Freie Schulen in Sachsen-Anhalt beklagen Benachteiligung

Magdeburg (epd). Freie Schulen in Sachsen-Anhalt beklagen eine Ungleichbehandlung durch die Landesregierung.

Der Sprecher der christlich orientierten freien Schulen, Dietrich Lührs, sagte am Montag in Magdeburg, die Kommunikation sei zum wiederholten Male mangelhaft. Die Verfügung des Bildungsministeriums zum Verbot von Klassenfahrten ins Ausland sei den freien Schulen nicht zugestellt worden. Durch die Anordnung für die öffentlichen Schulen werde man aber in Zugzwang gebracht. Es wäre unvernünftig und nicht vermittelbar, eventuell geplante Fahrten stattfinden zu lassen.

Lührs, der auch Schulleiter am Ökumenischen Domgymnasium Magdeburg ist, sagte, auf Nachfrage habe das Ministerium mitgeteilt, dass die Übernahme der Stornierungskosten nicht für freie Schulen gelte. Dies sei völlig inakzeptabel. Während das Land auf Drängen der freien Schulen bei der Übernahme von Stornierungskosten für Fahrten, die vor den Sommerferien geplant wurden, staatliche und freie Schulen gleich behandelte, werde jetzt eine Zweiklassengesellschaft aufgemacht. Diese eklatante Benachteiligung von Eltern und Schülern der Einrichtungen werde man keinesfalls hinnehmen und notfalls auf dem Klagewege korrigieren lassen, so Lührs.

Das Bildungsministerium hatte in der vergangenen Woche mitgeteilt, dass Klassenfahrten ins Ausland bis zum Schulhalbjahresende untersagt sind. Die Schulleitungen der öffentlichen Schulen sollten bereits geschlossene Verträge umgehend stornieren. Anfallende und nicht abwendbare Stornierungskosten sollten durch das Land Sachsen-Anhalt übernommen werden.



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