22.09.2021
EKM-Rundverfügung/ Aktuelle Informationen aus dem Krisenstab

Neue EKM-Rundverfügung:

Aufgrund von Art. 63 Abs. 2 Nr. 1 und 7 Kirchenverfassung der EKM hat das Kollegium des Landeskirchenamtes auf seiner Sitzung am 8. Juni 2021 eine neue Rundverfügung (siehe "Download") mit Wirkung für die Kirchengemeinden, Kirchenkreise und landeskirchlichen Stellen erlassen. Sie tritt am 10.06.2021 in Kraft.

Die Infiziertenzahlen haben sich im Bereich der EKM in den letzten Wochen stark reduziert. Trotzdem sind Corona-bedingte Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer noch notwendig, um diese Entwicklung zu verstetigen und das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. Damit steht das kirchliche Handeln weiterhin unter besonderen Voraussetzungen. Das Landeskirchenamt gibt dazu im Rahmen der staatlichen Regelungen Perspektiven zum kirchlichen Handeln sowie verbindliche Vorgaben für die Erstellung eines Infektionsschutzkonzeptes und Empfehlungen für kirchliche Arbeitsfelder heraus. Das Kollegium wird bei sich ändernden staatlichen Regelungen weiterhin Anpassungen vornehmen.

 

Aktuelles aus dem EKM-Krisenstab (Stand: 21.09.2021):

1. Grundsätzliche Hinweise:
Der Krisenstab befürwortet außer bei Gottesdiensten (Siehe 2.!) grundsätzlich das 3G-Modell für den Zugang zu kirchlichen Veranstaltungen. Das 2G-Zugangsmodell wird in Verordnungen der Bundesländer ermöglicht. Damit kann nachweislich (!) Genesenen und Geimpften sowie Kindern und Jugendlichen freier Zugang zu Veranstaltungen ohne Platzbeschränkungen bzw. Abstandsvorgaben und Maskenpflicht gewährt werden. Allerdings ist auszuschließen, dass damit ungeimpfte Menschen ausgegrenzt werden. Die für ungeimpfte Kinder und Jugendliche in diesem Zusammenhang geltenden Altersbegrenzungen sind unterschiedlich. In Brandenburg wird das vollendete 12. Lebensjahr, in Sachsen-Anhalt das 18. Lebensjahr benannt. Diese lockere Regelung kann dann von den örtlichen Behörden verschärft werden, wenn das Infektionsgeschehen über die Inzidenzzahl 35 steigt und die Einschätzungen der zuständigen Ämter unter Einbeziehung der Impfquote, der schweren Krankheitsverläufe und der Zahlen der ITS-Belegung dies für geboten halten. Es bleibt wie bisher wichtig, dass Kirchengemeinden und -kreise den engen Kontakt zu den zuständigen Behörden der Kreisfreien Städte und Landkreise halten. Für Thüringen und Sachsen ist die 2G-Regel nicht so grundsätzlich wie z. B. in Sachsen-Anhalt eingeführt, kann aber in einigen Teilbereichen handlungsleitend sein.

2. Gottesdienste:
Hier bleibt es defacto bei den über den Sommer gewohnten Regeln. Weder die 3G-Regel noch die 2GRegel soll hier durchgesetzt werden, weil sie Menschen von der Teilnahme ausschließt. Das bedeutet also, dass der Abstand einzuhalten ist und auf den Verkehrsflächen qualifizierter Mundschutz zu tragen ist. Der darf am Platz abgenommen werden. Alle Verordnungen der Länder erwarten weiterhin von den Kirchen, dass die Hygienekonzepte eingehalten werden. Die Regelungen der letzten Rundverfügung der EKM zu diesem Themengebiet haben weiterhin Gültigkeit. https://www.ekmd.de/asset/nPzKqx-uR8eBwDfSgMbo1Q/info-nr-72-2021-06-08-rundverfuegung-landeskirchenamt-nr-4-2021.pdf

