Sächsische Weihnachtsmärkte sollen wieder stattfinden | Magdeburger Weihnachtsmarkt findet 2021 wieder statt

Dresden (epd). Sachsen will trotz derzeit steigender Corona-Infektionszahlen in diesem Jahr Weihnachtsmärkte und Bergparaden auch im größeren Rahmen wieder zulassen.

Als Ausnahmeregelung sollen Gesundheitsämter vor Ort die 3G-Regel und Kontakterfassungen weglassen dürfen, sagte die sächsische Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) am Dienstag in Dresden nach der Kabinettssitzung.

Voraussetzung sei aber ein genehmigtes Hygienekonzept. Außerdem dürfte die sogenannte Vorwarnstufe noch nicht erreicht sein. Dies wäre der Fall, wenn in den sächsischen Krankenhäusern 650 Betten auf Normalstationen oder aber 180 Betten auf Intensivstationen belegt sind. Die 3G-Regel besagt, dass ein Zugang nur für Genesene, Getestete oder Geimpfte gestattet ist.

„Wir bleiben vorsichtig“, sagte Köpping. Alles müsse verantwortbar sein. Auf den Weihnachtsmärkten soll ab 1.000 Gästen eine „Quartierseinteilung“ gelten. Dabei seien sogenannte Flanier- und Verweilbereiche voneinander zu trennen. Verweilbereiche seien etwa Plätze zum Essen und Trinken oder vor Bühnen. 2020 waren Weihnachtsmärkte und Bergparaden coronabedingt ausgefallen.

Die schwarz-grün-rote Landesregierung hat sich am Dienstag auf Eckpunkte zu den neuen Regelungen verständigt. Die neue Corona-Schutzverordnung tritt am 21. Oktober in Kraft und gilt bis 17. November. Die Eckpunkte gehen zunächst in die Anhörung. Das Kabinett will die neue Verordnung nächsten Dienstag beschließen.

Geplant ist laut Kultusminister Christian Piwarz (CDU) zudem die Aufhebung der Maskenpflicht im Schulunterricht vom 8. November an - eine Woche nach Ende der Herbstferien. Sie gilt bislang bei einer Inzidenz über 35 landesweit für Schüler ab der 5. Klasse. Allerdings gebe es auch dafür die Bedingung, dass die Vorwarnstufe noch nicht in Kraft getreten sein darf.

Laut Köpping sind derzeit 199 Betten auf den Normalstationen mit Corona-Patienten belegt sowie 96 Betten auf den Intensivstationen. Der Ministerin zufolge könnte - falls sich die aktuelle Entwicklung fortsetzt - die Vorwarnstufe Anfang November erreicht sein.

In Sachsen lag die Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag bei 85,3. Mittlerweile liege der Freistaat bundesweit auf Platz vier und die Zahlen würden steigen, sagte Köpping. Vollständig geimpft sind in Sachsen nach ihren Angaben bisher nur rund 55,5 Prozent der Bevölkerung. Allein 300.000 der über 60-Jährigen seien nicht geimpft. Köpping mahnte zur Vorsicht aufgrund des pandemischen Geschehens.

In den Schulen bleibt laut Piwarz das regelmäßige Testen die zentrale Säule in der Corona-Pandemie. In der Woche nach den Herbstferien, vom 1. bis 7. November, soll zunächst drei Mal getestet werden. Regulär ist für Schülerinnen und Schüler zwei Mal pro Woche. Es bestehe zunächst auch noch eine Maskenpflicht im Unterricht.

Nach der „Schutzwoche“ könnten die Masken im Klassenzimmer fallen. Bis zu den Weihnachtsferien soll laut Piwarz weiterhin konsequent getestet werden.

Magdeburger Weihnachtsmarkt findet 2021 wieder statt

Magdeburg (epd). Nach einem Jahr Corona-Zwangspause soll der traditionelle Weihnachtsmarkt sowie die Lichterwelt in der Magdeburger Innenstadt am 22. November wieder eröffnen. Nach den kräftezehrenden Monaten der Pandemie freue er sich auf die Heimeligkeit und den Glanz der Weihnachtsmarktbuden und der Lichterwelt, sagte Oberbürgermeister Lutz Trümper (SPD) am Dienstag in Magdeburg. Im Rahmen der aktuellen Coronaverordnung seien Spezialmärkte gestattet, die Umsetzung des Weihnachtsmarktes obliege der Stadt.

Der für den Weihnachtsmarkt zuständige Beigeordnete für Umwelt, Personal und allgemeine Verwaltung, Holger Platz (SPD), begrüßte die Entscheidung: Ein weiteres Jahr ohne Weihnachtsmarkt würde für etliche Schausteller das wirtschaftliche Aus bedeuten.

Wie die Stadt mitteilte, gelten auf dem Weihnachtsmarkt im Bereich des Alten Marktes die bekannten Corona-Regeln. Neben Abstand und der Beachtung von Hygieneregeln, werde Gästen auch das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung empfohlen, sofern Abstände nicht eingehalten werden können.



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