26.11.2021
Konfirmationen | Kinder- und Jugendarbeit

Aktuelle Informationen aus dem EKM-Krisenstab vom 25.11.2021:

Kirchliche Arbeit mit Kindern und Jugendlichen:
Die folgenden exemplarischen Hinweise der aktuellen Länderverordnungen wollen eine Grundorientierung geben. Sie bedürfen angesichts der dynamischen Entwicklung der regelmäßigen Überprüfung.

Sachsen-Anhalt (gemäß 15. Verordnung vom 23.11.2021) https://coronavirus.sachsen-anhalt.de/amtliche-informationen/
Die Kirchen regeln die Hygieneschutzmaßnahmen für ihre religiösen Veranstaltungen entsprechend der Landesverordnung weiter selbst. Das gilt auch für die Kinder- und Konfirmandengruppen. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren sind bei den Angeboten im Arbeitsfeld von der Testpflicht, sofern sie symptomfrei sind, ausgenommen. Bis zum Beginn der Weihnachtsferien am 17.12.2021 erfolgen Testungen in den Schulen. Bei Angeboten der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen kann aus pädagogischen Gründen auf Abstandsregeln verzichtet werden. Selbstverständlich müssen den Verordnungen entsprechende Hygienekonzepte vorgehalten und dabei die Anwesenheiten dokumentiert werden. Bei den Krippenspielproben bleibt es bei den bisherigen Hinweisen (siehe unten).

Thüringen (gemäß Kabinettsbeschluss vom 23.11.2021)
In geschlossenen Räumen gilt ab jetzt die Zugangsregelung nach 3G auch für religiöse Veranstaltungen. Noch nicht eingeschulte symptomfreie Kinder sind genesenen/vollständig geimpften Personen gleichgestellt. Sie benötigen kein negatives Testergebnis. Für symptomfreie Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres reicht ein Nachweis über ein negatives Antigen-Testergebnis bzw. ein Nachweis über die regelmäßige Testung in der Schule. Ein mit den geltenden Verordnungen übereinstimmendes Hygienekonzept ist vorzuhalten, insbesondere sind der Mindestabstand und die Maskenpflicht, ab dem 6. Lebensjahr mit OP- oder FFP2- Maske, einzuhalten.

-> Für die Bundesländer Brandenburg und Sachsen beachten Sie bitte die Seiten der jeweiligen Landesjugendpfarrämter!


Hinweise zu Angeboten der Kinder- und Jugend/ Konfirmandenarbeit / Kirchenmusikalische Gruppen

Krippenspielproben sind Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen. Dementsprechend sind die Regelungen der Verordnungen für Angebote der Kinder- und Jugendarbeit anzuwenden. Für die Proben gelten die 3G-Zugangsregeln. Von der Testpflicht sind Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Sachsen-Anhalt ausgenommen; Mitarbeitende müssen sich jedoch entsprechend den jeweils geltenden örtlichen Vorgaben testen lassen. Für Ehrenamtliche sollten die Kosten der Tests vom Veranstaltungsträger übernommen werden. Solange es keine angeordneten Einschränkungen aufgrund der Infektionszahlen gibt, können Krippenspielproben ohne Maske durchgeführt werden. In Thüringen ist ein qualifizierter Mundschutz bei Bewegung in geschlossenen Räumen für Menschen ab 16 Jahren Pflicht; unter 16 reicht ein einfacher Mundschutz.

In vielen Krippenspielen sind Lieder integriert. Singen wird mit 2 Meter Abstand empfohlen (in Sachsen-Anhalt vorgeschrieben). Es können die Regeln für das Singen in Chören angewendet werden (siehe "Kirchenmusik"). Im Infektionsschutzkonzept kann auf verbindliche Selbsttests aller (!) Teilnehmenden vor den Proben verwiesen werden. In Thüringen sind für Chorgesang in geschlossenen Räumen Testungen für Ungeimpfte vorgeschrieben. Auf die Sicherstellung der Kontaktnachverfolgung (in Sachsen-Anhalt ab 10 TN zzgl. Leitung) und die Vorlage eines Hygienekonzeptes ist zu achten. Für die Aufführungen von Krippenspielen gelten die gottesdienstlichen Bestimmungen.


