07.10.2021
Gottesdienste

Generell gilt:

Hier bleibt es de facto bei den über den Sommer gewohnten Regeln. Weder die 3G-Regel noch die 2GRegel soll hier durchgesetzt werden, weil sie Menschen von der Teilnahme ausschließt. Das bedeutet also, dass der Abstand einzuhalten ist und auf den Verkehrsflächen qualifizierter Mundschutz zu tragen ist. Der darf am Platz abgenommen werden. Alle Verordnungen der Länder erwarten weiterhin von den Kirchen, dass die Hygienekonzepte eingehalten werden. Die Regelungen der letzten Rundverfügung der EKM zu diesem Themengebiet haben weiterhin Gültigkeit: https://www.ekmd.de/asset/nPzKqx-uR8eBwDfSgMbo1Q/info-nr-72-2021-06-08-rundverfuegung-landeskirchenamt-nr-4-2021.pdf

Bei Gemeindefesten empfiehlt sich der orientierende Blick auf die Regelungen und Vorgaben der Landesverordnungen zu den sonstigen Veranstaltungen.

Singen im Gottesdienst:
Da wir aktuell in unseren Gemeinden mehrheitlich unterhalb des oberen Basiswertes von 35 der Inzidenz liegen, ist Singen bei Wahren des Abstandes von 2 Metern ohne Maske möglich. Dies sei hier nochmal ausdrücklich vermerkt. Ebenso aus gegebenem Anlass möchte der Krisenstab darauf hinweisen, dass bei jeder Bewegung im Kirchenraum ein qualifizierter Mund-Nasenschutz zu tragen ist. Dies ist immer noch die wirkungsvollste Maßnahme gegen die Ansteckung, auch mit der Variante.


Rundverfügung des Landeskirchenamtes: "Perspektiven für kirchliches Handeln in der Corona-Pandemie"

Das Kollegium des Landeskirchenamtes hat auf seiner Sitzung am 8. Juni 2021 eine neue Rundverfügung erlassen. Diese finden Sie auf dieser Seite unter "Download".


App Evangelische Bank

Die Evangelische Bank bietet eine App, mit der Gottesdienstbesucher digital erfasst werden können (Alternative zur Anwesenheitsliste). Informationen dazu finden Sie unter "Downloads" auf dieser Seite (EinfachBesuchen-App).


Taufen, Hochzeiten und Trauerfeiern:

Aus der Rundverfügung der EKM:
Taufen und Trauungen sind im Gottesdienst möglich. Öfter als bislang sollen sie außerhalb des normalen Gemeindegottesdienstes bzw. im kleinen Kreis stattfinden. Bei der Taufe sind die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, d. h. die bzw. der Taufende trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung, da der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Hinweise für alternative liturgische Formen wurden vom Gemeindedienst erarbeitet. Die Zulässigkeit der Kasualgottesdienste betrifft nur die Gottesdienste selbst. Anschließende Familienfeierlichkeiten sind davon nicht erfasst.


Online-Kollekte

Ab sofort kann man in der EKM die Kollekte auch online abgeben. Die Landeskirche hat dazu eine entsprechende einfache Möglichkeit auf der Website geschaffen. Hier wird u.a. die gewünschte Höhe der Kollekte eingegeben sowie Name und Mailadresse. Auch der Erhalt einer Spendenquittung ist möglich Der Kollektenzweck richtet sich dabei nach dem üblichen Kollektenplan: www.ekmd.de/service/spenden-kollekten/ihre-spende/?evangelische-kirche-in-mitteldeutschland/spende


Rechtsfragen zur Übertragung von Gottesdiensten im Internet:

Die EKD hat Folgendes mitgeteilt:

Einstellen bzw. Einblenden von Noten und Liedtexten im Internet

Mit der VG Musikedition ist vereinbart, dass Lieder/Liedtexte im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten Übertragung von Gottesdiensten, anderen kirchlichen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art sowie sonstigen gemeindlichen, nicht-kommerziellen Veranstaltungen zugänglich gemacht werden können . Die ursprünglich geltende 72 -Stunden-Grenze ist nicht mehr Gegenstand der Vereinbarung. Gemeindegliedern können so Noten und Liedtexte online zur Verfügung gestellt werden, soweit die Rechte von der VG Musikedition wahrgenommen werden. Liedzettel zum Download dürfen aber nicht angeboten werden. Nicht urheberrechtlich geschützte Werke können unabhängig davon online gestellt werden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2022.

