Thüringen will Corona-Regeln zu Weihnachten nicht lockern

Erfurt (epd). Thüringen lockert die Corona-Einschränkungen für das Weihnachtsfest nicht.

Für Treffen bleibe es bei der Obergrenze von fünf Menschen aus maximal zwei Haushalten, sagte Sozialministerin Heike Werner (Linke) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Erfurt. Von der Fünfer-Regel seien Kinder im Alter bis zu 14 Jahren ausgenommen. Sie gelte im öffentlichen Raum verpflichtend.

Die Landesregierung appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, diese Grenze auch bei privaten Treffen einzuhalten. Anders als in der Öffentlichkeit werde es dabei keine Kontrollen durch die Ordnungskräfte oder die Polizei geben, sagte Werner. Die Menschen müssten aber begreifen, dass es die privaten Zusammenkünfte seien, die gerade in den ländlichen Regionen die Zahlen der Infizierten "explosionsartig" steigen ließen. Das habe auch ein starkes Wachstum der Todeszahlen zur Folge.

Man prüfe die Empfehlungen der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina, ab Weihnachten bei einem harten Lockdown alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs zu schließen und die Weihnachtsferien zu verlängern. Bei solchen einschneidenden Maßnahmen für den Einzelhandel müsse aber die Frage von Entschädigungen vorab geklärt werden. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sei beauftragt worden, entsprechende Gespräche mit dem Bund zu führen.

Deren Ergebnisse sollten dann in die neue "Sondereindämmungsmaßnahmenverordnung" des Freistaats zum 19. Dezember einfließen. Bis dahin werde auch der Landtag etwa mit einer vertraulichen Sitzung des Sozialausschusses in der kommenden Woche in die Beratungen einbezogen, kündigte Werner an.



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