vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk in der Corona-Krise informiert. Die repräsentative Studie zur Stimmungslage wurde im September beauftragt. Befragt wurden 1.007 Sachsen-Anhalter.

Linken-Fraktionschef Thomas Lippmann sagte, die Studie sollte ein aktuelles, belastbares Stimmungsbild der Menschen in Sachsen-Anhalt zeigen. Deutlich geworden sei, dass eine große Mehrheit der Meinung sei, dass die Kosten der Krise durch eine Vermögensabgabe auf große Vermögen (62 Prozent) und nicht durch die Kürzung öffentlicher Ausgaben (25 Prozent) bezahlt werden sollten. Nur ein Drittel sei der Meinung, dass das Bildungssystem mit den Herausforderungen der Corona-Pandemie gut klargekommen sei. 54,1 der Befragten meinten, dass das Bildungssystem weniger gut oder gar nicht gut mit der Pandemie umgegangen sei.



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