Sachsen-Anhalt: Maskenpflicht nur an ersten beiden Schultagen

Magdeburg (epd). In Sachsen-Anhalt gibt es im neuen Schuljahr 2020/2021 keine generelle Maskenpflicht.

Nur an den ersten beiden Schultagen müsse ein Mund-Nasen-Schutz im Schulgebäude getragen werden, teilte die Landesregierung am Dienstag in Magdeburg mit. Während des Unterrichts gilt jedoch keine Maskenpflicht, individuelle Absprachen sind aber möglich. Sachsen-Anhalts Schulen starten am 27. August mit dem Regelbetrieb in das neue Schuljahr. Oberstes Ziel sei es, eine unkontrollierte Infektionsausbreitung und damit Schulschließungen zu verhindern, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU).

Die Infektionszahlen in Sachsen-Anhalt seien derzeit die zweitniedrigsten in Deutschland, so Haseloff. Er sagte, die Verantwortung liege bei den Schulen vor Ort. Sie könnten am besten bewerten, welche Maßnahmen ergriffen werden müssten. "Wir wollen einen möglichst flächendeckenden Regelbetrieb sicherstellen", erklärte Bildungsminister Marco Tullner (CDU), der auf der Kabinettspressekonferenz nur per Video zugeschaltet war. Der Minister muss wegen eines Mallorca-Urlaubs noch einen zweiten Corona-Test abwarten.

Zum Schulbeginn muss bis zum 31. August von Schülern oder Sorgeberechtigten eine Versicherung unterzeichnet werden, dass die Infektionsschutzmaßnahmen des Hygieneschutzplanes zur Kenntnis genommen wurden. Daher gilt für die ersten beiden Schultage noch eine Maskenpflicht außerhalb des Unterrichts. Die Schulleiter entscheiden, ob alle Personen innerhalb des Schulgebäudes, jedoch nicht während des Unterrichts, eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen müssen. Rückkehrer aus Risikogebieten müssen spätestens innerhalb von 72 Stunden nach Rückkehr sich testen lassen. Ohne ein negatives Testergebnis dürfen das Schulgelände und die Schulgebäude bis 14 Tage nach der Rückkehr nicht betreten werden.

Gesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) kündigte an, in der kommenden Woche noch einmal eine Million Schutzmasken, 12.000 FFP-2-Masken für Personal, das einer Risikogruppe angehört sowie 20.000 Liter Desinfektionsmittel an alle Schulen im Land zu verteilen.

Für den Regelbetrieb müssen dem Plan des Bildungsministeriums zufolge Infektions- und Hygieneschutzmaßnahmen strikt eingehalten werden. Durchmischungen von Schülergruppen wie Kursen oder Jahrgangsstufen sollten vermieden werden. Wenn es Infektionsfälle an einer Schule gibt, dann muss der Regelbetrieb wieder eingeschränkt werden und es gibt verschiedene Modelle von Präsenz- und Distanzunterricht. Die letzte Stufe bei zunehmenden Infektionen wären Schulschließungen.



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