Musikwiedergaben im Internet im Zusammenhang mit Gottesdiensten

Die Verbreitung von Livestreams und Videos über YouTube und Facebook wird bei der GEMA durch YouTube bzw. Facebook selber abgegolten, die GEMA hat eigene Vereinbarungen mit den Plattformbetreibern. Es wird deshalb das Hochladen von Gottesdiensten und damit auch von urheberrechtlich geschützten Musikwerken auf diese Plattformen empfohlen.

Die Corona-Ausnahmeregelung für die Nutzung von GEMA-geschützten Musikinhalten auf Gemeindewebseiten wurde verlängert und gilt nun bis zum 31.12.2021. Diese Regelung beinhaltet auch Social-Media-Plattformen.

Die Regelung greift aber nur, wenn Musikrechte von Urhebern berührt sind, die durch die GEMA vertreten sind. Anderenfalls müssen die Gemeinden eine Lizenz bei den Urhebern bzw. Verwertungsgesellschaften beantragen.

Es wird empfohlen, Gottesdienste nur für einen begrenzten Zeitraum im Internet abrufbar zu gestalten.

Eine ausführliche Information zu Gema-Fragen und weiteren Fragen zur Gottesdienstgestaltung finden Sie in folgendem Link auf der EKD-Seite: https://www.ekd.de/informationen-zur-gema-bei-youtube-54143.htm

Die Evangelische Kirche in Baden hat sich intensiv mit dem Thema Online-Gottesdienste beschäftigt. Hinweise sind zu finden unter: https://www.ekiba.de/html/content/tipps_fuer_gemeinden_zu_digitalen_angeboten.html


Regelungen der Länder:

Thüringen: 

Durch die ab 3. Oktober 2021 wirksame Änderung der Verordnung von Ende Juni wurde ihre Geltungsdauer bis 31.Oktober 2021 verlängert und, wie angekündigt, das 2G/3G+-Optionsmodell (vgl. unten 5.) eingeführt. Eine Unterscheidung anhand von Schwellenwerten wird bei den einzelnen Handlungsformen nicht mehr vorgenommen. In § 251 ist für den Fall einer sich verschlechternden pandemischen Situation eine Handlungspflicht der örtlichen Behörden entsprechend den Maßgaben des Gesundheitsministeriums vorgesehen. Den Verabredungen zwischen den Bundesländern folgend ist dabei nicht allein die Sieben-Tage-Inzidenz entscheidend, sondern es sind zusätzlich die Zahl der Krankenhausneuaufnahmen und die Auslastung der Intensivstationen im Landkreis einzubeziehen. Aus der Gesamtschau ergibt sich ggf. eine „Warnstufe“, die Anlass für weitergehende Maßgaben im Landkreis ist. Ungeachtet der aktuell niedrigen Infiziertenzahlen gelten nach § 1 weiterhin die Grundsätze der Einhaltung des Mindestabstands von 1,5 Metern und der Verringerung der physisch-sozialen Kontakte zur Senkung der Ansteckungswahrscheinlichkeit. Physische Kontakte sollen auf das notwendige Maß beschränkt werden und Möglichkeiten der Zusammenkunft im Freien genutzt werden. Dies ist auch beim kirchlichen Handeln zu beachten. Deshalb sind vor Ort – ungeachtet der rechtlichen Zulässigkeit im Speziellen – Beschränkungen auf den notwendigen Teilnehmerkreis, Treffen im Freien, eine Verkürzung der Veranstaltungsdauer und die Möglichkeiten digitaler Angebote zu prüfen.

Für Anfang Oktober ist eine Anpassung der Verordnung angekündigt, die Näheres zum fakultativen 2G-Zugangsmodell und seinen Folgen enthält. In ihrer derzeitigen Fassung enthält die Verordnung hierzu keine Aussagen.

