01.07.2021
EKM-Rundverfügung/ Aktuelle Informationen aus dem Krisenstab

Neue EKM-Rundverfügung:

Aufgrund von Art. 63 Abs. 2 Nr. 1 und 7 Kirchenverfassung der EKM hat das Kollegium des Landeskirchenamtes auf seiner Sitzung am 8. Juni 2021 eine neue Rundverfügung (siehe "Download") mit Wirkung für die Kirchengemeinden, Kirchenkreise und landeskirchlichen Stellen erlassen. Sie tritt am 10.06.2021 in Kraft.

Die Infiziertenzahlen haben sich im Bereich der EKM in den letzten Wochen stark reduziert. Trotzdem sind Corona-bedingte Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer noch notwendig, um diese Entwicklung zu verstetigen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Damit steht das kirchliche Handeln weiterhin unter besonderen Voraussetzungen. Das Landeskirchenamt gibt dazu im Rahmen der staatlichen Regelungen Perspektiven zum kirchlichen Handeln sowie verbindliche Vorgaben für die Erstellung eines Infektionsschutzkonzeptes und Empfehlungen für kirchliche Arbeitsfelder heraus. Das Kollegium wird bei sich ändernden staatlichen Regelungen weiterhin Anpassungen vornehmen.

 

Aktuelles aus dem EKM-Krisenstab:


Kirchlicher Dienst und Lockerungen der Coronabeschränkungen

Der Krisenstab stellt fest, dass sich die Rahmenbedingungen für den Kirchlichen Dienst aufgrund des zurückgehenden Pandemiegeschehens und der Länderregelungen spürbar verbessert haben. Die sogenannte Bundesnotbremse ist mit dem Sinken der Inzidenzen unter 100 nicht bestimmend. Die Regelungen der Bundesländer und die Verordnungen der Landkreise und kreisfreien Städte sind damit wieder maßgebend für unsere Arbeit.

Vor diesem Hintergrund ermutigen wir, aktiv die Planungen für den Sommer anzugehen. Die insgesamt entspanntere Lage, eröffnet - abhängig von den jeweiligen Inzidenzen - Möglichkeiten für den Dienst auf allen kirchlichen Handlungsfeldern, die aktiv und fröhlich zu gestalten sind. Dafür sind wir dankbar. Die Gemeindeglieder und alle, für die unsere Kirche Verantwortung trägt, sollen spüren dürfen, dass wir nach den belastenden Monaten der weitgehenden Einschränkungen auch jetzt mit ihnen unterwegs bleiben. Gerade jetzt, wo mit den Öffnungen der Optimismus zurückkehrt, kommt es darauf an, da zu sein für alle, bei denen die Krise Grundfragen ihrer Existenz berührt und auch Fragen aufgeworfen hat, die mit dem Abflauen der Pandemie nicht beantwortet sind. Auch die Trauernden und diejenigen, die wirtschaftlich von der Krise hart getroffen sind, brauchen Trost und Begleitung.

Vor dem Hintergrund der weiter sehr unterschiedlichen Einschätzung der Pandemiesituation bittet der Krisenstab wiederholt, dass unterschiedliche Positionen in unseren Gemeinden gelebt werden können und wir einander mit Toleranz und Verständnis begegnen. Aktuell ist die Situation für unsere Mitarbeitenden im Verkündigungsdienst aufgrund des unterschiedlichen Impfstatus bisweilen etwas angespannt. Wir bitten darum, dass wir weiterhin einfühlsam und verständnisvoll miteinander unterwegs bleiben. Sofern Sie Bedarf haben, über diese Situation ins Gespräch zu kommen, stehen Ihnen die Superintendentinnen und Superintendenten und selbstverständlich der Personaldezernent zur Verfügung. Im Hinblick auf die unterschiedliche Haltung zum Impfen auch in unserer Mitarbeiterschaft bitten wir ebenso um gegenseitiges Verständnis.

 

Verordnungen der Landkreise und Kreisfreien Städte

Selbstverständlich sind in Einzelfällen Kontaktaufnahmen mit den örtlichen Gesundheitsämtern wichtig, wenn Klarheit für einzelne Veranstaltungsformate gewonnen werden soll. Insbesondere für Thüringen verweisen wir auf die Stufentabelle hin: www.https://www.tmasgff.de/fileadmin/user_upload/gesundheit/covid-19/verordnung/21-06- 02_coronavo_uebersicht.pdf.de. Sie gibt hilfreiche Orientierung für alle Überlegungen zu anstehenden Planungen.

 

SARS-CoV-2-Testkonzept für Mitarbeitende des Landeskirchenamtes und der zugeordneten unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke

1. Allgemeines
Am 14.04.2021 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung mit Wirkung zum 20.04.2021 verabschiedet. Am 25.06.2021 erfolgte eine Neufassung der SARS-CoV-2- Arbeitsschutzverordnung mit Wirkung zum 01.07.2021. Das nachfolgende SARS-CoV-2-Testkonzept soll einen Rahmen für die Durchführung von freiwilligen Antigen-Selbsttests festlegen.

2. Zum Testkonzept
2.1. Unterschied zwischen PCR-Test, Antigen-Schnelltest und Antigen-Selbsttest
PCR -Test: Die Durchführung erfolgt ausschließlich durch medizinisches Fachpersonal und wird im Labor ausgewertet (Ergebnis in 1 – 2 Tagen).
Antigen-Schnelltest: Die Durchführung muss durch medizinisch geschultes Personal erfolgen, das Ergebnis kann sofort vor Ort mitgeteilt werden.
Antigen-Selbsttest: Die Durchführung erfolgt durch den zu Testenden selbst anhand der Gebrauchsanweisung des Herstellers.
Schnelltests und Selbsttests sind zwar in der Handhabung unterschiedlich, aber in der Testgenauigkeit identisch. Eine Studie der Berliner Charité zeigt, dass die angeleiteten Selbstabstriche nicht schlechter als professionelle Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum sind. Für das Landeskirchenamt und die zugeordneten unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke werden die Selbsttests favorisiert.

