Sachsen will Zugang zu Kitas und Grundschulen ermöglichen

Dresden (epd). Sachsen will Kindertagesstätten und Grundschulen landesweit von Montag an wieder öffnen. 

Es sei mitten in der Corona-Pandemie ein "vorsichtiger Öffnungsschritt" im Interesse der Kinder, sagte der sächsische Kultusminister, Christian Piwarz (CDU), am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Dresden. Ein uneingeschränkter Regelbetrieb sei aber nicht möglich. Die Kinder würden in festen Gruppen und Klassen betreut.

Alle anderen Schülerinnen und Schüler sollen spätestens vom 8. März an wieder in Präsenz unterrichtet werden. Eine Ausnahme bilden in Sachsen die Abschlussklassen, die schon seit Mitte Januar wieder an den Schulen präsent sind.

Piwarz begründete die Öffnung der Einrichtungen für die Jüngsten mit Inzidenzwerten unter 100. Landkreise, die noch über diesem Wert liegen, müssten in den nächsten zwei bis drei Wochen unter 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen kommen. Andernfalls müssten Kitas und Schulen wieder schließen.

Sachsen will die neue Corona-Schutzverordnung an diesem Freitag beschließen. Sie tritt am Montag (15. Februar) in Kraft. Einige Bundesländer haben Kitas und Grundschulen schon geöffnet, etwa Niedersachsen, Bremen und Hessen.

Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) kündigte an, dass Sachsen nun auch wie andere Bundesländer einen Abholservice im Einzelhandel gestattet. Von Montag an soll "Click and Collect" möglich sein. Kunden und Kundinnen können dann von zu Hause aus bestellen und die Ware im Laden abholen. Am Mittwoch berät Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Länderchefs und -chefinnen über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie.



Ähnliche Artikel