Sachsen-Anhalt: Weitere Corona-Lockerungen schon am Montag | Schulen in Sachsen-Anhalt nur in einem Kreis im Regelbetrieb

Magdeburg (epd). Anders als bisher geplant geht Sachsen-Anhalt in der Corona-Pandemie bereits am Montag weitere Öffnungsschritte.

Erlaubt sind dann etwa offene Zoos und botanische Gärten sowie mit Termin auch Besuche in Museen, Galerien und Gedenkstätten, wie Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) nach einer Kabinettssitzung am Donnerstag in Magdeburg sagte. Die bisherige Corona-Verordnung sollte ursprünglich bis 10. März gelten, nun gelten bereits ab dem 8. März die Nachfolgeregeln.

Auch Individualsport unter freiem Himmel mit bis zu fünf Erwachsenen oder bis zu 20 Kindern einschließlich der Betreuungsperson sei dann wieder möglich, hieß es. Der Einzelhandel kann mit Terminen Kunden empfangen. Die allgemeinen Kontaktbeschränkungen werden auf einen Hausstand plus einen weiteren mit maximal fünf Personen erweitert, unter 14-Jährige werden nicht mitgerechnet.

Alle Regeln gelten demnach nur im Fall einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von weniger als 100 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern. Unter 50 sind weitere Lockerungen vorgesehen, darüber sollen die Landkreise lokal Öffnungen zurücknehmen können. Derzeit liegt der Wert laut Gesundheitsministerium bei rund 93.

Mit Blick auf Ostern stellte die Landesregierung den Sachsen-Anhaltern je nach Inzidenz Übernachtungen auf Campingplätzen und in Ferienwohnungen in Aussicht. "Bevor gar nichts geht, halte ich das als Tourismusminister durchaus für überlegenswert", erklärte Ressortchef Armin Willingmann (CDU). Auch Gastronomie-Außenbereiche könnten dann öffnen. Die Beratungen darüber stehen in knapp drei Wochen an.

Schulen in Sachsen-Anhalt nur in einem Kreis im Regelbetrieb

Magdeburg (epd). Die Schulen im sachsen-anhaltischen Landkreis Mansfeld-Südharz wechseln am Montag in den Regelbetrieb. Grund sei, dass die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner dort bereits seit längerem unter 50 liege, teilte das Landesbildungsministerium am Donnerstag in Magdeburg mit. In 12 der 13 übrigen Landkreise und kreisfreien Städte bleiben die Schulen demnach bei teilweise ausgesetzter Präsenzpflicht im seit dieser Woche bestehenden eingeschränkten Regelbetrieb.

Weiterhin für alle geschlossen bleiben die Schulen wegen des weiterhin hohen Infektionsgeschehens im Burgenlandkreis. Dort solle "modellhaft ein regelmäßiges Testsystem mit Selbsttests für alle Schülerinnen und Schüler" eingerichtet werden, erklärte das Ministerium. Der Schulbetrieb soll dann am 15. März wieder aufgenommen werden.

Sachsen-Anhalt hatte zum 1. März für die Schulen im Land definiert, dass der eingeschränkte Regelbetrieb zwischen einer Inzidenz von 50 und 200 möglich ist. Liegen Landkreise über 200, bleiben die Schulen dort geschlossen, unter 50 wechseln sie in den Regelbetrieb. Das Bildungsministerium informiert nach eigenen Angaben jeweils donnerstags darüber, in welchen Kreisen und kreisfreien Städten für die jeweilige Folgewoche welche Regelungen gelten.



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