2.2. Selbsttests
Jedem Mitarbeitenden werden im Abstand von einer Woche zwei freiwillige Selbsttests angeboten. Die Durchführung und die korrekte Anwendung der Tests obliegen dem jeweiligen Mitarbeitenden. Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch den Test eintreten, werden durch die Landeskirche nicht übernommen. Weiterhin hat der Mitarbeitende bei der eigenverantwortlichen Anwendung der Selbsttests strengstens auf die durch den Hersteller mitgelieferte Testanleitung zu achten. Die dort beschriebenen Schritte sind zwingend einzuhalten.

In der Anlage 1 finden Sie diesbezüglich eine Einwilligungserklärung, die durch den Mitarbeitenden einmalig abzugeben ist. Sollte ein positives Testergebnis festgestellt werden, ist der Mitarbeitende verpflichtet, über seinen Dienstvorgesetzten das Referat A4/Personal zu informieren, die Diensträume unverzüglich zu verlassen und sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Für das weitere Vorgehen erhält der Mitarbeitende mit Selbsttest ein Infoblatt: „Hinweise, wie mit einem positiven Testergebnis umzugehen ist“ (Anlage 2). Die zu verwendenden Selbsttests werden unentgeltlich durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) Mindestanforderungen für Tests festgelegt. Deshalb werden ausschließlich Tests verwendet, die auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht (§ 1 Abs. 1 RE) sind: https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Mitarbeitende, die einen Selbsttest durchführen, haben: - den Tag (Datum), - die Uhrzeit (Dauer) und - das Testergebnis zu dokumentieren (siehe Anlage 3 „Bescheinigung über das Vorliegen eines negativen oder positiven Antigen-Selbsttest“) Anschließend ist unverzüglich die ausgefüllte Bescheinigung an das Referat A4 – möglichst digital an reisekosten@ekmd.de - zur Dokumentation zu geben.

2.3. Wer wird getestet?
Verdachtsunabhängig soll allen Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes und der zugeordneten rechtlich unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke in Präsenz die Möglichkeit zum Selbsttest angeboten werden. Die Mitarbeitenden müssen symptomfrei, heißt ohne erkennbare Erkältungsanzeichen sein. Personen mit Symptomen wenden sich an ihren Hausarzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt. Für alle Besucherinnen und Besucher besteht grundsätzlich eine Maskenpflicht. Sofern diese nicht eingehalten werden kann, muss ein negativer Corona-Test (nicht älter als 24 Std.) vorgelegt werden.

2.4. Wo erhalte ich die Selbsttests?
Die Selbsttests werden durch das Landeskirchenamt zentral beschafft und an die unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke gesendet. Jede Einrichtung hat für den Start zwei Test-Sets je Mitarbeitenden erhalten. Die Einrichtungen bestellen im Landeskirchenamt unter Reisekosten@ekmd.de bedarfsgerecht weitere Tests. Die Dokumentation erfolgt mithilfe der Bescheinigung (Anlage 3). Mitarbeitende des Landeskirchenamtes Erfurt können sich die Selbsttests im Raum 055 abholen. Die Tests können auch per E-Mail unter Reisekosten@ekmd.de bestellt und über das Postfach ausgegeben werden. Mitarbeitende des Landeskirchenamtes Magdeburg können sich die Selbsttests in der Poststelle abholen.

2.5. Durchführung des Selbsttests:
Einmaliges Ausfüllen der Einwilligungserklärung (Anlage 1) - Selbsttest nach Gebrauchsanweisung des Herstellers vornehmen und Ergebnis abwarten - Testergebnis auf Bescheinigung ankreuzen (Anlage 3) - sofern positive Testung, Anlage 2 zwingend beachten - alle gebrauchten Materialien in den Plastikbeutel packen - Testergebnis Referat A4 - möglichst digital an reisekosten@ekmd.de – mitteilen (Anlage 3) 3. Geltungsdauer

Dieses Testkonzept ist ab dem 01.05.2021 und vorbehaltlich weiterer Verordnungen/Informationen des Bundes vorerst bis zum 10.09.2021 gültig.

 

Beschluss der Konstituierenden Tagung der III. Landessynode:

Die Landessynode hat sich, angeregt durch den Antrag eines Synodalen, mit der Coronapandemie und den Auswirkungen auf Gesellschaft und Kirche beschäftigt: https://www.ekmd.de/asset/6fiiIJlvRG6_GzWdA0xcfQ/ds-13-2-2-b-corona-krise.pdf?ts=1618748402002 Die Landessynode unterstreicht ihre Anteilnahme für alle Menschen, die durch eine Corona-Erkrankung geliebte Menschen verloren haben. Sie dankt allen Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie, die unter den schwierigen Arbeitsbedingungen ihren Dienst versehen haben. Dazu würdigt sie, dass alle Arbeitsgebiete unter hohem Entscheidungsdruck angemessene Formen der Arbeit gefunden haben. Sie bittet alle Gremien, die Entscheidungen zu treffen haben, trotz unterschiedlicher Sichtweisen zusammen zu bleiben und verantwortungsvoll zu agieren. Die Landessynode distanziert sich klar von jeglicher Corona-Leugnung.



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