Freizeiten:
Entsprechend der Inzidenzwerte im Landkreis können Beherbergungsstätten unter besonderen Voraussetzungen (Testungen, Anwesenheitsliste, Maskenpflicht) öffnen. Es können kurzfristig jederzeit Änderungen eintreten. Alle Verantwortlichen müssen sich aktuell auf dem Laufenden halten: Was gilt vor Ort? Was gilt in der Zielregion? Wenn innerhalb Deutschlands Tagungshäuser geschlossen werden oder Gäste nicht anreisen dürfen, können die Häuser keine Stornokosten in Rechnung stellen. Wenn Gruppen oder Einzelne jedoch ihrerseits Corona-bedingt absagen müssen (z. B. regionale Einschränkungen; Erkrankungen innerhalb der Gruppe, Kontakte mit Erkrankten usw.) fallen Stornokosten an. Darum wird der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung empfohlen (https://jhdversicherungen.de/Gruppen-Reiseruecktrittsversicherung.php?call=Startseite.Premiumprodukte. Reiserücktritt). Stornierungskosten können ggf. durch den Sonderfonds des bejm aufgefangen werden.

Es wird empfohlen, die Fahrten für feste Gruppen zu planen. Kleinere Gruppen lassen sich besser steuern und an veränderte Bedingungen anpassen. Wenn mehrere Gruppen gemeinsam an einer Fahrt teilnehmen, sollte das Programm vor Ort möglichst in den festen Gruppen/Kohorten stattfinden. Lockerungen sind dann leichter umzusetzen. Gemischte Gruppen müssen sich an Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz halten. Ob es Ausnahmen aus pädagogischen Gründen geben soll, ist zu prüfen. Für alle Maßnahmen ist nach bisheriger Lage ein Infektionsschutzkonzept (Transport, Programm, Aufenthalt, ggf. Verpflegung, Testkonzept) erforderlich. Außerdem gelten vorrangig die Infektionsschutzkonzepte der Tagungshäuser.

Zu beachten ist, dass die Bettenbelegung in den Häusern meist reduziert wurde. Ein Notfallplan sollte erarbeitet werden. Was ist zu tun, wenn ein Teilnehmer oder die Gruppenleitung erkrankt? Wer kann Zuhause dienstlich ansprechbar sein und ggf. einspringen? Wie wird ein Rücktransport organisiert? Können erkrankte Teilnehmende notfalls nach Hause oder ist der Rest der Familie selbst im Urlaub? Die Teilnehmenden sollten darum bereits mit der Anmeldung die persönliche Versorgung im Notfall verbindlich absichern. Die Entscheidung für oder gegen eine Maßnahme ist mit der Leitung abzusprechen (Kreisreferentin/Kreisreferent, Kirchenkreisleitung, Gemeindekirchenrat). Das Kinder- und Jugendpfarramt hält eine Checkliste für die Freizeitenplanung unter Coronaeinschränkungen bereit: https://www.evangelischejugend.de/asset/-pC7FRySRMaGQnqrWkS9Sg/checkliste-sommerfreizeitentrotzc.pdf

Ohne Übernachtung
An dieser Stelle können nur einige Rahmenangaben gestellt werden. Insbesondere für Angebote in den Ferien sind genauere Angaben des Kinder- und Jugendpfarramtes zu berücksichtigen: https://www.evangelischejugend.de/ Diese werden regelmäßig angepasst. Angebote der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind - so die Witterung es erlaubt - im Freien besonders zu empfehlen. Es gilt für alle Veranstaltungen, dass die grundsätzlichen Maßnahmen zum Schutz vor weiteren Infektionen zu beachten sind.

Für Gremienarbeit und Versammlungen sind die Einschränkungen in den jeweiligen Verordnungen der Länder zu beachten. Hier gilt weiterhin, dass wir Testmöglichkeiten bei Personen ohne vollständigen Impfschutz nutzen und die Sitzungen auf das wirklich notwendige Maß beschränken.

Mit Übernachtung

Im Rahmen der entsprechenden Inzidenzen sind Beherbergungsangebote möglich. Hinweis: Das Konficamp Wittenberg plant die Sommercamps hybrid-dezentral. Gruppen können sich an eigenen Orten treffen und am zentralen Programm in Wittenberg teilnehmen. Die Angebote werden gerade entwickelt. Infos dazu demnächst unter https://konficamps-wittenberg.de.

Auch für die bereits Konfirmierten sollte es Angebote geben, um eine Beziehung zu Kirche und Jugendarbeit aufzubauen und zu stärken: vom Pizza- oder Spieleabend über eine Tagestour mit dem Rad bis zu Übernachtungsaktionen. Die Zeiten können jetzt geplant und kommuniziert werden.

