Sachsen-Anhalt will nach Ostern weiter öffnen

Magdeburg (epd). Über Modellprojekte in verschiedenen Branchen will Sachsen-Anhalt nach dem verschärften Oster-Lockdown weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen angehen.

Dazu solle in die ab Montag geltende, elfte Corona-Verordnung eine sogenannte Experimentierklausel aufgenommen werden, erklärte Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Magdeburg.

Entsprechende Projekte könnten laut Haseloff "gegebenenfalls gleich nach Ostern" starten, um dann je nach den gemachten Erfahrungen "in einen mittel- bis langfristigen Regelbetrieb" zu münden. Konzeptvorschläge müssten die Möglichkeit von Corona-Tests und lückenloser Kontaktnachverfolgung enthalten, möglichst unterstützt durch eine App, erklärte er. Denkbar seien damit testweise weitere Öffnungen etwa in Kultur, Gastronomie, Beherbergungsbetrieben und Sport.

Die Corona-Notbremse bei zu hohen Infektionszahlen werde wie vereinbart auf Landkreisebene umgesetzt, sagte Haseloff. Dies umfasse vor allem strengere Kontaktbeschränkungen. Eine nächtliche Ausgangssperre schloss Haseloff aus. Außerdem betonte er: "Alles das, was bisher geöffnet war, bleibt geöffnet." Ausnahme ist der Gründonnerstag, der wie in ganz Deutschland einmalig zum "feiertagsähnlichen Ruhetag" werden soll, an dem lediglich Lebensmittelmärkte öffnen dürfen.

Mit Blick auf den Bund-Länder-Beschluss, die Kirchen zum Verzicht auf Ostergottesdienste in Präsenz zu bewegen, sagte Haseloff, er habe darum gebeten, "dass das der Bund auf der obersten Ebene selbst vereinbaren" solle. "Wir werden als Land dort nicht tätig werden", sagte er.



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