15.07.2021
Gottesdienste

Generell gilt:

In Innenräumen ist das Tragen eines medizinischen Mund-Nase-Schutzes (MNS) weiterhin erforderlich. Allerdings kann aktuell in allen Bundesländern der MNS am Sitzplatz abgenommen werden, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten wird. Soll in Innenräumen durch die Teilnehmenden gesungen werden, muss der MNS wieder getragen oder der Abstand zwischen den Teilnehmenden auf mindestens 2 Meter erhöht werden. Es ist vor Ort die jeweils angemessene Lösung zu finden.

Bei Gemeindefesten empfiehlt sich der orientierende Blick auf die Regelungen und Vorgaben der Landesverordnungen zu den sonstigen Veranstaltungen.


Rundverfügung des Landeskirchenamtes: "Perspektiven für kirchliches Handeln in der Corona-Pandemie"

Das Kollegium des Landeskirchenamtes hat auf seiner Sitzung am 8. Juni 2021 eine neue Rundverfügung erlassen. Diese finden Sie auf dieser Seite unter "Download".


App Evangelische Bank

Die Evangelische Bank bietet eine App, mit der Gottesdienstbesucher digital erfasst werden können (Alternative zur Anwesenheitsliste). Informationen dazu finden Sie unter "Downloads" auf dieser Seite (EinfachBesuchen-App).


Taufen, Hochzeiten und Trauerfeiern:

Aus der Rundverfügung der EKM:
Taufen und Trauungen sind im Gottesdienst möglich. Öfter als bislang sollen sie außerhalb des normalen Gemeindegottesdienstes bzw. im kleinen Kreis stattfinden. Bei der Taufe sind die hygienischen Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, d. h. die bzw. der Taufende trägt eine Mund-Nasen-Bedeckung, da der Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Hinweise für alternative liturgische Formen wurden vom Gemeindedienst erarbeitet. Die Zulässigkeit der Kasualgottesdienste betrifft nur die Gottesdienste selbst. Anschließende Familienfeierlichkeiten sind davon nicht erfasst.


Online-Kollekte

Ab sofort kann man in der EKM die Kollekte auch online abgeben. Die Landeskirche hat dazu eine entsprechende einfache Möglichkeit auf der Website geschaffen. Hier wird u.a. die gewünschte Höhe der Kollekte eingegeben sowie Name und Mailadresse. Auch der Erhalt einer Spendenquittung ist möglich Der Kollektenzweck richtet sich dabei nach dem üblichen Kollektenplan: www.ekmd.de/service/spenden-kollekten/ihre-spende/?evangelische-kirche-in-mitteldeutschland/spende


Rechtsfragen zur Übertragung von Gottesdiensten im Internet:

Die EKD hat Folgendes mitgeteilt:

Einstellen bzw. Einblenden von Noten und Liedtexten im Internet

Mit der VG Musikedition ist vereinbart, dass Lieder/Liedtexte im Zusammenhang mit der zeitgleichen und zeitversetzten Übertragung von Gottesdiensten, anderen kirchlichen Veranstaltungen gottesdienstlicher Art sowie sonstigen gemeindlichen, nicht-kommerziellen Veranstaltungen zugänglich gemacht werden können . Die ursprünglich geltende 72 -Stunden-Grenze ist nicht mehr Gegenstand der Vereinbarung. Gemeindegliedern können so Noten und Liedtexte online zur Verfügung gestellt werden, soweit die Rechte von der VG Musikedition wahrgenommen werden. Liedzettel zum Download dürfen aber nicht angeboten werden. Nicht urheberrechtlich geschützte Werke können unabhängig davon online gestellt werden. Diese Regelung gilt zunächst bis zum 31. Dezember 2022.

