Beschluss der Landessynode zum kirchlichen Handeln während des Lockdowns in der Corona-Pandemie

Die Landessynode hat am 18. April 2021 auf Antrag des Ausschusses für ökumenische, gesamtkirchliche und Öffentlichkeitsfragen folgenden Beschluss gefasst:

Christinnen und Christen in Mitteldeutschland nehmen Anteil an Schmerz und Trauer der Menschen, deren Angehörige seit dem Frühjahr 2020 an einer Corona-Erkrankung verstorben sind, die sich von Sterbenden nicht verabschieden und angemessen trauern konnten oder die unter Folgeschäden der Coronapandemie leiden.

Die Landessynode dankt allen Mitarbeitenden unserer Landeskirche und ihrer Diakonie, die unter den schwierigen Bedingungen der Pandemie ihren Dienst tun. Dabei haben wir besonders diejenigen im Blick, die in unterschiedlichen Kontexten Menschen seelsorgerlich unterstützen.

Die derzeitige Situation stellt eine extreme Herausforderung dar und erfordert neue Herangehensweisen, die nicht nur den Gottesdienst, sondern auch die kirchliche Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen massiv betreffen. Dazu gehören neben verantwortungsvollen Präsenzangeboten unbedingt auch alternative Formate. Die Landessynode bestärkt die Mitarbeitenden in ihrem Dienst und ermutigt sie, sich bei ihrer Entscheidungsfindung Unterstützung bei Fachstellen, Kirchenkreisen und der Landeskirche zu suchen. Im Umgang mit der Pandemie sind wir alle stetig Lernende.

Wir distanzieren uns von jeglicher Corona-Leugnung: Auch hier verlangt Nächstenliebe Klarheit.

Die derzeitige Situation fordert die Entscheidungstragenden vor Ort geistlich-theologisch, sozialdiakonisch und persönlich stark heraus. Die Landessynode drückt ihr Vertrauen in die Gemeindekirchenräte aus und äußert Verständnis für die Schwere der Entscheidungen in den Kirchengemeinden u.a. über das Für und Wider des Feierns von Präsenzgottesdiensten. Sie bittet alle Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger, zusammen zu bleiben und verantwortungsvoll zu agieren – auch in mancher Zerreißprobe.

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