Termine für Drittimpfungen gegen Corona in Thüringen und Sachsen

Erfurt (epd). Thüringen startet mit Drittimpfungen gegen das Coronavirus.

Im Terminvergabeportal des Landes könnten ab sofort dafür Termine gebucht werden, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Erfurt mit. Das Angebot richtet sich zunächst insbesondere an über 80-Jährige, an immungeschwächte Personen und an Personal in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen.

Zudem würden die Drittimpfungen auch für Personen angeboten, die eine vollständige Impfung mit einem Vektor-Impfstoff erhalten hatten. Dies betreffe die zweimalige Immunisierung mit dem Impfstoff von AstraZeneca oder die einfache Gabe des Impfstoffs von Johnson & Johnson, erläuterte eine Ministeriumssprecherin.

Da ausreichend Impfstoff zur Verfügung stehe, diene die Priorisierung der Corona-Impfverordnung des Bundes zwar als Orientierung. Sie werde jedoch nicht so streng gehandhabt wie zu Beginn des Jahres. Wer nicht zu den genannten Gruppen zähle und Interesse an einer Drittimpfung habe, sollte sich mit seiner Hausärztin oder seinem Hausarzt beraten. Die Auffrischungsimpfung könne selbstverständlich auch in der Hausarztpraxis erfolgen, so die Sprecherin. Grundsätzlich sollte in allen Fällen die letzte Corona-Impfung mindestens sechs Monate zurückliegen.

„Daten aus anderen Ländern, insbesondere aus Israel, zeigen uns, dass für alte und für immungeschwächte Menschen eine Auffrischungsimpfung sinnvoll ist“, begründete Sozialministerin Heike Werner (Linke) den Schritt. In den Pflegeeinrichtungen kämen in den nächsten Wochen wieder mobile Impfteams zum Einsatz, kündigte sie an.

Corona-Auffrischungsimpfungen sollen vulnerable Gruppen schützen

Dresden (epd). Sachsen startet am Mittwoch mit Drittimpfungen gegen das Coronavirus. Empfohlen werde die Auffrischungsimpfung für alle vollständig geimpften Menschen mit einem erhöhten Infektionsrisiko, teilte das Sozialministerium am Dienstag in Dresden mit. Dazu zählten über 70-Jährige sowie Personen mit bestimmten Grunderkrankungen.

Jede Auffrischung der Coronaschutzimpfung sollte im Abstand von mindestens sechs Monaten nach der erfolgten vollständigen Impfung verabreicht werden. Die dritte Coronaimpfung könne nach ärztlichem Ermessen parallel mit der saisonalen Grippeschutzimpfung verabreicht werden, hieß es. Laut Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD) bieten die Auffrischungsimpfungen den bestmöglichen Schutz für vulnerable Gruppen.

Die Boosterimpfungen sollen grundsätzlich in den Arztpraxen stattfinden. Für Einrichtungen der vollstationären Dauerpflege, die auf eine Vor-Ort-Impfung angewiesen sind, soll die Vermittlung von niedergelassenen Ärzten durch die Kassenärztliche Vereinigung unterstützt werden.



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