Sachsen-Anhalts Corona-Verordnung gilt nur bis Mitte Juni

Magdeburg (epd). Die am Dienstag in Kraft getretene Verordnung zu Eindämmung der Corona-Pandemie in Sachsen-Anhalt gilt nicht bis zum 24., sondern nur bis zum 13. Juni.

Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) und Landesgesundheitsministerin Petra Grimm-Benne (SPD) begründeten die Verkürzung nach einer Kabinettssitzung am Dienstag in Magdeburg mit den rapide sinkenden Infektionszahlen. Laut Gesundheitsministerium liegt die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohner derzeit bei 50,3.

„Wir haben uns nicht vorstellen können, dass die Inzidenzen so schnell runtergehen“, sagte Petra Grimm-Benne (SPD). Wenn nun etwa die Veranstaltungsbranche Events planen wolle, brauche es auch noch Regelungen für Werte von unter 35 Neuninfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, die bei einer verkürzten Gültigkeit der 13. Corona-Verordnung früher getroffen werden könnten.

Haseloff machte der Veranstaltungsbranche auch Hoffnung für den Herbst. Es gebe Gespräche mit dem Bund, für diese Zeit womöglich ein Ausfallbürgschaftsprogramm aufzulegen. Dies solle der Branche Planungssicherheit geben, erklärte der Ministerpräsident. Zudem erwarte das Land im kommenden Monat Lieferungen von insgesamt 383.000 weiteren Impfdosen. „Damit kommen wir im Juni auch einen deutlichen Schritt weiter nach vorn“, erklärte Haseloff.

Zugleich warnte der Ministerpräsident, man dürfte die Erwartungen an weitere Öffnungsschritte „auch nicht überziehen“. „Das Entscheidende ist, dass wir auf einen tragfähigen, langfristigen Trend setzen wollen“, erklärte Haseloff.



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