Brandenburg beendet Corona-Lockdown weitgehend

Potsdam (epd). Die Corona-Schutzmaßnahmen werden in Brandenburg weiter gelockert.

Ab Mittwoch würden Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen in weiten Bereichen aufgehoben, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Dienstag in Potsdam nach dem entsprechenden Kabinettsbeschluss. Die Maskenpflicht in Grundschulen und Horten entfalle, bleibe jedoch im öffentlichen Nahverkehr, im Groß- und Einzelhandel, in weiterführenden Schulen bestehen sowie bei Dienstleistungen und in Innenräumen, wenn das Abstandsgebot von anderthalb Metern nicht eingehalten werden könne. Die allgemeinen Hygiene- und Abstandsregeln gelten weiter.

„Die Eindämmung der Pandemie ist uns weiter gelungen“, sagte Woidke. Dies mache es möglich, mehr Freiheiten zurückzugeben. Die Gesellschaft müsse jedoch auch in den kommenden Wochen und Monaten weiter mit der Bedrohung durch die Pandemie umgehen und vorsichtig sein.

In Gottesdiensten sei Gesang „endlich wieder erlaubt“, betonte der Ministerpräsident. Auch dort müsse jedoch das Abstandsgebot weiter eingehalten werden. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Menschen bleiben weiter grundsätzlich verboten.

Die Testpflicht entfalle wegen der niedrigen Inzidenzwerte ab Mittwoch in Brandenburg flächendeckend, sagte Woidke. Dies gelte, wenn die Inzidenz in Landkreisen und kreisfreien Städten mindestens fünf Tage lang unter 20 liegt. Brandenburg sei mit dem Grenzwert von 20 deutlich strenger und konsequenter als eine ganze Reihe anderer Bundesländer, darunter Sachsen mit einem Grenzwert von 35. Ziel sei, bei steigenden Infektionszahlen schneller gegensteuern zu können.



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