Sachsen lässt Gottesdienste ohne Personenbegrenzung zu | Museen und Gedenkstätten dürfen ab Montag wieder öffnen

Chemnitz (epd). Sachsen lockert in einem nächsten Schritt bestehende Corona-Beschränkungen.

Von Montag an dürften unter anderem Museen, Gedenkstätten und Bibliotheken sowie Zoos und Spielplätze im Freistaat generell wieder öffnen - allerdings unter hygienischen Standards, sagte Sachsens Sozialministerin Petra Köpping (SPD) am Donnerstagabend nach einer Kabinettssitzung in Dresden. Auch Gottesdienste und religiöse Versammlungen seien unter bestimmten Abstands- und Hygieneregeln zugelassen. Eine zahlenmäßige Begrenzung gebe es nicht mehr. Sachsen war in der Corona-Krise das erste Bundesland, das öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt hatte - allerdings zunächst nur mit bis zu 15 Teilnehmenden.

Die neue sächsische Corona-Schutzverordnung gilt von Montag an bis zum 20. Mai. Es gehe darum, mit klaren Kriterien Dinge zu ermöglichen, sagte Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU). Über die Öffnung von Kindertagesstätten und der Gastronomie wollen Bund und Länder erst am 6. Mai entscheiden.

Versammlungen sind in Sachsen auch zulässig, aber nur mit einer maximalen Teilnehmerzahl von 50 Personen, mit eineinhalb Metern Abstand zwischen den Personen und auf eine Stunde begrenzt. Die Kontaktbeschränkungen bleiben generell vorerst bestehen.

Nach den Abiturienten werden von Mittwoch an auch die Jahrgangsstufen an den Schulen erwartet, die im nächsten Jahr Abschlussprüfungen schreiben sowie die vierten Klassen an den Grundschulen. Die derzeitigen Corona-Beschränkungen gelten noch bis zum 3. Mai.

Am Montag wollen nach eigenen Angaben auch die sächsischen Schlösser, Burgen und Gärten wieder öffnen, darunter die Albrechtsburg in Meißen und der Schlosspark Pillnitz. Die Sächsische Landesstelle für Museumswesen hat Empfehlungen zur schrittweisen Öffnung der Museen formuliert. Unter anderem wird eine Maskenpflicht in den Ausstellungen empfohlen. Eine Öffnung der sächsischen Museen werde nur schrittweise möglich und mit Einschränkungen für Zugang und Programmangeboten verbunden sein, hieß es. Ob und wann welche Sammlung öffnet, obliege der Entscheidung des jeweiligen Trägers und den vor Ort geltenden Corona-Bestimmungen.

Laut Köpping sind in Sachsen 4.656 Menschen mit dem Coronavirus nachweislich infiziert.



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