Sachsen-Anhalt führt Mundschutzpflicht ein

Magdeburg (epd). In Sachsen-Anhalt muss ab Donnerstag ein Mund-Nasen-Schutz im Öffentlichen Personennahverkehr und beim Einkaufen getragen werden.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) sagte am Dienstag in Magdeburg nach der Kabinettssitzung, aus der "dringenden Empfehlung, eine textile Barriere zu tragen", sei nun eine Verpflichtung geworden. Die Resonanz auf die bisherige Empfehlung sei leider bisher nicht zufriedenstellend gewesen. Es gehe nicht um das Tragen von medizinischen Masken, es könnten auch selbstgenähte Masken, Schals oder Tücher getragen werden: "Die gibt es in jedem Kleiderschrank."

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) betonte, es gehe darum, eine Ausbreitung von übertragungsfähigen Tröpfchenpartikeln durch Husten, Niesen und Aussprache zu verhindern. Zu Möglichkeiten, bei Verstößen gegen die Maskenpflicht auch Bußgelder zu verhängen, sagte Haseloff: "Ein Bußgeld ist immer die letzte Option." Die Landesregierung setzt vorerst auf die Bevölkerung, dass sie sich an die Maßnahme hält und das Tragen einer Maske ins Bewusstsein rückt. Zudem seien auch Ladengeschäfte angehalten, die entsprechenden Regelungen einzuhalten und nur Kunden mit Maske Zutritt zu gewähren.

Zudem hat das Kabinett am Dienstag neue Lockerungen beschlossen. So dürfen Tierparks, Zoologische und Botanische Gärten sowie ähnliche Freizeitangebote ab sofort wieder unter Auflagen für den Publikumsverkehr öffnen. Allerdings bleiben Streichelgehege und Tierhäuser auf deren Gelände weiter geschlossen. Hygienebestimmungen müssen eingehalten werden.



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