Musikwiedergaben im Internet im Zusammenhang mit Gottesdiensten

Die Verbreitung von Livestreams und Videos über YouTube und Facebook wird bei der GEMA durch YouTube bzw. Facebook selber abgegolten, die GEMA hat eigene Vereinbarungen mit den Plattformbetreibern. Es wird deshalb das Hochladen von Gottesdiensten und damit auch von urheberrechtlich geschützten Musikwerken auf diese Plattformen empfohlen.

Die Corona-Ausnahmeregelung für die Nutzung von GEMA-geschützten Musikinhalten auf Gemeindewebseiten wurde verlängert und gilt nun bis zum 31.12.2021. Diese Regelung beinhaltet auch Social-Media-Plattformen.

Die Regelung greift aber nur, wenn Musikrechte von Urhebern berührt sind, die durch die GEMA vertreten sind. Anderenfalls müssen die Gemeinden eine Lizenz bei den Urhebern bzw. Verwertungsgesellschaften beantragen.

Es wird empfohlen, Gottesdienste nur für einen begrenzten Zeitraum im Internet abrufbar zu gestalten.

Eine ausführliche Information zu Gema-Fragen und weiteren Fragen zur Gottesdienstgestaltung finden Sie in folgendem Link auf der EKD-Seite: https://www.ekd.de/informationen-zur-gema-bei-youtube-54143.htm

Die Evangelische Kirche in Baden hat sich intensiv mit dem Thema Online-Gottesdienste beschäftigt. Hinweise sind zu finden unter: https://www.ekiba.de/html/content/tipps_fuer_gemeinden_zu_digitalen_angeboten.html


Regelungen der Länder:

Thüringen: 

Angesichts der deutlich gesunkenen Infiziertenzahlen enthält die Verordnung vom 30. Juni 2021 weitere Öffnungsschritte. Eine Unterscheidung anhand von Schwellenwerten wird bei den einzelnen Handlungsformen nicht mehr vorgenommen; in § 251 ist jedoch für den Fall steigender Infektionszahlen für die Inzidenzwerte 35, 50 und 100 eine allgemeine Handlungspflicht der örtlichen Behörden vorgesehen. Die sog. „Bundesnotbremse“ nach § 28b IfSG mit Vorgaben für Inzidenzwerte über 100 ist mit Ablauf des 30. Juni 2021 außer Kraft getreten.

Kirchliche Veranstaltungen, zuvorderst die Gottesdienste, sind als religiösen Zwecken dienende Veranstaltungen nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 möglich. Zu beachten sind die allgemeinen infektionsschutzrechtlichen Maßnahmen. Besondere Vorgaben früherer Verordnungen (Anmeldepflichten für Veranstaltungen, Maßgaben für den Gemeindegesang, maximale Teilnehmerzahlen) enthält die aktuelle Verordnung nicht. Entsprechend der jeweiligen Raum-/Flächengröße ergibt sich unter Beachtung der Abstandsregeln aus der Rundverfügung eine Teilnehmergrenze. Der Mindestabstand von 1,5 Metern ist, insbesondere etwa durch Bodenmarkierungen bei Aus- und Eingang, sicherzustellen. Absolute Teilnehmergrenzen unabhängig von der Raumgrenze enthält die Verordnung nicht mehr.

Bei Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen ist gemäß § 6 Abs. 4 Nr. 8 von mindestens 16jährigen Personen eine qualifizierte Gesichtsmaske gemäß § 6 Abs. 2 zu tragen. Am Sitzplatz (oder einem vergleichbar festen und markierten Stehplatz) kann die Maske abgenommen werden. Bei jüngeren Personen sind auch andere Mund-Nasen-Bedeckungen zulässig. Für Veranstaltungen unter freiem Himmel gibt es keine Vorgaben zur Maskenpflicht. Die im Gottesdienst Handelnden (z. B. PfarrerIn, LektorIn) dürfen darüber hinaus die Maske abnehmen, soweit dies für die Tätigkeit notwendig ist und der jeweils notwendige Mindestabstand sicher eingehalten werden kann. Einzuhalten sind die Infektionsschutzregeln nach den §§ 3–5 der Verordnung.

