Kommunen im Harz wollen Öffnung für touristische Angebote

Goslar (epd). Die fünf Landkreise im Harz fordern zu Ostern Öffnungen für ihre touristischen Angebote.

Der Tourismus befinde sich bereits im fünften Monat und damit so lange wie keine andere Branche im harten Lockdown, heißt es in einer am Donnerstag vom Harzer Tourismusverband verbreiteten Erklärung der Kreise Göttingen, Goslar, Nordhausen, Harz und Mansfeld-Südharz: "Beherbergungsbetriebe, Gastronomien, Kultur- und Freizeiteinrichtungen sind geschlossen, verlässliche Öffnungsperspektiven nur bedingt in Sicht."

Aufgrund der jüngsten Bund-Länder-Beschlüsse hätten bisher nur wenige Bereiche wie die Außengastronomie oder Museen eine Chance auf Öffnung in einem absehbaren Zeitraum, hieß es weiter. Regelungen für den Übernachtungssektor seien erst für den 22. März in Aussicht gestellt, Aussagen zu Freizeiteinrichtungen wie Seilbahnen erst gar nicht aufgenommen worden.

"Die Tourismusbetriebe brauchen dringend eine Perspektive", verlangen die Landkreise: "Die Menschen streben nach Auszeiten, nach Naturerlebnissen und nach Ablenkung." Es dürfe nicht sein, dass diese Bedürfnisse mangels Alternativen in ausländischen Reisegebieten befriedigt würden, weil dort bereits Öffnungen erfolgt seien.

Der Harz bietet den Kreisen zufolge ausreichende Möglichkeiten, den Tourismus mit verlässlichem Infektionsschutzes wieder aufzunehmen. Zahlreiche autarke Unterkünfte stünden zur Verfügung, Campingplätze böten weiträumige Flächen und auch der Einfluss der Hotellerie auf das Infektionsgeschehen werde vom Robert-Koch-Institut als "niedrig" eingestuft.



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