3. Kirchenmusik und kirchenmusikalische Kreise:
Gespräche der letzten Wochen haben gezeigt, dass kirchenmusikalische Proben auch ohne Abstand durchgeführt werden können. Dafür sehen die Kreiskantorinnen und -kantoren folgende vier Möglichkeiten: Es wird empfohlen, nach Klärungen vor Ort die Genehmigung zu erwirken, Chorproben ohne Abstand unter der 3G-Regelung (1) zu ermöglichen. Als zweitbeste Lösung wäre auch die 2G-Regelung (2) denkbar. Dafür sind dann die jeweiligen Regelungen der Länder zu beachten, insbesondere auch die Anzeigepflichten. Alternativ kann den genehmigenden Behörden das Testen des gesamten Chores vor jeder Probe (3) vorgeschlagen werden, unabhängig davon, ob geimpft, genesen oder nur getestet. Als weitere Option (4) könnten Geimpfte und Genesene ohne Abstand sowie nicht Geimpfte und nicht nachweislich Genesene einzeln im Abstand von zwei Metern sitzen oder stehen. Für diese Option wäre eine besondere Genehmigung erforderlich. Die Wahl der Optionen kann nur vor Ort, ggf. für verschiedene Gruppen auch unterschiedlich erfolgen. Dabei sollte beachtet werden, dass nicht alle Menschen geimpft werden können und insbesondere für diese die Anwendung der 2G-Regelung eine besondere Härte bedeutet. Es bleibt den Leitungen der Chöre und Instrumentalgruppen vorbehalten, Konzerte in üblicher Aufstellung ohne Abstand unter 2G-Regelung zu ermöglichen, wenn alle Personen freiwillig ihren 2G-Nachweis vorlegen. Es muss geprüft werden, inwiefern diese Entscheidung die Chorgemeinschaft belastet. Dies setzt natürlich zwingend voraus, dass auch die Kantorinnen und -kantoren einen 2G-Schutz nachweisen können. In diesem Zusammenhang weisen wir ausdrücklich darauf hin, dass „genesen“ voraussetzt, dass es eine amtliche Bestätigung zu diesem Status gibt. Die einfache Selbstaussage, von einer Erkrankung geheilt zu sein, reicht nicht aus. Die Kontrolle der Nachweise kann einer Vertrauensperson des Chores übertragen werden. Für die Konzertbesucher sollte es keine Einschränkungen geben.

4. Arbeit mit Kindern und Jugendlichen:
Die Unterscheidung des Impfstatus bei der Teilhabe an Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist nicht sinnvoll und birgt die Gefahr der Ausgrenzung. Angebote der Jugendarbeit unterscheiden im Hinblick auf das Alter nicht zwischen über bzw. unter 18-Jährige. Junge Menschen dürfen nicht ausgeschlossen werden. Alle sollen sich willkommen wissen. Die Verantwortlichen werden gebeten, auf die Anwendung von 2G zu verzichten. Im Hinblick auf die unterschiedlichen Veranstaltungsformate dieses bunten Arbeitsbereiches verweisen wir weiterhin auf die Webseite unseres Kinder- und Jugendpfarramtes https://www.ekmd.de/aktuell/corona/konfirmationen-kinder-und-jugendarbeit.html und die Hinweise der Information aus dem Krisenstab vom 31. August 2021.

5. Seelsorge:
Aktuell ist Seelsorge unter weitgehend „normalen“ Rahmenbedingungen möglich. Die Verordnung in Sachsen-Anhalt erlaubt ausdrücklich das Abweichen von der Abstandsregel. In Thüringen wird festgestellt, dass in Pflegeheimen und Krankenhäusern Seelsorge trotz Infektionen zu ermöglichen ist. Sollten trotzdem Einschränkungen dieses Dienstes geschehen, bitten wir um Informationen an die zuständige Superintendentur und die Fachreferentin Seelsorge (gabriele.lipski@ekmd.de).

6. Gemeindekreise:
Der Grundduktus aller Landesverordnungen, Kontakte auf das nötige Maß zu beschränken, sollte uns nicht daran hindern, unter Beachtung der Hygieneregeln Zusammenkünfte der Gruppen zu ermöglichen.

