Bericht: 57 Millionen Euro Bonus für mitteldeutsche Pflegekräfte

Leipzig (epd). Altenpflegerinnen und -pfleger in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen haben in der Corona-Krise laut Mitteldeutschem Rundfunk (MDR) bislang Bonuszahlungen von mindestens 57,2 Millionen Euro erhalten.

Bis Ende 2020 wurden 28,6 Millionen Euro an Altenpflegekräfte in Sachsen ausgezahlt, 15,3 Millionen Euro an sachsen-anhaltische und 13,3 Millionen Euro an thüringische Pflegekräfte, wie der Sender mit Sitz in Leipzig unter Berufung auf die Sozialministerien der drei Bundesländer berichtet.

Demnach profitierten in Thüringen rund 24.100 Beschäftigte von den Sonderzahlungen. In Sachsen seien etwa 56.300 Vollzeitstellen unterstützt worden, hieß es. Aufgrund des hohen Anteils an Teilzeitkräften in der Pflege dürfte die Zahl der tatsächlich Bedachten im Freistaat also deutlich höher liegen. Aus dem zuständigen Ministerium in Magdeburg hieß es laut MDR lediglich, dass aus insgesamt 2.600 Heimen in Sachsen-Anhalt Anträge auf die Prämie gestellt worden seien.

Wegen der Belastungen in der Corona-Pandemie hatte der Bundestag im Mai beschlossen, Pflegekräfte mit einer steuer- und sozialabgabenfreien Einmalzahlung von bis zu 1.500 Euro pro Vollzeitbeschäftigtem zu unterstützen. Zwei Drittel davon wollte der Bund über die Pflegeversicherung auszahlen, die übrigen 500 Euro pro Beschäftigtem sollten die Bundesländer übernehmen. Laut MDR sind bislang bundesweit insgesamt rund 900 Millionen Euro an die Pflegeeinrichtungen ausgezahlt worden.



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