Thüringen will in schwierigeren Quartieren für Corona-Impfung werben

Erfurt (epd). Thüringen startet eine Informationskampagne zur Corona-Schutzimpfung für schwer erreichbare und fremdsprachige Bevölkerungsgruppen. 

Mit zunehmendem Impffortschritt werde es immer wichtiger, auch die Menschen beim Thema Impfen einzubeziehen, die aufgrund ihrer Lebensumstände oder weil sie eine andere Sprache sprächen schwieriger erreichbar seien als andere, sagte Sozialministerin Heike Werner (Linke) am Montag in Erfurt. Ihr Haus habe alle bestehenden Informationen noch einmal gebündelt und für verschiedenen Sprachen aufbereitet.

Erst kürzlich habe eine Studie der Universität Mainz gezeigt, dass schlechtere Lebensverhältnisse die Gefahr einer Ansteckung mit dem Corona-Virus erhöhten. Umso wichtiger sei das Impfen. „Menschen in schwierigen Lebenssituationen sollten keine gesundheitlichen Nachteile davontragen, weil sie schlechter an Informationen herankommen oder diese schwer bis gar nicht für sie verständlich sind“, erklärte die Ministerin.

Die bestehenden Informationen zu Terminvergabe, Schutzwirkung und Faktenwissen seien auf einem Flyer zusammengefasst worden. Sie sollen nun 225 Stadtteilprojekten und Beratungsstellen im Land zur Verfügung gestellt und darüber hinaus in sozial benachteiligten Quartieren verteilt werden. Für fremdsprachige Bevölkerungsgruppen erfolgte laut Ministerium zudem eine Übersetzung der Informationen in eine ganze Reihe anderer Sprachen wie Arabisch, Englisch, Farsi, Rumänisch, Tigrinisch und Türkisch. Die fremdsprachigen Flyer würden demnächst auf der Homepage des Ministeriums zum Ausdrucken veröffentlicht.



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