7. Weitere Hinweise:
Die aktuell geltende Rundverfügung wird in den nächsten Wochen überarbeitet und vom Kollegium neu beschlossen. Ebenso wird in den kommenden Tagen die Webseite der EKM https://www.ekmd.de/aktuell/corona/ von einzelnen Regelungen und Empfehlungen zur Arbeit unter den Pandemiebedingungen schrittweise entlastet.

 

SARS-CoV-2-Testkonzept für Mitarbeitende des Landeskirchenamtes und der zugeordneten unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke

 

1. Allgemeines
Am 14.04.2021 hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales die Zweite Verordnung zur Änderung der SARS-CoV-2-Arbeitsschutzverordnung mit Wirkung zum 20.04.2021 verabschiedet. Am 25.06.2021 erfolgte eine Neufassung der SARS-CoV-2- Arbeitsschutzverordnung mit Wirkung zum 01.07.2021. Das nachfolgende SARS-CoV-2-Testkonzept soll einen Rahmen für die Durchführung von freiwilligen Antigen-Selbsttests festlegen.

2. Zum Testkonzept
2.1. Unterschied zwischen PCR-Test, Antigen-Schnelltest und Antigen-Selbsttest
PCR -Test: Die Durchführung erfolgt ausschließlich durch medizinisches Fachpersonal und wird im Labor ausgewertet (Ergebnis in 1 – 2 Tagen).
Antigen-Schnelltest: Die Durchführung muss durch medizinisch geschultes Personal erfolgen, das Ergebnis kann sofort vor Ort mitgeteilt werden.
Antigen-Selbsttest: Die Durchführung erfolgt durch den zu Testenden selbst anhand der Gebrauchsanweisung des Herstellers.
Schnelltests und Selbsttests sind zwar in der Handhabung unterschiedlich, aber in der Testgenauigkeit identisch. Eine Studie der Berliner Charité zeigt, dass die angeleiteten Selbstabstriche nicht schlechter als professionelle Abstriche aus dem Nasen-Rachen-Raum sind. Für das Landeskirchenamt und die zugeordneten unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke werden die Selbsttests favorisiert.

2.2. Selbsttests
Jedem Mitarbeitenden werden im Abstand von einer Woche zwei freiwillige Selbsttests angeboten. Die Durchführung und die korrekte Anwendung der Tests obliegen dem jeweiligen Mitarbeitenden. Haftung für etwaige Schäden oder Nachteile, die durch den Test eintreten, werden durch die Landeskirche nicht übernommen. Weiterhin hat der Mitarbeitende bei der eigenverantwortlichen Anwendung der Selbsttests strengstens auf die durch den Hersteller mitgelieferte Testanleitung zu achten. Die dort beschriebenen Schritte sind zwingend einzuhalten.

In der Anlage 1 finden Sie diesbezüglich eine Einwilligungserklärung, die durch den Mitarbeitenden einmalig abzugeben ist. Sollte ein positives Testergebnis festgestellt werden, ist der Mitarbeitende verpflichtet, über seinen Dienstvorgesetzten das Referat A4/Personal zu informieren, die Diensträume unverzüglich zu verlassen und sich in häusliche Quarantäne zu begeben. Für das weitere Vorgehen erhält der Mitarbeitende mit Selbsttest ein Infoblatt: „Hinweise, wie mit einem positiven Testergebnis umzugehen ist“ (Anlage 2). Die zu verwendenden Selbsttests werden unentgeltlich durch den Arbeitgeber zur Verfügung gestellt. Das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) hat in Abstimmung mit dem Robert-Koch-Institut (RKI) Mindestanforderungen für Tests festgelegt. Deshalb werden ausschließlich Tests verwendet, die auf der Internetseite des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) veröffentlicht (§ 1 Abs. 1 RE) sind: https://www.bfarm.de/DE/Medizinprodukte/Antigentests/_node.html Diese Liste wird kontinuierlich aktualisiert. Mitarbeitende, die einen Selbsttest durchführen, haben: - den Tag (Datum), - die Uhrzeit (Dauer) und - das Testergebnis zu dokumentieren (siehe Anlage 3 „Bescheinigung über das Vorliegen eines negativen oder positiven Antigen-Selbsttest“) Anschließend ist unverzüglich die ausgefüllte Bescheinigung an das Referat A4 – möglichst digital an reisekosten@ekmd.de - zur Dokumentation zu geben.

