Mehr Tests sollen in Sachsen-Anhalt Besuche in Pflegeheimen erlauben

Magdeburg (epd). Vor dem Hintergrund hoher Infektionszahlen und des damit gestiegenen Risikos einer Corona-Erkrankung passt Sachsen-Anhalts sein Testkonzept vom Mai an.

"Durch die Ausweitung und Vereinfachung der Testungen wollen wir Infektionsketten schnellstmöglich unterbrechen", sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag in Magdeburg. Solange kein Impfstoff das Coronavirus stoppen könne, müsse alles dafür getan werden, Menschen mit erhöhtem Infektionsrisiko zu schützen.

Ziel sei, Bewohner, Personal sowie Besucher in stationären Pflegeeinrichtungen sowie bei ambulant versorgten Personen umfassender und einfacher zu testen. Das gelte selbst dann, wenn noch keine Symptome auf eine Ansteckung mit dem Coronavirus hindeuteten, sagte die Ministerin. Dazu sollen Antigen-Tests eingesetzt werden.

Auch ohne Corona-Fall könne das Personal in den Pflegeeinrichtungen im Rahmen eines regelmäßigen Screenings alle ein bis zwei Wochen getestet werden. Zudem kündigte Grimm-Benne stichprobenartige Tests bei den Bewohnern an. Wo die Sieben-Tage-Inzidenz über dem Wert von 50 liege, sollen zukünftig auch Besucher getestet werden können.

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen wolle das Land die Infektionsgefahr für ältere Menschen reduzieren. "Die Antigen-Schnelltests sind auch ein Beitrag gegen die Isolierung von Seniorinnen und Senioren, da wir hierdurch den Besuch in Pflegeheimen ermöglichen wollen", sagte die SPD-Politikerin. Die Einrichtungen müssten nun einrichtungsbezogene Testkonzepte erstellen, die durch die zuständigen Gesundheitsämter bestätigt werden.



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