02.12.2021
Behindertenbeauftragte: Mehr Mitspracherecht in Pandemie nötig

Dresden (epd). Mehr Mitspracherecht für Menschen mit Behinderung bei Pandemie-Entscheidungen: Das fordert die Dresdner Behindertenbeauftragte Manuela Scharf anlässlich des Welttages für Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember.

„Ich sehe mit Sorge, dass wieder die Sitzungen des Beirats für Menschen mit Behinderungen abgesagt werden mussten“, sagte sie am Mittwoch in der Landeshauptstadt. Es gebe aufgrund fehlender rechtlicher Grundlagen keine digitale Alternative. Dabei sei es gerade jetzt wichtig, dieses Gremium in aktuelle Entwicklungen einzubeziehen.

Angesichts der pandemischen Lage nehmen die Anfragen von Menschen mit Behinderungen wieder zu, sagte Scharf. Dabei gehe es um Termine für Booster-Impfungen und die Anfahrt zu Testzentren. Menschen mit Behinderungen hätten ein höheres Risiko an Corona zu erkranken und würden daher stärker als andere Bevölkerungsgruppen isoliert und geschützt.

Scharf sieht in diesem Zusammenhang aber auch positive Entwicklungen seit Beginn der Pandemie: So würden Einrichtungen der Eingliederungshilfe bei neuen Verordnungen größtenteils mit einbezogen und Assistenzen, etwa in Schulen, fortgeführt. „Dennoch ist es noch nicht Normalität geworden, dass Menschen mit Behinderungen selbst in den entsprechenden Arbeitsgruppen und Gremien sitzen, die Verordnungen und Regelungen für diese Zielgruppe beschließen“, betonte sie.


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