Bei einer Inzidenz unter 35 dürfen Jugendbildungs- und Familienstätten in Sachsen-Anhalt ohne Teilnahmebeschränkungen geöffnet werden. Ebenso dürfen Ferienlager geöffnet werden. Freilich gilt: Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, Verkehrs- und Gemeinschaftsflächen.

Bei einer Inzidenz ab 100 müssen in Thüringen Jugend- und Familienbildungsstätten schließen. Unter 100 unterliegen alle Angebote einer Testpflicht, unter 35 ist die Testpflicht nicht mehr gegeben, sollte aber vom Veranstalter verantwortlich geprüft werden. Die zugelassene Gruppengröße legen die Quartiergeber entsprechend den Belegungsregeln für Tagungshäuser und Hotels fest. Es bleibt bei der Verpflichtung zum Führen von Anwesenheitslisten.

Wie in der Vergangenheit empfehlen wir dringend die Rücksprache mit den zuständigen kommunalen Ämtern für Veranstaltungen und raten dazu, diese Hinweise nach Möglichkeit schriftlich zu erbitten.


Die Evangelische Jugend der EKM hat zum Thema „Umgang mit Konfirmationen“ folgende Entscheidungshilfen für die Gemeinden zusammengestellt:

Was gehört zur Konfirmation?

  • Abendmahl (kann auch in zeitlicher Nähe zum Konfirmationsgottesdienst erfolgen): Mit der Konfirmation nehmen evangelische Christen eigenverantwortlich am Abendmahl teil.
  • Glaubensbekenntnis (mündige Christen bekennen das "Ja!" der Taufe)
  • Gemeinschaft (mit Gott und den Menschen - darum im Gottesdienst)
  • Segen

Was ist aus unterschiedlichen Perspektiven zu bedenken?

a) aus Sicht der Konfirmanden:

  • Ich möchte mit meiner Gruppe konfirmiert werden.
  • Mein Kleid / mein Anzug ist schon gekauft.
  • Ich möchte mit Freunden und Familie feiern.

b) aus Sicht der Familie/Verwandtschaft:

  • Wir wollen mit der Verwandtschaft feiern (Gäste aus vielen Bundesländern ggf. sogar aus dem Ausland)
  • Wir möchten einen verlässlichen Termin (Einladungen, Restaurant...)
  • Wir haben eventuell Angst vor einem Gottesdienst mit Fremden und Gästen. Wir haben Gäste aus Risikogruppen.

 c) aus Sicht der Kirchengemeinde:

  • Der GKR entscheidet über den Termin
  • Wird es Beschränkungen zur Anzahl der Teilnehmenden geben?
  • Was ist zu beachten (Abstände, Anwesenheitslisten...)

d) aus Sicht der Hauptamtlichen:

  • Wie erhalte ich die Motivation zur Konfirmation über einen längeren Zeitraum?
  • Wir könnten uns monatlich treffen/ bzw. eine Aktion miteinander machen.
  • ein Vorstellungsgottesdienst ist nicht zwingend erforderlich
  • Konfifahrt ist ausgefallen (Fahrten sind nicht zwingend, aber sie sind oft aus Sicht der Konfis der Höhepunkt, an den sie viele Erinnerungen haben)

Der Konfirmationsgottesdienst

Wie feiern wir Abendmahl?

  • ev. nur die Konfirmandengruppe (das beschränkt die hyg. Maßnahmen)
  • Wein/Saft aus dem Gemeinschaftskelch in Einzelkelche verteilen
  • Zureichen von Hostien/Brot

Wie können wir segnen?

  • Welche Segenshaltung verhindert die unmittelbare Gesichtsnähe der Beteiligten? (z.B. kniende Konfirmanden, Gesicht der Gesegneten zur Gemeinde statt zur Pfarrerin)

Verschiebung des Termins:

  • die o.g. verschiedenen Perspektivebenen beachten.
  • Verschieben des Termins als Chance, länger mit den Konfis in Kontakt zu bleiben.
  • Offenheit, auch einen Samstagstermin zu nutzen, wenn z.B. ursprünglich Pfingstsonntag geplant war. (Reisewege)
  • Jahrgänge stauen sich bei Verschiebung ins nächste Jahr auf. Wie bleiben Hauptamtliche mit ihnen übers Jahr in Kontakt?
  • Die Planbarkeit steigt mit längerem Abstand, sicher ist jedoch kein Termin.

Ideen:

 

Weitere Empfehlungen und rechtliche Hinweise gibt es hier: www.evangelischejugend.de/corona; https://www.evangelischejugend.de/jugendverband/aktuelles/neuigkeiten/konfirmationen-2020.html



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