Thüringen ordnet Corona-Hilfe für die Kulturbranche neu

Erfurt (epd). Thüringen legt in der Corona-Pandemie sein Hilfeprogramm für in Not geratene Künstler und Veranstalter neu auf.

Davon soll insbesondere die bunte und vielfältige soziokulturelle Szene profitieren, sagte Kulturstaatssekretärin Tina Beer (Linke) am Mittwoch in Erfurt. Zudem stelle das Land der Kulturbranche 700.000 Euro für Corona-Hygienemaßnahmen sowie Umbauten bei Sanitär, Brand- und Schallschutz zur Verfügung.

Anders als bisher würden jetzt alle Träger im Bereich der Kulturfestivals unabhängig von ihrer Rechtsform unterstützt. Bedingung bleibe aber, dass sie ihren Sitz oder eine Einrichtung in Thüringen haben, erklärte Beer. Damit könnten auch kommunale und kommerzielle Festivals mit bis zu 200.000 Euro unterstützt werden.

Zum anderen würden die Gelder zunächst für den Zeitraum von Anfang Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 gewährt. Damit könnten Berechtigte, denen dies für die vergangenen drei Monate noch nicht möglich gewesen sei, auch rückwirkend Hilfen beantragen und damit nicht sofort zu erkennende Defizite ausgleichen. Die Anträge müssten bei der Gesellschaft für Arbeits- und Wirtschaftsförderung (GFAW) schriftlich eingereicht werden. Für ihre Bewilligung sei die Thüringer Aufbaubank zuständig, erklärte die Staatssekretärin.

In Kombination mit der bereits bestehenden Möglichkeit einer Ausfallabsicherung durch das Thüringer Wirtschaftsministerium verspricht sich Beer von den neuen Instrumenten Sicherheit für die Kulturschaffenden. Sie hoffe, dass sich Kulturfestivals auf diese Weise so bald wie möglich wieder planen und durchführen ließen.



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