Kirchliche Veranstaltungen, zuvorderst die Gottesdienste, sind als religiösen Zwecken dienende Veranstaltungen nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 möglich. Zu beachten sind die allgemeinen infektionsschutzrechtlichen Maßnahmen. Besondere Vorgaben früherer Verordnungen (Anmeldepflichten für Veranstaltungen, Maßgaben für den Gemeindegesang, maximale Teilnehmerzahlen) enthält die aktuelle Verordnung nicht. Entsprechend der jeweiligen Raum-/Flächengröße ergibt sich unter Beachtung der Abstandsregeln aus der Rundverfügung eine Teilnehmergrenze. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist, insbesondere etwa durch Bodenmarkierungen bei Aus- und Eingang, sicherzustellen. Absolute Teilnehmergrenzen unabhängig von der Raumgrenze enthält die Verordnung nicht mehr.

Bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ist gemäß § 6 Abs. 4 Nr. 8 von mindestens 16jährigen Personen eine qualifizierte Gesichtsmaske gemäß § 6 Abs. 2 zu tragen. Am Sitzplatz (oder einem vergleichbar festen und markierten Stehplatz) kann die Maske abgenommen werden. Bei jüngeren Personen sind auch andere Mund-Nasen-Bedeckungen zulässig. Für Veranstaltungen unter freiem Himmel gibt es keine Vorgaben zur Maskenpflicht. Die im Gottesdienst Handelnden (z. B. PfarrerIn, LektorIn) dürfen darüber hinaus die Maske abnehmen, soweit dies für die Tätigkeit notwendig ist und der jeweils notwendige Mindestabstand sicher eingehalten werden kann. Einzuhalten sind die Infektionsschutzregeln nach den §§ 3–5 der Verordnung.

Das Infektionsschutzkonzept der Rundverfügung ist das „Gerüst“ für das örtliche Konzept nach § 5. Ergänzungsbedürftig sind Ausführungen zur Raumkapazität bzw. Flächenkapazität unter freiem Himmel unter Beachtung der Abstandsregeln und zu den Belüftungsmöglichkeiten.

Zum Gemeindegesang enthält die Verordnung keine einschränkenden Vorgaben mehr. Insoweit sind die Vorgaben und Empfehlungen der geltenden Rundverfügung und der VBG zu beachten. Wenn der Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Singenden nicht einzuhalten ist, gilt die Pflicht zum Tragen eines qualifizierten Mundschutzes. Änderungen in den Vorgaben der VBG werden wir nach der Bekanntgabe weiterleiten. Eine Pflicht zur vorherigen Anmeldung durch die Teilnehmer bei gottesdienstlichen Veranstaltungen – so sinnvoll ggf. die Anmeldung zur Vermeidung von Stauungen und Ansammlungen auch ist – enthält die Verordnung nicht. Auch besteht nach der Verordnung keine „Testpflicht“ (vgl. aber unter 3.Chor- und Orchesterproben). Eine Pflicht zur Führung einer Teilnehmerliste nach § 3 Abs. 4 besteht bei Gottesdiensten nicht, allerdings empfiehlt die Verordnung (vgl. § 1 Abs. 5) allgemein die Nutzung digitaler Kontaktnachverfolgungsprogram

§ 16 Abs. 2 enthält für Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern eine Pflicht zur Anzeige der Veranstaltung gegenüber der unteren Gesundheitsbehörde. Aufgrund der vom Landesverwaltungsamt in Weimar am 29. Januar 2021 ausgestellten „allgemeinen Erlaubnis“ sind Einzelanzeigen nicht erforderlich.

Eine Pflicht zur vorherigen Anmeldung durch die Teilnehmer bei gottesdienstlichen Veranstaltungen – so sinnvoll ggf. die Anmeldung zur Vermeidung von Stauungen und Ansammlungen auch ist – enthält die Verordnung nicht. Auch besteht nach der Verordnung keine „Testpflicht“ (vgl. aber unter 3.Chor- und Orchesterproben). Eine Pflicht zur Führung einer Teilnehmerliste nach § 3 Abs. 4 besteht bei Gottesdiensten nicht, allerdings empfiehlt die Verordnung (vgl. § 1 Abs. 5) allgemein die Nutzung digitaler Kontaktnachverfolgungsprogramme

