In Sachsen fehlt die Impfbereitschaft beim Pflegepersonal

Dresden (epd). Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) hat an das Personal in Pflegeheimen appelliert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Die bisherige Bereitschaft von sächsischen Pflegerinnen und Pflegern zum Impfen sei nicht zufriedenstellend, sagte Köpping am Freitag in Dresden. Der Anteil an Geimpften liege demnach in dieser Gruppe bei etwa 20 bis 25 Prozent. Dagegen sind laut Köpping rund 80 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner in den Pflegeheimen bereit, sich impfen zu lassen.

Sie halte es für wichtig, Pflegepersonal zu impfen, auch weil immer wieder neue Bewohnerinnen und Bewohner dazukommen, die möglicherweise noch keinen Impfschutz haben, sagte Köpping. Gerade in den Pflegeheimen gelte es, Corona-Ausbrüche zu verhindern.

Bei der Impfbereitschaft in den Pflegeeinrichtungen zeige sich ein sehr differenziertes Bild, sagte Köpping weiter. In den Städten sei das Einverständnis höher als in manchen ländlichen Regionen. Zum Teil müsse noch sehr viel Überzeugungsarbeit geleistet werden.

In Sachsen gibt es Köpping zufolge 690 Pflegeheime. Lediglich in 13 Einrichtungen seien die Bewohnerinnen und Bewohner noch nicht gegen Corona geimpft.

Der Inzidenzwert in Sachsen lag am Freitag laut Robert Koch-Institut bei 75, bundesweit bei 63. Der Wert gibt die Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen an.



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