Sachsen-Anhalt bereitet Impfzentren vor

Magdeburg (epd). Im Kampf gegen die Corona-Pandemie bereitet sich auch Sachsen-Anhalt auf die Einrichtung von Impfzentren vor.

Für die Anlieferung von Impfdosen habe Sachsen-Anhalt gegenüber dem Bund einen zentralen Standort benannt, sagte Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) am Dienstag in Magdeburg. Aus Sicherheitsgründen wollte sie den Standort vorerst nicht öffentlich machen. Bundesweit soll es 60 Standorte geben. Für den Impfstoff, der jetzt im Gespräch sei, werde eine Kühlung von minus 70 Grad Celsius bei der Lagerung notwendig sein, sagte Grimm-Benne.

Die Ministerin sagte, geplant sei, in möglichst jedem Landkreis ein Impfzentrum oder eine Anlaufstelle zum Impfen zu schaffen. Geprüft werde auch die Errichtung mobiler Impfteams für vulnerable Gruppen, die nicht mobil genug sind, um die Impfzentren aufzusuchen. Die organisatorischen Vorbereitungen sollen laut Grimm-Benne noch im Dezember abgeschlossen werden. Das Impfbesteck sei bereits geordert. So seien bereits 1,3 Millionen Spritzen und 1,55 Millionen Kanülen angeliefert worden. Es seien wahrscheinlich zwei Impfungen notwendig, um den Schutz zu gewährleisten.

Die Impfungen seien freiwillig, auch wenn es zunächst eine Priorisierung geben werde, betonte Grimm-Benne. Niemand werde "zwangsgeimpft". Vor allem sollten Impfungen zuerst für Risikogruppen zur Verfügung stehen sowie für Ärzte und Pflegepersonal. Der Bund habe sich verpflichtet, den Impfstoff zu beschaffen, zu finanzieren und an die Länder zu verteilen, sobald ein Impfstoff zur Verfügung steht. Für die Organisation und Zubehör sind die Länder zuständig.



Ähnliche Artikel