Thüringer Corona-Expertenbeirat tagt erstmals

Erfurt (epd). Der von der Landesregierung erst in dieser Woche berufene Wissenschaftliche Beirat für das Corona-Pandemiemanagement nimmt am Donnerstag seine Arbeit auf.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) dankte den Experten bereits vorab. Er nehme ihre Bereitschaft zur Mitwirkung "mit Respekt und Dankbarkeit an", sagte er am Freitag in Erfurt.

Ramelow hatte in den vergangenen Tagen wiederholt erklärt, dass jetzt die Grundlagen dafür gelegt werden müssten, um bei anhaltender Pandemie vom Krisen- in den Regelmodus übergehen zu können. Dieses Ansinnen stößt unter anderem bei seinem Amtskollegen der anderen Bundesländer auf einige Skepsis.

Dem Beirat, dem neben Medizinern auch Verwaltungsfachleute und Verfassungsrechtler angehören, komme bei der Bestimmung des künftigen Umgangs mit der Pandemie eine besondere Rolle zu, sagte der Regierungschef. Angesichts der Tragweite der Ereignisse der vergangenen Monate und der Szenarien, die für die nächsten zwei Jahre für möglich gehalten würden, lege die rot-rot-grüne Landesregierung großen Wert auf die Expertise des Beirates.

Auf der Tagesordnung der ersten Sitzungen stehe gleich ein ganz besonders drängendes Thema - die Betreuung von Kindern in den Schulen und Kindergärten. Dabei gehe es nicht zuletzt um die Frage, ob und wie ein schulischer Regelbetrieb gestartet werden könne, "auch ohne dass ein wirksamer Impfstoff verfügbar ist", sagte der Ministerpräsident. Könnte der Beirat dazu Leitlinien formulieren, die dann den Ministerien als Arbeitsgrundlage dienen könnten, wäre das "von sehr großem Wert", so Ramelow.



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