Thüringen startet "Sonderprogramm Chancengeberinnen"

Erfurt (epd). Thüringen hat 250 Stipendien für künstlerische Kleinprojekte über jeweils 1.800 Euro ausgeschrieben.

Mit dem vom Landtag beschlossenen „Sonderprogramm Chancengeberinnen“ werde nach dem Abklingen der dritten Pandemiewelle das doppelte Ziel verfolgt, kulturelle Bildung und die Teilhabe in Sozialeinrichtungen zu verstärken, teilte die Staatskanzlei am Dienstag in Erfurt mit.

Selbstständige Künstlerinnen und Künstler würden in den Einrichtungen als kreative Kräfte tätig. Die zu betreuenden Menschen und die sie besuchenden Gäste würden so direkt zur kulturellen Teilhabe und Partizipation angeregt. Die Kunstschaffenden erhielten ihrerseits die Chance, sich mit Angeboten zu bewerben, so eine Sprecherin der Staatskanzlei. Ihre Kunst oder Kultur könnte im Rahmen von nicht öffentlichen Veranstaltungen unter anderem Vorträge, Lesungen, Theater oder Konzerte umfassen.

Das Programm sei „eine faszinierende Initiative, mit der Kultur in Pandemiezeiten wieder zu Menschen kommt, die zuletzt davon häufig ausgeschlossen waren“, sagte Kulturminister Benjamin-Immanuel Hoff (Linke). Eine breite Allianz der in der Liga der Freien Wohlfahrtspflege organisierten sowie der im Kulturrat zusammengeschlossenen Verbände hätten damit Schlussfolgerungen aus der Pandemie gezogen. „Kultur für alle heißt, neue Wege zu gehen“, erklärte Hoff.

Laut Staatskanzlei übernimmt der Thüringer Literaturrat die Projektkoordination für das Programm in enger Zusammenarbeit mit dem Kulturrat Thüringen und der Kulturstiftung des Freistaats. Die Bewerbungsfrist für die Stipendien endet am 26. Juni 2021.



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