Land unterstützt Kommunen bei der Corona-Prävention für Flüchtlinge

Erfurt (epd). Thüringens Kommunen erhalten vom Land zusätzliche 13,35 Millionen Euro für die Unterbringung von Geflüchteten.

Damit sollen Präventionsmaßnahmen gegen das Coronavirus in den Unterkünften finanziert werden, teilte das Migrationsministerium am Montag in Erfurt mit. Der Landtag hatte am 5. Juni das Thüringer Gesetz zur Umsetzung erforderlicher Maßnahmen im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie beschlossen. Mit einem Durchführungserlass habe man jetzt die Verwendung des Sondervermögens im eigenen Geschäftsbereich geregelt, sagte ein Ministeriumssprecher.

Die Aufnahme, Unterbringung und Versorgung von Geflüchteten unter den Bedingungen der Corona-Pandemie hätten alle vor große Herausforderungen gestellt, deren Bewältigung noch nicht vorbei sei, sagte Migrationsminister Dirk Adams (Grüne): "Ich danke den Landkreisen und kreisfreien Städten für ihre Unterstützung und bin zuversichtlich, dass wir gemeinsam mit ihnen und den Akteuren vor Ort diese Herausforderungen meistern werden."

Ein Schwerpunkt des Durchführungserlasses zum gezielten Einsatz der finanziellen Mittel soll nach seinen Angaben die Schaffung zusätzlicher Unterbringungsplätze in Einzelunterbringung sein. Es werde angestrebt, Menschen aus Corona-Risikogruppen wie Ältere, Vorerkrankte oder Schwangere möglichst in Wohnungen unterzubringen. Zudem soll ein Teil der Mittel zur Verringerung der Pandemierisiken und -auswirkungen bei Geflüchteten mit Behinderungen dienen. Auch mit "Entzerrungsmaßnahmen" in den Gemeinschaftsunterkünfte wolle man Infektionsrisiken entgegenwirken, sagte der Sprecher.



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