05.11.2020
Konfirmationen | Kinder- und Jugendarbeit

Kinder und Jugend:

Im Hinblick auf Kreise der Kinder- und Jugendarbeit gilt festzustellen, dass diese unter strengen Bedingungen der Hygienemaßnahmen möglich sind. Hier gilt die Orientierung an den Bedingungen, unter denen die Träger der Kinder- und Jugendhilfe arbeiten können. Übernachtungsangebote sind verboten.

 

Aus der EKM-Rundverfügung zum Thema Konfirmation:

"Die Abstandsregeln, Personenbegrenzungen und hygienischen Bedingungen wie in der Schule sind einzuhalten. Es sollte in kleinen Gruppen gearbeitet werden. Weitere Hinweise hält das Kinder- und Jugendpfarramt bereit: https://www.evangelischejugend.de/jugendverband/aktuelles/neuigkeiten/konfirmationen-2020.html.

Alternativen, die ein physisches Zusammenkommen ersetzen, sollten geprüft werden. Konfirmandenarbeit ist auch in digitaler Form denkbar, allerdings ist darauf zu achten, dass sozial benachteiligte Jugendliche dadurch nicht ausgeschlossen werden. Für die Gestaltung der Konfirmandenarbeit wird auf die Hinweise des Kinder- und Jugendpfarramtes hingewiesen: https://www.evangelischejugend.de/.

 

Informationen zum Umgang mit Konfirmationen sind auch nachzulesen in der Rundverfügung des Landeskirchenamtes vom 21. Juli 2020, zu finden auf dieser Seite unter "Downloads".

 

Die Evangelische Jugend der EKM hat zum Thema „Umgang mit Konfirmationen“ folgende Entscheidungshilfen für die Gemeinden zusammengestellt:

Was gehört zur Konfirmation?

  • Abendmahl (kann auch in zeitlicher Nähe zum Konfirmationsgottesdienst erfolgen): Mit der Konfirmation nehmen evangelische Christen eigenverantwortlich am Abendmahl teil.
  • Glaubensbekenntnis (mündige Christen bekennen das "Ja!" der Taufe)
  • Gemeinschaft (mit Gott und den Menschen - darum im Gottesdienst)
  • Segen

Was ist aus unterschiedlichen Perspektiven zu bedenken?

a) aus Sicht der Konfirmanden:

  • Ich möchte mit meiner Gruppe konfirmiert werden.
  • Mein Kleid / mein Anzug ist schon gekauft.
  • Ich möchte mit Freunden und Familie feiern.

b) aus Sicht der Familie/Verwandtschaft:

  • Wir wollen mit der Verwandtschaft feiern (Gäste aus vielen Bundesländern ggf. sogar aus dem Ausland)
  • Wir möchten einen verlässlichen Termin (Einladungen, Restaurant...)
  • Wir haben eventuell Angst vor einem Gottesdienst mit Fremden und Gästen. Wir haben Gäste aus Risikogruppen.

 c) aus Sicht der Kirchengemeinde:

  • Der GKR entscheidet über den Termin
  • Wird es Beschränkungen zur Anzahl der Teilnehmenden geben?
  • Was ist zu beachten (Abstände, Anwesenheitslisten...)

d) aus Sicht der Hauptamtlichen:

  • Wie erhalte ich die Motivation zur Konfirmation über einen längeren Zeitraum?
  • Wir könnten uns monatlich treffen/ bzw. eine Aktion miteinander machen.
  • ein Vorstellungsgottesdienst ist nicht zwingend erforderlich
  • Konfifahrt ist ausgefallen (Fahrten sind nicht zwingend, aber sie sind oft aus Sicht der Konfis der Höhepunkt, an den sie viele Erinnerungen haben)

Der Konfirmationsgottesdienst

Wie feiern wir Abendmahl?

  • ev. nur die Konfirmandengruppe (das beschränkt die hyg. Maßnahmen)
  • Wein/Saft aus dem Gemeinschaftskelch in Einzelkelche verteilen
  • Zureichen von Hostien/Brot

Wie können wir segnen?

  • Welche Segenshaltung verhindert die unmittelbare Gesichtsnähe der Beteiligten? (z.B. kniende Konfirmanden, Gesicht der Gesegneten zur Gemeinde statt zur Pfarrerin)

Verschiebung des Termins:

  • die o.g. verschiedenen Perspektivebenen beachten.
  • Verschieben des Termins als Chance, länger mit den Konfis in Kontakt zu bleiben.
  • Offenheit, auch einen Samstagstermin zu nutzen, wenn z.B. ursprünglich Pfingstsonntag geplant war. (Reisewege)
  • Jahrgänge stauen sich bei Verschiebung ins nächste Jahr auf. Wie bleiben Hauptamtliche mit ihnen übers Jahr in Kontakt?
  • Die Planbarkeit steigt mit längerem Abstand, sicher ist jedoch kein Termin.

Ideen:

Empfehlung aus dem Kinder- und Jugendpfarramt in Absprache mit dem Krisenstab der EKM:

"Konfirmationen sind der Höhepunkt für die Konfirmanden und ihre Familien, für die Gemeinden und unsere Kirche. Zur Feier in der Kirche gehört das Fest in der Familie. Eine Notkonfirmation möchte niemand. Konfifahrten konnten nicht stattfinden, Vorstellungsgottesdienste sind ausgefallen, Abendmahlsvorbereitung ist „online“ nicht sinnvoll. Wir können derzeit nur empfehlen, die Konfirmationen auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben, damit die Konfirmandinnen und Konfirmanden gut vorbereitet werden können, feierliche Gottesdienste möglich sind und die Familien sich sorglos zum Fest treffen können. Ab wann dies verantwortungsvoll möglich sein wird, ist unklar. Das sollte mit den Familien besprochen und geplant werden. Als besondere Geste kann eine Postkarte oder ein Brief zum ausfallenden Konfirmationstag an die Konfirmandinnen und Konfirmanden verschickt werden. Ganz wichtig: Die Familien brauchen dringend Klarheit."

Weitere Empfehlungen und rechtliche Hinweise gibt es hier: www.evangelischejugend.de/corona; https://www.evangelischejugend.de/jugendverband/aktuelles/neuigkeiten/konfirmationen-2020.html



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