Corona-Stipendien für Künstler in Sachsen-Anhalt

Magdeburg (epd). Sachsen-Anhalt will mit einem sechs Millionen Euro umfassenden Stipendienprogramm unter dem Motto "Kultur ans Netz" freischaffende Künstler unterstützen.

Anträge können ab 20. Juli bei der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gestellt werden, wie Kulturminister Rainer Robra (CDU) am Dienstag in Magdeburg mitteilte. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hätten den Kulturbereich in empfindlichem Maße getroffen.

Mit dem Programm soll es Künstlern ermöglicht werden, sich wieder auf ihren künstlerischen Schaffensprozess zu konzentrieren, sagte Robra. Das Programm soll neue Impulse für Kulturaktivitäten in Sachsen-Anhalt setzen. Es sei ein sehr kreatives Programm, das wieder schöpferische Prozesse anstoße. Von dem Programm könnten laut Robra etwa 2.000 Künstler profitieren.

Gefördert werden Projekte und Maßnahmen von Freiberuflern, die während der Corona-Pandemie ihren künstlerischen Tätigkeiten nicht nachgehen konnten. Hauptberuflich in den Sparten Musik, Bildende Kunst, Medienkunst, Darstellende Kunst, Literatur und intermedialen Kunstformen tätigen Künstlern aus Sachsen-Anhalt gewährt das Land einen nicht rückzahlbaren Zuschuss in Höhe von 1.000 Euro monatlich, für die Dauer von bis zu drei Monaten.

Eine Mitgliedschaft in der Künstler- und Sozialkasse (KSK) ist nicht notwendig, aber ein Nachweis der freiberuflichen künstlerischen Tätigkeit. Zudem muss ein Kurzkonzept für das künstlerische Vorhaben eingereicht werden. Für das erste Soforthilfeprogramm des Landes sind laut Robra 1.000 Anträge eingegangen und davon 800 bewilligt worden.



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