02.07.2020
Gottesdienste

Rundverfügung des Landeskirchenamtes zu "Perspektiven für kirchliches Handeln im weiteren Verlauf der Corona-Pandemie":

Das Kollegium des Landeskirchenamtes hat auf seiner Sitzung am 19. Mai 2020 eine neue Rundverfügung erlassen, die am 20. Mai 2020 in Kraft tritt. Sie enthält u.a. Vorgaben für ein Infektionsschutzkonzept für Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen.

"Die Lockerungen der Ausgangsbeschränkung seitens der Bundesländer führen weiterhin zu vielen Anfragen, unter welchen Bedingungen kirchliches Handeln derzeit und in naher Zukunft möglich ist. Das Landeskirchenamt gibt dazu im Rahmen der staatlichen Regelungen nachfolgende Perspektiven auf die theologischen und ethischen Grundlagen, verbindliche Vorgaben für die Erstellung eines Infektionsschutzkonzeptes und Empfehlungen für kirchliche Arbeitsfelder auch auf der Grundlage von Überlegungen anderer Kirchen in der EKD, Absprachen mit der katholischen Kirche und den Bundesländern heraus. Dabei kann nur der Stand zum jetzigen Zeitpunkt berücksichtigt werden. Das Kollegium wird laufende Anpassungen an die sich ändernden staatlichen Regelungen vornehmen. Darüber hinaus sind die Hinweise auf Landkreisebene (kreisfreie Städte), aus dem Krisenstab und den fachaufsichtsführenden Stellen der EKM zu beachten."

 

Die Rundverfügung finden Sie unter "Downloads" auf dieser Seite.

 

Regelungen der Länder:

In Thüringen dürfen Gottesdienste unter Wahrung der Hygienestandards wieder stattfinden. Anträge oder Anzeigen sind nicht erforderlich. Sonderregelungen für Veranstaltungen unter freiem Himmel gibt es nicht mehr. Eine absolute Teilnehmerbegrenzung enthält die Verordnung nicht, sondern entsprechend der jeweiligen Raum-/Flächengröße ergibt sich unter Beachtung der Abstandsregeln eine Teilnehmergrenze. Das Infektionsschutzkonzept der Rundverfügung ist das „Gerüst“ für das örtliche Konzept.
Die aktuelle Corona-Verordnung des Freistaats Thüringen im Wortlaut gibt es hier: https://corona.thueringen.de/behoerden/ausgewaehlte-verordnungen/

In Sachsen-Anhalt sind Gottesdienste wieder erlaubt. Die Anzahl der zulässigen Teilnehmer bestimmt sich aus der Größe der Kirche und der Einhaltung der Abstandsregeln. Das Schutzkonzept der Rundverfügung für Gottesdienste ist maßgeblich und auf den Raum und die vorhandenen Möglichkeiten vor Ort umzusetzen.
Die 7. Corona-Verordnung des Landes Sachsen-Anhalt gibt es hier: https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/fileadmin/Bibliothek/Politik_und_Verwaltung/Geteilte_Ordner/Corona_Verordnungen/Dokumente/VO_Siebte_SARS-Co-2-EindaemmungsVO.PDF

In Sachsen sind Gottesdienste unter bestimmten Abstands- und Hygieneregeln zugelassen. Eine zahlenmäßige Begrenzung gibt es nicht mehr:  https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Corona-Schutz-Verordnung-2020-06-25.pdf

In Brandenburg sind ab 28. Mai Gottesdienste unter freiem Himmel mit bis zu 150 Personen und in geschlossenen Räumen mit bis zu 75 Personen erlaubt: https://www.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.669399.de

 

Taufen, Hochzeiten und Trauerfeiern:

Aus der Rundverfügung der EKM:
Taufen und Trauungen sind im Rahmen der Zulässigkeit von Gottesdiensten möglich. Öfter als bislang sollen sie außerhalb des normalen Gemeindegottesdienstes und/oder im kleinen Kreis stattfinden. Bei der Taufe sind die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, d. h. die/der Taufende trägt Mundschutz, da der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Die Zulässigkeit der Kasualgottesdienste betrifft nur die Gottesdienste selbst. Anschließende Familienfeierlichkeiten sind davon nicht erfasst.

