Landesärztekammer warnt vor Druck auf Eltern und Stiko

Magdeburg (epd). Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt warnt angesichts der Zulassung von Corona-Impfstoff für Fünf- bis Elfjährige durch die Europäische Arzneimittelbehörde vor gesellschaftlichem und politischem Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) und Eltern.

„Kinder zeigen auch weiterhin nur sehr selten schwere Krankheitsverläufe und übertragen das Virus an Erwachsene deutlich geringer als erwartet“, sagte der sachsen-anhaltische Ärztekammer-Vorstand Gunther Gosch am Mittwoch in Magdeburg. Eine Risiko-Nutzen-Abwägung der Impfung sei daher wichtig, sowohl für den impfenden Arzt als auch für die Eltern.

Gosch betonte, dass das Impfen von Kindern unter zwölf Jahren erst nach einer Empfehlung der Stiko beginnen sollte. Die Politik täte gut daran, dieser zu folgen und nicht in Aktionismus verfallen. Grundsätzlich sei eine zeitnahe Verfügung eines Impfstoffes für diese Altersgruppe zu begrüßen. Wichtig sei die persönliche Impfentscheidung der Eltern nach einer Beratung durch den behandelnden Arzt, so Gosch weiter. Nur so könne Vertrauen in die Impfung für Kinder aufgebaut werden.



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