Brandenburg verlängert Corona-Lockdown

Potsdam (epd). Brandenburg verlängert den Corona-Lockdown und die bisherigen Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie bis zum 14. Februar. 

Die Infektionszahlen seien trotz teilweise sinkender Inzidenzen "immer noch viel zu hoch", sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) nach der Kabinettsentscheidung zur Umsetzung der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse am Donnerstag in Potsdam. Auch die Zahl der Todesfälle zeige, wie schwierig die Lage weiter sei.

Große Sorgen bereite zudem die in Großbritannien aufgetretene Mutation, die inzwischen auch in Berlin nachgewiesen wurde, sagte Woidke. Ziel sei, die Zahl der Corona-Neuinfektionen möglichst schnell auf eine Sieben-Tage-Inzidenz von unter 50 pro 100.000 Einwohner zu bringen.

Dazu werde nun im öffentlichen Nahverkehr sowie in und vor Geschäften für Kunden die Benutzung medizinischer Masken vorgeschrieben. Arbeitgeber sollten Arbeit von zuhause ermöglichen. In Pflegeheimen müssten Beschäftigte künftig FFP2-Masken tragen, wenn sie Kontakt zu Bewohnern haben. Den Landkreisen werde ab einer Inzidenz von 300 vorgeschrieben, Kitas zu schließen.

Gottesdienste mit mehr als zehn erwarteten Teilnehmern müssten zwei Tage zuvor beim Ordnungsamt angemeldet werde, hieß es. Dies gelte nicht für Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften mit etabliertem Hygienekonzept, das den bekanntgemachten Anforderungen entspreche.

"Was wir weiter brauchen, ist Geduld, Vertrauen und Zuversicht", sagte Woidke: "Wir müssen weiter diszipliniert sein." Nur so sei eine schnellere Rückkehr in ein normales Leben möglich. Die neue Eindämmungsverordnung gilt ab Samstag.



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