Das Infektionsschutzkonzept der Rundverfügung ist das „Gerüst“ für das örtliche Konzept nach § 5. Ergänzungsbedürftig sind Ausführungen zur Raumkapazität bzw. Flächenkapazität unter freiem Himmel unter Beachtung der Abstandsregeln und zu den Belüftungsmöglichkeiten.

Zum Gemeindegesang enthält die Verordnung keine einschränkenden Vorgaben mehr. Insoweit sind die Vorgaben und Empfehlungen der geltenden Rundverfügung und der VBG zu beachten. Wenn der Mindestabstand von 2 Metern zwischen den Singenden nicht einzuhalten ist, gilt die Pflicht zum Tragen eines qualifizierten Mundschutzes. Änderungen in den Vorgaben der VBG werden wir nach der Bekanntgabe weiterleiten. Eine Pflicht zur vorherigen Anmeldung durch die Teilnehmer bei gottesdienstlichen Veranstaltungen – so sinnvoll ggf. die Anmeldung zur Vermeidung von Stauungen und Ansammlungen auch ist – enthält die Verordnung nicht. Auch besteht nach der Verordnung keine „Testpflicht“ (vgl. aber unter 3.Chor- und Orchesterproben). Eine Pflicht zur Führung einer Teilnehmerliste nach § 3 Abs. 4 besteht bei Gottesdiensten nicht, allerdings empfiehlt die Verordnung (vgl. § 1 Abs. 5) allgemein die Nutzung digitaler Kontaktnachverfolgungsprogram

§ 16 Abs. 2 enthält für Veranstaltungen mit mehr als zehn Teilnehmern eine Pflicht zur Anzeige der Veranstaltung gegenüber der unteren Gesundheitsbehörde. Aufgrund der vom Landesverwaltungsamt in Weimar am 29. Januar 2021 ausgestellten „allgemeinen Erlaubnis“ sind Einzelanzeigen nicht erforderlich.

Eine Pflicht zur vorherigen Anmeldung durch die Teilnehmer bei gottesdienstlichen Veranstaltungen – so sinnvoll ggf. die Anmeldung zur Vermeidung von Stauungen und Ansammlungen auch ist – enthält die Verordnung nicht. Auch besteht nach der Verordnung keine „Testpflicht“ (vgl. aber unter 3.Chor- und Orchesterproben). Eine Pflicht zur Führung einer Teilnehmerliste nach § 3 Abs. 4 besteht bei Gottesdiensten nicht, allerdings empfiehlt die Verordnung (vgl. § 1 Abs. 5) allgemein die Nutzung digitaler Kontaktnachverfolgungsprogramme

Sonderregelungen zu kirchlichen Trauerfeiern und kirchlichen Trauungen gibt es nicht.

https://www.tmasgff.de/fileadmin/user_upload/Gesundheit/COVID-19/Verordnung/Lesefassung_ThuerSARS-CoV-2-IfS-MassnVO_01.06.2021.pdf

 

Sachsen-Anhalt:

Durch die ab 14. Juli 2021 geltende Anpassung der geltenden Corona-Verordnung aus dem Juni 2021 werden Einschränkungen des öffentlichen Lebens reduziert. Großveranstaltungen mit mehr als 1.000 Personen werden erleichtert und Testpflichten (§ 16 Abs. 3, vgl. 4.) werden reduziert. Die angepasste Verordnung gilt bis zum 5. August 2021. Maßgeblich sind weiterhin die Inzidenzwerte in den Landkreisen. Als wichtige Schwellenwerte sind die Sieben-Tage-Inzidenzen 100, 50 und 35 vorgesehen. Die sog. „Bundesnotbremse“ nach § 28b IfSG, mit Regelungen bei einem Inzidenzwert oberhalb 100, ist mit Ablauf des 30. Juni 2021 außer Kraft getreten. Die Regelungen gehen von einem aktuellen Inzidenzwert von unter 35 aus. Bei der Überschreitung der Sieben-TagesInzidenz von 35 erlassen die Landkreise und kreisfreien Städte einschränkende Regelungen.

Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen
Die Kirchen und Religionsgemeinschaften regeln ihre Zusammenkünfte zum Zwecke der Religionsausübung in eigener Verantwortung mit verpflichtender Wirkung (§ 3 Abs. 4). Auf diesem Hintergrund ist das Schutzkonzept der Rundverfügung für Gottesdienste grundsätzlich maßgeblich und auf den Raum und die vorhandenen Möglichkeiten vor Ort umzusetzen. Die Anzahl der zulässigen Teilnehmer bestimmt sich aus der Größe der Kirche und der Einhaltung der Abstandsregeln. Nach § 3 Absatz 4 ist das Hygieneschutzkonzept der aktuellen Infektionslage anzupassen. Hierfür sind die Empfehlungen und Maßgaben der Rundverfügung zum Gemeindegesang, zur generellen Maskenpflicht sowie zur Höchstzahl der Teilnehmenden für den Fall hoher Inzidenzwerte zu beachten. Die Gemeindekirchenräte entscheiden darüber, ob und wie Gottesdienste stattfinden.

Kirchliche Trauerfeiern sind gestattet. Anschließende private Zusammenkünfte sind von dieser Regelung nicht erfasst, für sie gelten die Personenbeschränkungen nach § 3 Abs. 6 auf grundsätzlich 50 Personen.

Die „Trauungszeremonien“ nach § 3 Abs. 5 beziehen sich nur auf die standesamtlichen Eheschließungen. Kirchliche Trauungen sind Gottesdienste aus Anlass einer Eheschließung und unterfallen somit § 3 Abs. 4. Anschließende private Zusammenkünfte sind von dieser Regelung nicht erfasst, für sie gelten die Personenbeschränkungen nach § 3 Abs. 6 auf grundsätzlich 50 Personen (ohne Genesene und Geimpfte). Indem § 3 Abs. 4 keine Pflicht zum Führen eines Anwesenheitsnachweises enthält, sind bei Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen Anwesenheitslisten nicht erforderlich. Wegen § 3 Abs. 5 gilt dies nicht bei kirchlichen Trauerfeiern; dort sind Anwesenheitslisten zu führen. Ungeachtet dessen empfiehlt die Rundverfügung des Landeskirchenamtes, dass der Gemeindekirchenrat festlegt, Anwesenheitslisten zur Erleichterung der Kontaktnachverfolgung zu führen.

https://www.landesrecht.sachsen-anhalt.de/bsst/document/jlr-CoronaV14VSTrahmen

 

Sachsen:

Angesichts der weiterhin sinkenden Infiziertenzahlen und des fortschreitenden Impfprogramms enthält die Verordnung vom 22. Juni 2021 weiterhin deutliche Öffnungsschritte. Mit Wirkung vom 16. Juli 2021 wurde die Verordnung insbesondere hinsichtlich ihrer Regelungen zu Großveranstaltungen (§ 7) und der Maskenpflicht (§ 3) angepasst. Maßgeblich sind die Inzidenzwerte in den Landkreisen. Als Schwellenwerte sind die Sieben-Tage-Inzidenzen 165, 100, 50, 35 und 10 vorgegeben. Unterschreitet die Inzidenz im Landkreis an fünf Tagen einen Schwellenwert, ist ab dem übernächsten Tag der jeweilige Öffnungsschritt möglich. Überschreitet die Inzidenz im Landkreis an fünf Tagen den Schwellenwert, tritt der Öffnungsschritt ab dem übernächsten Tag wieder außer Kraft. Der jeweils im Landkreis geltende Öffnungsschritt wird vom Gesundheitsministerium bekannt gemacht. Die sog. „Bundesnotbremse“ nach § 28b IfSG. § 3 ist mit Ablauf des 30. Juni 2021 außer Kraft getreten. Bei den Regelungen ist zu beachten, dass die Verordnung regelmäßig im jeweiligen Absatz 1 ein Verbot für die jeweiligen Handlungsformen ausspricht, das in den folgenden Absätzen dann für den Fall der Unterschreitung der Schwellenwerter gelockert wird. § 1 empfiehlt weiterhin die Verringerung der physisch-sozialen Kontakte zur Senkung der Ansteckungswahrscheinlichkeit. Physische Kontakte sollen auf das notwendige Maß beschränkt werden. Dies ist auch beim kirchlichen Handeln – ungeachtet der rechtlichen Zulässigkeit im Speziellen – zu beachten. Deshalb sind vor Ort Beschränkungen auf den notwendigen Teilnehmerkreis, Treffen im Freien, Verkürzung der Veranstaltungsdauer und die Möglichkeiten digitaler Angebote zu prüfen. 