Sonderregelungen zu kirchlichen Trauerfeiern und kirchlichen Trauungen gibt es nicht.

https://www.tmasgff.de/fileadmin/user_upload/Gesundheit/COVID-19/Verordnung/Lesefassung_ThuerSARS-CoV-2-IfS-MassnVO_01.06.2021.pdf

 

Sachsen-Anhalt:

Durch die ab 14. September 2021 geltende Anpassung der Corona-Verordnung aus dem Juni 2021 wird das 2-G-Zugangsmodell (Geimpfte und Genesene) eingeführt. Bei Anwendung dieses Modells haben nur Geimpfte und Genesene (sowie Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres) Zugang zur Veranstaltung, bei der dann die Maskenpflicht und das Abstandsgebot entfallen. Auch für die Kirchen ist die Nutzung dieses Modells ausdrücklich gestattet, sie sind für religiöse Veranstaltungen von der damit verbundenen Meldepflicht entbunden. Weiterhin abzuwarten bleibt, wie die Landkreise bei steigenden Inzidenzen von § 16 Gebrauch machen und auch für die Kirchen wirksame Einschränkungen verfügen. Maßgeblich sind weiterhin die Inzidenzwerte in den Landkreisen. Die Regelungen gehen von einem aktuellen Inzidenzwert von unter 35 aus. Bei der Überschreitung der SiebenTages-Inzidenz von 35 können die Landkreise und kreisfreien Städte einschränkende Regelungen erlassen. Sie werden dabei die Impfquote, die Anzahl der schweren Krankheitsverläufe, die Bettenbelegung in den Krankenhäusern und die ITS-Auslastung als weitere Indikatoren zusätzlich berücksichtigen

Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen
Die Kirchen und Religionsgemeinschaften regeln ihre Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung in eigener Verantwortung mit verpflichtender Wirkung (§ 3 Abs. 4). Vor diesem Hintergrund ist das Schutzkonzept der Rundverfügung für Gottesdienste grundsätzlich maßgeblich und auf den Raum und die vorhandenen Möglichkeiten vor Ort umzusetzen. Die Anzahl der zulässigen Teilnehmer bestimmt sich aus der Größe der Kirche und der Einhaltung der Abstandsregeln. Nach § 3 Absatz 4 ist das Hygieneschutzkonzept der aktuellen Infektionslage anzupassen. Hierfür sind die Empfehlungen und Maßgaben der Rundverfügung zum Gemeindegesang, zur generellen Maskenpflicht sowie zur Höchstzahl der Teilnehmenden für den Fall hoher Inzidenzwerte zu beachten. Die Anwendung des 2-G-Zugangsmodells für Gottesdienste ist wegen des damit verbundenen eingeschränkten Zugangs keine anzustrebende Option. Die Gemeindekirchenräte entscheiden darüber, ob und wie Gottesdienste stattfinden.

Kirchliche Trauerfeiern sind gestattet. Anschließende private Zusammenkünfte sind von dieser Regelung nicht erfasst, für sie gelten die Personenbeschränkungen nach § 3 Abs. 6 auf grundsätzlich 50 Personen.

Die „Trauungszeremonien“ nach § 3 Abs. 5 beziehen sich nur auf die standesamtlichen Eheschließungen. Kirchliche Trauungen sind Gottesdienste aus Anlass einer Eheschließung und unterfallen somit § 3 Abs. 4. Anschließende private Zusammenkünfte sind von dieser Regelung nicht erfasst, für sie gelten die Personenbeschränkungen nach § 3 Abs. 6 auf grundsätzlich 50 Personen (ohne Genesene und Geimpfte). Indem § 3 Abs. 4 keine Pflicht zum Führen eines Anwesenheitsnachweises enthält, sind bei Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen Anwesenheitslisten nicht erforderlich. Wegen § 3 Abs. 5 gilt dies nicht bei kirchlichen Trauerfeiern; dort sind Anwesenheitslisten zu führen. Ungeachtet dessen empfiehlt die Rundverfügung des Landeskirchenamtes, dass der Gemeindekirchenrat festlegt, Anwesenheitslisten zur Erleichterung der Kontaktnachverfolgung zu führen.

