Sachsen-Anhalt: Über 500 Anrufe bei Hotline gegen Pflegenotstand

Magdeburg (epd). Bei einer vor gut drei Wochen geschalteten Telefon-Hotline zur Bekämpfung des Pflegenotstands in Sachsen-Anhalt haben bisher 560 Interessierte angerufen.

23 Menschen haben durch die seit dem 21. Dezember laufende Aktion bereits eine Arbeitsstelle angetreten, wie das Sozialministerium in Magdeburg am Dienstagabend mitteilte. Unter der Rufnummer können sich Menschen melden, die bereit sind, in einer von knapp 60 Einrichtungen der Alten- und Behindertenpflege mitzuarbeiten, die aktuell akute Personalengpässe haben.

Gesucht werden demnach etwa Pflegefachkräfte und -helfer, Auszubildende und Studenten der Medizin oder der Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Auch Arbeitslose, Menschen in Kurzarbeit und andere Freiwillige sollen angesprochen werden. "Diese können zum Beispiel das vorhandene Fachpersonal bei der Durchführung von Antigen-Tests und der Organisation von Corona-Schutzimpfungen unterstützen und entlasten", sagte der Geschäftsführer der Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen der Bundesagentur für Arbeit (BA), Markus Behrens. Die Hotline wird von BA und Sozialministerium betrieben.

Ministerin Petra Grimm-Benne (SPD) erklärte, die ersten Zahlen stimmten positiv und zeigten, "dass wir mit dem Hilfsangebot für die Pflege auf einem guten Weg sind". Zudem unterstreiche der große Zuspruch die Hilfsbereitschaft und Solidarität der Menschen in einer schwierigen Zeit. Trotz des kurzfristig erhöhten Aufwands durch die Einarbeitung könne das Projekt eine Chance sein, "langfristig die Personalsituation zu verbessern", sagte sie.



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