Unterschreitung des Inzidenzwertes von 10
Für den Fall der Unterschreitung des Schwellenwertes 10 regelt § 3, dass nur die in § 3 genannten Beschränkungen bestehen bleiben. Alle anderen Beschränkungen nach der Verordnung entfallen dann. Die Verordnung empfiehlt (§ 3 S. 2), in geschlossenen Räumen eine medizinische Mund-Nasen-Bedeckung zu verwenden. Für die Kirchengemeinden heißt dies im Ergebnis, dass sie bei ihren Angeboten zur Erstellung und Einhaltung des Hygienekonzeptes nach den Maßgaben der Rundverfügung verpflichtet sind. Testpflichten, Kontakterfassung, Beschränkungen der Teilnehmerzahlen usw. sind nicht mehr von der Verordnung vorgegeben. Mit Wirkung vom 26. Juli 2021 ist nach § 9 Abs. 1a vorgegeben, dass Beschäftigte nach einem mindestens fünf Werktage umfassenden Urlaub oder vergleichbaren Dienstunterbrechungen am ersten Tag der Arbeitsaufnahme einen tagesaktuellen Test vorlegen oder einen beaufsichtigten Test durchführen. Nach § 3 Nr. 5 gilt dies auch bei einem Inzidenzwert unter 10.

Maßgaben bei Überschreitung des Inzidenzwertes von 10
Gottesdienste und kirchliche Veranstaltungen
Gottesdienste und andere kirchliche Veranstaltungen sind nach § 16 Abs. 1 möglich. Die Teilnehmerbegrenzung ergibt sich aus der Möglichkeit den Sicherheitsabstand einzuhalten; eine absolute Personenbegrenzung gibt es nach der Landesverordnung nicht. Abhängig von der Inzidenzzahl im Landkreis sind die absoluten Teilnehmerbegrenzungen aus der Rundverfügung zu beachten. Trauungen, Gottesdienste zur Eheschließung und kirchliche Bestattungen/Trauergottesdienste sind Gottesdienste und unterliegen damit den für Gottesdienste getroffenen 2 Regelungen aus der Rundverfügung. Gemeindegesang ist möglich und richtet sich nach den Vorgaben aus der aktuellen Rundverfügung des Landeskirchenamtes unter dem Stichwort „Gemeindegesang/Kirchenmusik“. Nach § 5 Abs. 3 Nr. 1 besteht bei Gottesdiensten und allen anderen kirchlichen Veranstaltungen in geschlossenen Räumen die Pflicht einer medizinischen Mund-Nasen-Bedeckung (also OP-Masken oder FFP2-Masken) zu tragen. Im Freien ist nach § 5 Abs. 1 eine Maske zu tragen, sofern der Mindestabstand nicht eingehalten wird. Nach § 5 Abs. 2 Nr. 7 Buchst. d gilt die Maskenpflicht nicht für den jeweils Vortragenden. Eine Anwesenheitsliste ist nach der Verordnung nicht notwendig, da sie in § 16 nicht ausdrücklich vorgesehen ist. Das Muster-Infektionsschutzkonzept der Landeskirche ist die Regelung mit verpflichtender Wirkung im Sinne des § 16 Abs. 2 und somit maßgeblich für die Durchführung von Gottesdiensten und anderen Veranstaltungen. Nach § 6 Abs. 4 haben die jeweils Verantwortlichen vor Ort ein eigenes schriftliches Hygienekonzept zu erstellen und umzusetzen. Dabei sind für die einzelnen Nutzungsarten (z. B. Kirchenmusik) die Hinweise der VBG als ebenfalls „branchenspezifische Konkretisierungen der Unfallversicherungsträger“ sowie die Vorgaben des Landes und der Landkreise zu beachten. Entsprechend der Infektionslage ist die Konzeption für Veranstaltungen hinsichtlich einer Reduzierung der Teilnehmerzahl, zeitlichen Kürzung und Prüfung der Möglichkeiten eines Verzichts auf Präsenzangebote anzupassen.