Bei Trauerfeiern sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Derzeit gibt es in Bundesländern mitunter unterschiedliche Regelungen für Gottesdienste und Trauerfeiern (siehe unter Downloads). Ein Trauergottesdienst ist ein Gottesdienst. Es ist darauf zu achten, dass er entweder nach den staatlichen Regeln für Trauerfeiern oder für Gottesdienste abgehalten wird. Ratsam sind Absprachen mit den örtlichen Behörden. Es ist zu überlegen, ob den Angehörigen ein Gottesdienst oder eine Art des Gedenkens zum Jahrestag des Todes angeboten werden kann.


Regelung Corona-Verordnung Freistaat Thüringen:
Für Trauerfeiern und Eheschließungen gibt es keine zahlenmäßigen Beschränkungen mehr. Es gelten aber die Abstands- und Hygienevorschriften. Daraus ergeben sich Beschränkungen der Teilnehmerzahlen beispielsweise für Trauerhallen, Friedhöfe oder Kirchen.


Regelung 7. Corona-Verordnung Sachsen-Anhalt:
Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sollen auf eine maximale Teilnehmerzahl von 250 Menschen begrenzt werden. Ab 29. August wird die Zahl auf 500 Menschen erhöht. Die Regelungen gelten den Angaben zufolge für "fachkundig organisierte Veranstaltungen" (z.B. kirchliche und standesamtliche Trauungen sowie Beisetzungen). Ausgeschlossen bleiben weiterhin Clubs und Diskotheken sowie Volksfeste.

 

Online-Kollekte

Ab sofort kann man in der EKM die Kollekte auch online abgeben. Die Landeskirche hat dazu eine entsprechende einfache Möglichkeit auf der Website geschaffen. Hier wird u.a. die gewünschte Höhe der Kollekte eingegeben sowie Name und Mailadresse. Auch der Erhalt einer Spendenquittung ist möglich Der Kollektenzweck richtet sich dabei nach dem üblichen Kollektenplan: www.ekmd.de/service/spenden-kollekten/ihre-spende/?evangelische-kirche-in-mitteldeutschland/spende

 

Kirchenmusik

Die Direktorenkonferenz Kirchenmusik hat derzeit verfügbare wissenschaftliche Äußerungen und Studien zusammengestellt zur Frage der Corona-Infektionsrisiken beim Musizieren. Diese Zusammenstellung finden Sie unter Downloads auf dieser Seite.

 

Rechtsfragen zur Übertragung von Gottesdiensten im Internet:

 

Die EKD hat Folgendes mitgeteilt:

Einstellen bzw. Einblenden von Noten und Liedtexten im Internet

Mit der VG Musikedition ist vereinbart, dass für den Zeitraum von sechs Monaten Lieder/Liedtexte im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten (max. 72 Stunden) Übertragung von Gottesdiensten, anderen kirchlichen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art sowie sonstigen gemeindlichen, nicht-kommerziellen Veranstaltungen zugänglich gemacht werden können . Gemeindegliedern können so Noten und Liedtexte online zur Verfügung gestellt werden, soweit die Rechte von der VG Musikedition wahrgenommen werden. Nicht urheberrechtlich geschützte Werke können unabhängig davon online gestellt werden.

Musikwiedergaben im Internet im Zusammenhang mit Gottesdiensten

Das Hochladen von urheberrechtlich geschützten Musikwerken auf YouTube und Social Media Plattformen sowie das Streaming oder der Download dieser Werke ist über die bestehenden Verträge mit den entsprechenden Betreibern abgegolten. Auf die Kirchengemeinden kommen somit keine Kosten zu. Die Art der Musikwiedergabe, live durch den Organist oder durch Tonträger, ist dabei unerheblich.

Für die Zeit, in der keine öffentlichen Gottesdienste durchgeführt werden können, ist die Nutzung von urheberechtlich geschützten Musikwerken im Rahmen des Streamings oder des Downloadens über die eigenen Website der Kirchengemeinde durch die bestehenden Pauschalverträge als abgegolten zu betrachten.

Es wird empfohlen, Gottesdienste nur für einen begrenzten Zeitraum im Internet abrufbar zu gestalten, da die Rechte durch Musikedition und GEMA nur befristet eingeräumt wurden (s.o.). Sollte dies nicht möglich sein, ist auf live-Übertragungen zuzugehen oder auf urheberrechtlich geschützte Werke zu verzichten.

Eine ausführliche Information zu Gema-Fragen finden Sie in folgendem Link auf der EKD-Seite: https://www.ekd.de/informationen-zur-gema-bei-youtube-54143.htm



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