Landkreise unterstützen Sachsen-Anhalts Sonderweg bei Maskenverstößen

Magdeburg (epd). Die Landkreise in Sachsen-Anhalt unterstützen den Sonderweg des Bundeslandes, kein Bußgeld bei Verstößen gegen die Maskenpflicht anzuordnen.

Die Mund-Nasen-Bedeckung spiele weiterhin eine wichtige Rolle, damit das Pandemiegeschehen in Sachsen-Anhalt kontrollierbar bleibe, betonte der Präsident des Landkreistages Sachsen-Anhalt, Michael Ziche (CDU), am Montag in Magdeburg. "Die Einführung eines Bußgeldes bei Verstößen macht allerdings nur Sinn, wenn die Einhaltung auch konsequent überprüft und geahndet wird. Hierfür Personal zu binden, halten wir nicht für zielführend."

Arbeitsschwerpunkte der Landkreise mit ihren Gesundheitsämtern sollten weiterhin die Testung von symptomatischen Verdachtsfällen und die Nachverfolgung von Kontaktpersonen sein, betonte Ziche. Dieser Weg habe sich in Sachsen-Anhalt ausdrücklich bewährt. Geschäftsführer Heinz-Lothar Theel fügte hinzu, die geplante Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes über einen Pakt von Bund und Ländern sei dem Grunde nach zu begrüßen. Fraglich sei aber, ob es hierüber tatsächlich gelingt, dringend notwendiges ärztliches Personal in die Landkreise zu holen. Hier fehle es derzeit schlichtweg an ausreichend Bewerbern.

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Sachsen-Anhalt liegt nach Angaben des Sozialministeriums vom Montag aktuell bei 2.243 Fällen. Über das Wochenende wurden 14 neue Fälle erfasst. Nach Schätzungen sind bisher 2.053 Personen wieder genesen. Sachsen-Anhalt will als einziges Bundesland auf die Einführung eines Mindestbußgeldes von 50 Euro bei Verstößen gegen die Maskenpflicht verzichten.



Ähnliche Artikel