Bund und Länder kündigen Obergrenzen für Feiern an

Berlin (epd). Bund und Länder haben angesichts steigender Corona-Infektionszahlen weitere Beschränkungen und Handlungsempfehlungen vereinbart.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte am Dienstag in Berlin, der zum Teil sehr deutliche Anstieg der Infiziertenzahlen sei Grund zur Beunruhigung. Mit den richtigen Maßnahmen könne man sich der Pandemie aber entgegenstellen - sofern die Menschen im Land bereit seien, den Regeln zu folgen. Die Prioritäten seien, dass die Wirtschaft am Laufen gehalten werde und Schulen und Kitas soweit wie möglich offen blieben.

Da es im Herbst und Winter mehr Veranstaltungen in geschlossenen Räumen geben werde, könne das Lüften die billigste und effektivste Maßnahme sein, um sich zu schützen, betonte Merkel. Sie kündigte ein Förderprogramm für Belüftungsanlagen in öffentlichen Gebäuden an. Jene, die in Restaurants falsche Kontaktdaten angeben, müssen künftig mit einem Bußgeld von mindestens 50 Euro rechnen.

Verfolgt werde eine "Hotspot-Strategie", wonach regional spezifisch gehandelt werden solle. Wenn mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen festgestellt würden, dann sollten an Veranstaltungen in angemieteten oder öffentlichen Räumen nicht mehr als 25 Teilnehmer teilnehmen. Im Privaten werde dringend empfohlen, dann nicht mehr als zehn Personen einzuplanen.

In Deutschland sind die Infektionszahlen wieder stark gestiegen. Am Dienstag verzeichnete das Robert Koch-Institut (RKI) 2.089 neue Ansteckungen. Damit wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 287.000 Corona-Infektionen registriert. 9.471 Todesfälle gab es bislang.



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