Köthen ruft zum Sammeln von Corona-Erinnerungen auf

Köthen (epd). Die Stadt Köthen (Sachsen-Anhalt) ruft ihre Bürger dazu auf, Erinnerungen an die Corona-Krise aufzubewahren.

Schon jetzt stehe fest, dass diese Krise als historische Zäsur in die Geschichte eingehen werde, teilte die Stadt am Montag mit. Es sei an den jetzt lebenden Generationen, wie sich ihre Nachfahren in 50 oder 100 Jahren an die Corona-Pandemie dieser Tage erinnern würden, begründete sie ihre Initiative.

Das Historische Museum der Stadt habe die Aufgabe, Geschichte und Kultur der Region zu sammeln, zu bewahren, zu dokumentieren und zu vermitteln. Deshalb sollten heute Dinge aufgehoben werden, die exemplarisch für die Krise stünden. Das Spektrum möglicher Exponate reiche dabei von der selbstgenähten Gesichtsmaske über das Foto der leeren Innenstadt, Plakate oder Regenbogen-Kunst für das Fenster bis hin zur Toilettenpapier-Skulptur.

Gesucht würden Fotografien, Videos oder Texte wie beispielsweise Aushänge zu Restaurantschließungen, Hygienevorschriften oder Verhaltensregeln und Flugblätter, die die Veränderungen abbilden. Es könnten aber auch persönliche Erinnerungsstücke und Alltagsgegenstände sein. Auch Gegenstände und Unterlagen, die das Wirken von Vereinen, Verbänden, Zentren, Initiativen oder Netzwerken während der Corona-Krise dokumentierten, seien von Interesse.

Ziel sei die Schaffung eines gemeinsamen Erinnerungsspeichers mit Erlebnissen, persönlichen Notizen und Fotografien. "Das Virus und seine Auswirkungen werden die Gesellschaft noch länger beschäftigen und in die Geschichtsbücher eingehen", hieß es weiter.



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