https://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/bsst/document/jlr-CoronaV14VSTrahmen

 

Sachsen:

Durch die Verordnung vom 21. September 2021 (wirksam seit 23. September 2021) wird inhaltlich den bestehenden Regelungen durch § 6a das sog. 2G-Optionsmodell hinzugefügt. Danach besteht bei den in § 6a Abs. 1 genannten Veranstaltungen keine Pflicht zum Mindestabstand und Maskentragen, wenn ausschließlich geimpfte und genesene Personen zugelassen sind. Bei Personen unter 16 Jahren kann der Impf-/Genesenennachweis durch einen Testnachweis ersetzt werden. Bei den Veranstaltungen nach § 6a Abs. 1 ist die Anwendung des 2G-Optionsmodells dem zuständigen Gesundheitsamt 3 Werktage vorher unter Angabe der § 6a Abs. 3 S. 2 vorgeschriebenen Daten mitzuteilen. Hinsichtlich der Anwendungsszenarien im kirchlichen Bereich wird auf die Mitteilung aus dem Krisenstab vom 21.9.2021 verwiesen.

§ 1 hält als Grundsatz fest, dass sämtliche Einrichtungen, Veranstaltungen und Öffnungen vorbehaltlich der anschließenden Beschränkungen möglich sind. Gleichwohl ist beim kirchlichen Handeln – ungeachtet der rechtlichen Zulässigkeit im Speziellen – zu beachten, dass damit weiterhin Schutzmaßnahmen vorgeschrieben und empfohlen werden. Deshalb sind vor Ort Beschränkungen auf den notwendigen Teilnehmerkreis, Treffen im Freien, Verkürzung der Veranstaltungsdauer und die Möglichkeiten digitaler Angebote zu prüfen.

Neben den Inzidenzwert im Sinne eines „Leitindikators“ treten Werte für die coronabasierten Einweisungen in Krankenhäuser (7-Tage-Inzidenz Hospitalisierungen), für die Krankenhausbelegung und die Auslastung der Intensivstationen (§ 2 Abs. 4, 5) als Auslöser für eine Vorwarnstufe gemäß § 8 und eine Überlastungsstufe nach § 9. Überschreitet der relevante Wert an fünf Tagen den Schwellenwert, treten ab dem übernächsten Tag Folgemaßnahmen in Kraft. Wird ein Schwellenwert an fünf Tagen unterschritten, treten ab dem übernächsten Tag die Folgemaßnahmen wieder außer Kraft. Beim Inzidenzwert gilt dies im Bereich des jeweiligen Landkreises, Vorwarn- und Überlastungsstufe haben Auswirkungen auf den gesamten Freistaat. Der jeweils geltende Wert wird vom Gesundheitsministerium bekannt gemacht.

