Sachsen-Anhalt öffnet ab März Friseure und Schulen | Brandenburg will Grundschulen ab 22. Februar öffnen

Magdeburg (epd). Die Menschen in Sachsen-Anhalt müssen sich auf eine weitere Verlängerung der aktuellen Corona-Beschränkungen einstellen.

Der Lockdown werde bis zum 7. März verlängert, sagte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Mittwochabend in Magdeburg nach den Bund-Länder-Beratungen zur Pandemie.

Ab 1. März gelte ein "Sonderpaket", das unter anderem die bundesweite Öffnung von Friseuren vorsehe und "notwendige körpernahe Dienstleistungen" wie etwa Fußpflege ermögliche, erklärte Haseloff. Weitere Lockerungen etwa im Einzelhandel seien erst unter einer Inzidenz von 35 möglich. Hintergrund sei, dass es wegen der infektiöseren Virus-Mutationen einen Puffer brauche.

Mit Blick auf die Schulen werde Sachsen-Anhalt an seiner bisherigen Planung festhalten, vom 1. März an nach und nach zu öffnen. Bis dahin wolle das Land "massiv Testmöglichkeiten hochfahren", damit sich Lehrerinnen und Lehrer sowie Kita-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter besser schützen können. Bundesweit werde zudem angestrebt, diese Berufsgruppen früher zu impfen und in die zweite Kategorie der Berechtigten hochzustufen.

Die nächsten Bund-Länder-Beratungen sind demnach für den 3. März geplant. Bis dahin liege es in der Hand aller Verantwortlichen und jedes Einzelnen, ob die entsprechenden Werte erreicht und weitere Lockerungen möglich werden, sagte Haseloff: "Wir sind auf einem guten Weg, bitte so weitermachen, dass wir jeden Tag einen Schritt weiterkommen." Die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag in Sachsen-Anhalt am Mittwoch laut Gesundheitsministerium bei knapp unter 100.

Brandenburg will Grundschulen ab 22. Februar öffnen

Potsdam/Berlin (epd). Nach den neuen Bund-Länder-Beschlüssen zur Coronavirus-Pandemie will Brandenburg die Schulen ab dem 22. Februar schrittweise öffnen. Zunächst ist dort sogenannter Wechselunterricht mit kleinen Gruppen an den Grundschulen geplant. "Das sind Modelle, die in den Schulen schon gefahren worden sind, sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Donnerstag im RBB-Inforadio: "Die Kinder wechseln sich ab, aber sie kriegen doch wieder eine gewisse Stabilität in den Tagesablauf."

Distanzunterricht funktioniere in der Grundschule nur sehr eingeschränkt, betonte Woidke. Deshalb sei das Signal richtig, "dass die Kleinen zuerst wieder in die Schule gehen können". Wann die Oberschulen wieder öffnen, ließ Woidke offen. Die Situation sei dort anders, Distanzunterricht funktioniere dort besser.

Die Landesregierung wollte am Donnerstagnachmittag in einer Sondersitzung des brandenburgischen Landtags in Potsdam das Parlament über die neuen Bund-Länderbeschlüsse informieren.



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