2.3. Wer wird getestet?
Verdachtsunabhängig soll allen Mitarbeitenden des Landeskirchenamtes und der zugeordneten rechtlich unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke in Präsenz die Möglichkeit zum Selbsttest angeboten werden. Die Mitarbeitenden müssen symptomfrei, heißt ohne erkennbare Erkältungsanzeichen sein. Personen mit Symptomen wenden sich an ihren Hausarzt, den ärztlichen Bereitschaftsdienst oder das Gesundheitsamt. Für alle Besucherinnen und Besucher besteht grundsätzlich eine Maskenpflicht. Sofern diese nicht eingehalten werden kann, muss ein negativer Corona-Test (nicht älter als 24 Std.) vorgelegt werden.

2.4. Wo erhalte ich die Selbsttests?
Die Selbsttests werden durch das Landeskirchenamt zentral beschafft und an die unselbständigen Dienste, Einrichtungen und Werke gesendet. Jede Einrichtung hat für den Start zwei Test-Sets je Mitarbeitenden erhalten. Die Einrichtungen bestellen im Landeskirchenamt unter Reisekosten@ekmd.de bedarfsgerecht weitere Tests. Die Dokumentation erfolgt mithilfe der Bescheinigung (Anlage 3). Mitarbeitende des Landeskirchenamtes Erfurt können sich die Selbsttests im Raum 055 abholen. Die Tests können auch per E-Mail unter Reisekosten@ekmd.de bestellt und über das Postfach ausgegeben werden. Mitarbeitende des Landeskirchenamtes Magdeburg können sich die Selbsttests in der Poststelle abholen.

2.5. Durchführung des Selbsttests:
Einmaliges Ausfüllen der Einwilligungserklärung (Anlage 1) - Selbsttest nach Gebrauchsanweisung des Herstellers vornehmen und Ergebnis abwarten - Testergebnis auf Bescheinigung ankreuzen (Anlage 3) - sofern positive Testung, Anlage 2 zwingend beachten - alle gebrauchten Materialien in den Plastikbeutel packen - Testergebnis Referat A4 - möglichst digital an reisekosten@ekmd.de – mitteilen (Anlage 3) 3. Geltungsdauer

Dieses Testkonzept ist ab dem 01.05.2021 und vorbehaltlich weiterer Verordnungen/Informationen des Bundes vorerst bis zum 10.09.2021 gültig.

 

Beschluss der Konstituierenden Tagung der III. Landessynode:

Die Landessynode hat sich, angeregt durch den Antrag eines Synodalen, mit der Coronapandemie und den Auswirkungen auf Gesellschaft und Kirche beschäftigt: https://www.ekmd.de/asset/6fiiIJlvRG6_GzWdA0xcfQ/ds-13-2-2-b-corona-krise.pdf?ts=1618748402002 Die Landessynode unterstreicht ihre Anteilnahme für alle Menschen, die durch eine Corona-Erkrankung geliebte Menschen verloren haben. Sie dankt allen Mitarbeitenden in Kirche und Diakonie, die unter den schwierigen Arbeitsbedingungen ihren Dienst versehen haben. Dazu würdigt sie, dass alle Arbeitsgebiete unter hohem Entscheidungsdruck angemessene Formen der Arbeit gefunden haben. Sie bittet alle Gremien, die Entscheidungen zu treffen haben, trotz unterschiedlicher Sichtweisen zusammen zu bleiben und verantwortungsvoll zu agieren. Die Landessynode distanziert sich klar von jeglicher Corona-Leugnung.



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