Inzidenzwert zwischen 10 und 35:
Ausgangspunkt für die Regelungen der Verordnung ist ein Inzidenzwert zwischen 10 und 35 im Landkreis.
Gottesdienste, Gemeindekreise und andere kirchliche Veranstaltungen sind als religiöse Zusammenkünfte nach § 13 möglich. Das Muster-Infektionsschutzkonzept und die weiteren Maßgaben aus der Rundverfügung der Landeskirche sind die Regelung mit verpflichtender Wirkung im Sinne des § 13 und somit maßgeblich für die Durchführung. Die Teilnehmerbegrenzung ergibt sich aus der Möglichkeit den Sicherheitsabstand einzuhalten; eine absolute Personenbegrenzung gibt es nach der Landesverordnung nicht. Abhängig von der Inzidenzzahl im Landkreis sind die absoluten Teilnehmerbegrenzungen aus der Rundverfügung zu beachten. Trauungen, Gottesdienste zur Eheschließung und kirchliche Bestattungen/Trauergottesdienste unterliegen den für Gottesdienste getroffenen Regelungen aus der Rundverfügung. Gemeindegesang ist möglich und richtet sich nach den Vorgaben aus der aktuellen Rundverfügung des Landeskirchenamtes unter dem Stichwort „Gemeindegesang/Kirchenmusik“. Beschränkungen für kirchenmusikalische Proben und Konzerte enthält die Verordnung nicht. Nach § 6 Abs. 3 Nr. 1 besteht bei Gottesdiensten und allen anderen kirchlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen auf den „Verkehrsflächen“, d. h. wo sich Menschen bewegen und der Mindestabstand nicht sicher eingehalten werden kann, die Pflicht, eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung (also OP-Masken oder FFP2- 2 Masken) zu tragen. Am Sitzplatz bei Einhaltung des Mindestabstands besteht keine Maskenpflicht. Im Freien soll nach § 6 Abs. 1 eine Maske getragen werden, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Nach § 6 Abs. 2 Nr. 6 Buchst. c gilt die Maskenpflicht nicht für den jeweils Vortragenden. Eine Anwesenheitsliste ist nach der Verordnung nicht notwendig, da sie in § 13 nicht ausdrücklich vorgesehen ist. Nach § 5 Abs. 1 haben die jeweils Verantwortlichen vor Ort ein eigenes schriftliches Hygienekonzept unter Beachtung der Anforderungen des Infektionsschutzes zu erstellen und umzusetzen. Das Hygienekonzept ist für den jeweiligen Raum vorzuhalten und muss die spezifische Situation des Arbeitsfeldes (vgl. § 5 Abs. 1) berücksichtigen. Dabei sind für die einzelnen Nutzungsarten (z. B. Kirchenmusik) die Hinweise der VBG sowie die Vorgaben des Landes und der Landkreise zu beachten. Eine Orientierung an den Schutzmaßnahmen vergleichbarer Einrichtungen (Musikschulen, Schulen, Seniorenbegegnungsstätten) ist hilfreich und bietet Orientierung.

https://www.coronavirus.sachsen.de/download/Saechsische-Corona-Schutz-Verordnung_2021-09-21.pdf

 

Brandenburg:

Mit der Änderung der Verordnung vom 15.09.2021 wurde für das Land Brandenburg das 2-G-Zugangsmodell eingeführt. Bei Anwendung dieses Modells haben nur Geimpfte und Genesene (sowie Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 12. Lebensjahres) Zugang zur Veranstaltung, bei der dann die Maskenpflicht und das Abstandsgebot entfallen. Die Geltungsdauer der Verordnung bis 13.Oktober 2021 verlängert. Ziel der Regelungen ist aber weiterhin eine Verringerung der physischen Kontakte, um statistisch die Ansteckungswahrscheinlichkeit weiter gering zu halten – unabhängig davon wie ansteckungsgeneigt die jeweilige Kontaktart ist. Physische Kontakte sollen weiterhin beschränkt werden. Diese Reglungen sind auch beim kirchlichen Handeln grundsätzlich zu beachten.

Mit der Subsidiaritätsklausel in § 29 werden die Bundesregelungen der sogenannten „Notbremse“ bei Inzidenzwerten ab 100 und die Erleichterungen für Geimpfte und Genesene übernommen.

Für Gottesdienste gilt nach § 9 keine absolute Teilnehmergrenze. Die Teilnehmerzahl bleibt aber durch die erforderliche Einhaltung der besonderen Abstands- und Hygieneregeln nach § 9 beschränkt. Die Abstands- und Hygienestandards nach dem Infektionsschutzkonzept der Rundverfügung erfüllen diese besonderen Abstands- und Hygieneregeln. Diese Standards gelten auch für kirchliche Trauerfeiern, Trauungen und alle weiteren kirchlichen Veranstaltungen. Eine Anwesenheitsliste ist nach § 9 Abs. Nr. 2 Pflicht., ebenso das Tragen einer Medizinischen Maske nach Nr. 4. Er darf am Sitzplatz unter Einhaltung des Abstandes von 1,5 Metern abgenommen werden. Der Gemeindegesang in geschlossenen Räumen ist gestattet, wenn der Mindestabstand auf 2 Meter vergrößert wird. Die Gemeindekirchenräte entscheiden darüber, ob und wie Gottesdienste stattfinden. Infektionsschutzkonzepte sind auf der Grundlage der Vorgaben von § 7 zu erstellen

https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/sars_cov_2_umgv_15_06_2021



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