Sachsen-Anhalt lässt Ausnahmen von Quarantänepflicht zu

Magdeburg (epd). In Sachsen-Anhalt muss nicht mehr jeder Einreisende aus einem ausländischen Corona-Risikogebiet verpflichtend in häusliche Quarantäne.

Seit Freitag gelten Ausnahmen für Menschen, die nachweisen können, dass sie mindestens 14 Tage vor der Einreise eine Impfung gegen das Coronavirus vollständig abgeschlossen haben, wie das Landessozialministerium in Magdeburg am Montag auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) mitteilte. Ebenfalls ausgenommen sind Menschen, die nachweislich vor mindestens drei Wochen und vor maximal sechs Monaten mit Sars-CoV-2 infiziert waren.

Diese Ausnahmen hat die Landesregierung laut Ministerium am vergangenen Freitag beschlossen. Damit werde die entsprechende Quarantäne-Musterverordnung des Bundes umgesetzt, hieß es. Darin ist festgeschrieben, dass sich Reisende, die aus einem Risikogebiet nach Deutschland zurückkehren, grundsätzlich höchstens 48 Stunden vor oder unmittelbar nach der Einreise auf das Virus testen lassen müssen. Anschließend müssen sie auch bei negativem Test zunächst in eine zehntägige Quarantäne, die jedoch verkürzt werden kann, wenn nach fünf Tagen erneut negativ getestet wird. Darüber hinaus gelten die nun auch in Sachsen-Anhalt beschlossenen Ausnahmen.

Niedersachsen sieht die Möglichkeit zur Befreiung von der Quarantänepflicht für Reiserückkehrer kritisch und hatte am Freitag angekündigt, die Musterverordnung nicht umsetzen zu wollen. Zur Begründung hieß es, dies würde per Verordnung "Privilegien schaffen für Menschen, die bereits eine Corona-Infektion hinter sich haben oder geimpft sind".



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