Pilotprojekt mit elektronischem Impfnachweis in Thüringen

Erfurt/Weimar (epd). Thüringen startet parallel zu Brandenburg ein Pilotprojekt zur Einführung eines elektronischen Corona-Impfnachweises.

Im Mittelpunkt steht dabei die digitale Terminvergabe der Kassenärztlichen Vereinigung Thüringen (KVT), sagte Sozialministerin Heike Werner (Linke) am Montag in Erfurt. Der in Kooperation mit IBM entwickelte Nachweis soll den europäischen Anforderungen genügen und besser verifizierbar sein als der gedruckte gelbe Impfausweis, bei dem es in jüngster Zeit Hinweise auf Fälschungen gab.

Über die KVT-Seite zur Terminvergabe erhielten Antragsteller für den elektronischen Nachweis unter Eingabe ihrer hinterlegten E-Mail-Adresse und ihres Geburtsdatums einen Link. Dieser öffne die eigentliche Impfbescheinigung mit zwei sogenannten QR-Codes, erklärte Annette Rommel, die erste Vorsitzende der KVT. Der eine Code führe zur einer Bestätigung der erfolgten und wirksamen Zweitimpfung durch die KVT, der andere, das IBM-Zertifikat, diene als Schnittstelle zu anderen mobilen Anwendungen wie etwa Registrierungs-Apps für Restaurants oder Kultureinrichtungen. Der Nachweis könne ausgedruckt oder im Handy abgespeichert werden. Dar KVT-Code soll ab Mittwoch, das IBM-Zertifikat ab Freitag zur Verfügung stehen, kündigte Rommel an.

Für nicht über die zentrale Terminvergabe erfasste Impfungen werde gegenwärtig noch an einer technischen Lösung gearbeitet. Dazu zählen laut KVT insbesondere die in den Arztpraxen vorgenommenen Immunisierungen - in Thüringen fast jede fünfte. Hier gelte voraussichtlich bis Ende Juni zunächst nur der gelbe Impfausweis, räumte Rommel ein.



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