Sachsen schafft Maskenpflicht beim Einkauf für Inzidenz unter zehn ab

Dresden (epd). Sachsen kippt die Corona-Maskenpflicht beim Einkauf ab einer Inzidenz von unter zehn. 

Dies gelte für alle Läden und Supermärkte, sagte Sachsens Gesundheitsministerin, Petra Köpping (SPD), am Dienstag in Dresden. Im öffentlichen Nahverkehr, in den Gesundheitsdiensten und den körpernahen Diensten wie etwa beim Friseur müsse aber weiterhin generell ein Mund-Nasenschutz getragen werden. Die neue Regelung gilt ab Freitag (16. Juli), zunächst bis zum 28. Juli.

Die neue Corona-Schutzverordnung sieht zudem vor, dass Arbeitnehmer, die länger als fünf Tage im Urlaub oder im Homeoffice waren, bei Dienstantritt im Unternehmen einen negativen Test vorlegen müssen. Gelten soll dies aber erst vom 26. Juli an. Ausgenommen sind laut Köpping Geimpfte und Genesene.

Eine erste Corona-Schutzimpfung haben der Ministerin zufolge bisher 49,9 Prozent der sächsischen Bevölkerung erhalten, 40 Prozent verfügten bereits über eine Zweitimpfung. Köpping appellierte an die Bevölkerung, sich gegen Covid-19 impfen zu lassen. Wichtig sei vor allem, dass Personen im Umfeld von Kindern das Angebot annehmen. Eine Impfpflicht etwa für Lehrerinnen und Lehrer befürworte sie aber nicht.

Sie setze auf Aufklärung, sagte Köpping. Zwar könnten Impfgegner kaum überzeugt werden, aber Zögerer vielleicht doch. Impfprämien seien jedoch derzeit nicht geplant. Auch eine Impfpflicht für Angestellte in Krankenhäusern und Pflegehemen sei nicht vorgesehen.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Sachsen lag am Dienstag bei 2,2. Derzeit werden 122 Covid-Patienten in sächsischen Krankenhäusern betreut, 35 Erkrankte auf Intensivstationen.



Ähnliche Artikel