Thüringer Landesregierung setzt auf "unverfälschtes Alltagswissen"

Erfurt (epd). Das von der Landesregierung geplante "Thüringer BürgerForum Covid-19" tritt in seine Realisierungsphase ein.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) und Justizminister Dirk Adams (Grüne) wollten noch im Laufe der Woche in einem an zufällig ausgewählte Thüringerinnen und Thüringer gerichteten Brief um eine Mitarbeit bitten, sagte ein Sprecher des Justizministeriums am Dienstag in Erfurt. Vorbild ist ein ähnliches Gremium in Baden-Württemberg.

Damit die gesellschaftliche Realität Thüringens im BürgerForum möglichst genau abgebildet werden könne, seien die 634 Gemeinden und Städte des Freistaats bei der Kandidatensuche nach ihrer Einwohnerzahl in Klassen eingeteilt worden. Dann seien aus diesen Klassen die Teilnehmerkommunen gezogen worden, hieß es. Innerhalb der so gefundenen Gemeinden werde bei der finalen Auswahl der Personen, die angeschrieben werden, auf eine repräsentative Verteilung nach Altersgruppen und dem Geschlecht geachtet.

"Wichtig ist, dass sich viele der Angeschriebenen zurückmelden, damit das BürgerForum schnell arbeitsfähig wird", erklärte der Ministerpräsident. Die Treffen sollen von Mai bis Ende Juli 2021 in den frühen Abendstunden und online durchgeführt werden. "Wir werden transparent über alle weiteren Schritte informieren", sagte Justizminister Adams.

Mit dem aus 40 bis 50 Männern und Frauen bestehenden Forum will die Landesregierung das "unverfälschte Alltagswissen" der Bürgerinnen und Bürger in der Corona-Krise für ihre Entscheidungen nutzbar machen. Sie lässt sich bereits von einem wissenschaftlichen Corona-Beirat beraten.



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