https://www.coronavirus.sachsen.de/download/SMS-Saechsische-Corona-Schutz-Verordnung-2021-06-22-Lesefassung2021-07-14.pdf

 

Brandenburg:

Mit der Änderung der Verordnung vom 15.6.2021 werden die Einschränkungen des öffentlichen Lebens zu großen Teilen aufgehoben. Am 9. Juli 2021 wurde die Verordnung geändert: ihre Geltungsdauer wurde bis Ende Juli 2021 verlängert und wenige, das kirchliche Handeln nicht betreffende Änderungen wurden beschlossen. Ziel der Regelungen ist aber weiterhin eine Verringerung der physischen Kontakte, um statistisch die Ansteckungswahrscheinlichkeit weiter gering zu halten – unabhängig davon wie ansteckungsgeneigt die jeweilige Kontaktart ist. Physische Kontakte sollen weiterhin beschränkt werden. Diese Reglungen sind auch beim kirchlichen Handeln grundsätzlich zu beachten.

Mit der Subsidiaritätsklausel in § 29 werden die Bundesregelungen der sogenannten „Notbremse“ bei Inzidenzwerten ab 100 und die Erleichterungen für Geimpfte und Genesene übernommen.

Für Gottesdienste gilt nach § 7 keine absolute Teilnehmergrenze. Die Teilnehmerzahl bleibt aber durch die erforderliche Einhaltung der besonderen Abstands- und Hygieneregeln nach § 7 beschränkt. Die Abstands- und Hygienestandards nach dem Infektionsschutzkonzept der Rundverfügung erfüllen diese besonderen Abstands- und Hygieneregeln. Diese Standards gelten auch für kirchliche Trauerfeiern, Trauungen und alle weiteren kirchlichen Veranstaltungen. Eine Anwesenheitsliste ist nach § 7 Abs. Nr. 2 Pflicht., ebenso das Tragen einer Medizinischen Maske nach Nr. 4. Er darf am Sitzplatz unter Einhaltung des Abstandes von 1,5 Metern abgenommen werden. Der Gemeindegesang in geschlossenen Räumen ist gestattet, wenn der Mindestabstand auf 2 Meter vergrößert wird. Die Gemeindekirchenräte entscheiden darüber, ob und wie Gottesdienste stattfinden. Infektionsschutzkonzepte sind auf der Grundlage der Vorgaben von § 7 zu erstellen

https://bravors.brandenburg.de/verordnungen/sars_cov_2_umgv_15_06_2021



Ähnliche Artikel

NACHRICHTEN

Alles zum Thema Corona auf ekmd.de oder hier im blog

ANSPRECHPARTNER

Sie erreichen ihren zuständigen Pfarrer/in über die Gemeindesuche.

Bleiben Sie mit unseren Newslettern auf dem Laufenden.

Hier Abonnieren