22.09.2021
Konfirmationen | Kinder- und Jugendarbeit

Hinweise zu Angeboten der Kinder- und Jugend/ Konfirmandenarbeit / Kirchenmusikalische Gruppen

Die Unterscheidung des Impfstatus bei der Teilhabe an Angeboten der Kinder- und Jugendarbeit ist nicht sinnvoll und birgt die Gefahr der Ausgrenzung. Angebote der Jugendarbeit unterscheiden im Hinblick auf das Alter nicht zwischen über bzw. unter 18-Jährige. Junge Menschen dürfen nicht ausgeschlossen werden. Alle sollen sich willkommen wissen. Die Verantwortlichen werden gebeten, auf die Anwendung von 2G zu verzichten. Im Hinblick auf die unterschiedlichen Veranstaltungsformate dieses bunten Arbeitsbereiches verweisen wir weiterhin auf die Webseite unseres Kinder- und Jugendpfarramtes https://www.ekmd.de/aktuell/corona/konfirmationen-kinder-und-jugendarbeit.html und die Hinweise der Information aus dem Krisenstab vom 31. August 2021.

Für die derzeitig geltende Basisstufe ist für Thüringen insbesondere darauf hinzuweisen, dass bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen Kontaktpersonennachverfolgung gefordert ist. Personen ab dem vollendeten 16. Lebensjahr haben in Fahrzeugen und beim Bewegen in geschlossenen Räumen den qualifizierten Mund-Nasenschutz zu tragen. Der darf in Räumlichkeiten am Platz abgenommen werden. Jüngere Jugendliche und Kinder zwischen dem vollendeten 6. bis 16. Lebensjahr haben außer beim Spielen und Sport eine einfache Mund-Nasenbedeckung zu tragen. Verantwortliche für die Einhaltung der Infektionsschutzregeln sind festzulegen.

Das Singen in Jugendchören ist für geimpfte, genesene und getestete Sängerinnen und Sänger möglich. Die Landeskirche empfiehlt, dabei einen Abstand von 2 Metern einzuhalten. Auch in Sachsen-Anhalt müssen weiter Hygienekonzepte vorgehalten werden. Die Kontaktnachverfolgung ist zu ermöglichen. Maskenpflicht besteht da, wo die Abstände auf Gemeinschaftsflächen nicht eingehalten werden können. Gesang ist für diese Zielgruppen möglich. Die Landeskirche empfiehlt, dabei einen Abstand von 2 Metern einzuhalten.

Freizeiten:
Entsprechend der Inzidenzwerte im Landkreis können Beherbergungsstätten unter besonderen Voraussetzungen (Testungen, Anwesenheitsliste, Maskenpflicht) öffnen. Es können kurzfristig jederzeit Änderungen eintreten. Alle Verantwortlichen müssen sich aktuell auf dem Laufenden halten: Was gilt vor Ort? Was gilt in der Zielregion? Wenn innerhalb Deutschlands Tagungshäuser geschlossen werden oder Gäste nicht anreisen dürfen, können die Häuser keine Stornokosten in Rechnung stellen. Wenn Gruppen oder Einzelne jedoch ihrerseits Corona-bedingt absagen müssen (z. B. regionale Einschränkungen; Erkrankungen innerhalb der Gruppe, Kontakte mit Erkrankten usw.) fallen Stornokosten an. Darum wird der Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung empfohlen (https://jhdversicherungen.de/Gruppen-Reiseruecktrittsversicherung.php?call=Startseite.Premiumprodukte. Reiserücktritt). Stornierungskosten können ggf. durch den Sonderfonds des bejm aufgefangen werden.

Es wird empfohlen, die Fahrten für feste Gruppen zu planen. Kleinere Gruppen lassen sich besser steuern und an veränderte Bedingungen anpassen. Wenn mehrere Gruppen gemeinsam an einer Fahrt teilnehmen, sollte das Programm vor Ort möglichst in den festen Gruppen/Kohorten stattfinden. Lockerungen sind dann leichter umzusetzen. Gemischte Gruppen müssen sich an Abstandsregeln und Mund-Nasen-Schutz halten. Ob es Ausnahmen aus pädagogischen Gründen geben soll, ist zu prüfen. Für alle Maßnahmen ist nach bisheriger Lage ein Infektionsschutzkonzept (Transport, Programm, Aufenthalt, ggf. Verpflegung, Testkonzept) erforderlich. Außerdem gelten vorrangig die Infektionsschutzkonzepte der Tagungshäuser.

Zu beachten ist, dass die Bettenbelegung in den Häusern meist reduziert wurde. Ein Notfallplan sollte erarbeitet werden. Was ist zu tun, wenn ein Teilnehmer oder die Gruppenleitung erkrankt? Wer kann Zuhause dienstlich ansprechbar sein und ggf. einspringen? Wie wird ein Rücktransport organisiert? Können erkrankte Teilnehmende notfalls nach Hause oder ist der Rest der Familie selbst im Urlaub? Die Teilnehmenden sollten darum bereits mit der Anmeldung die persönliche Versorgung im Notfall verbindlich absichern. Die Entscheidung für oder gegen eine Maßnahme ist mit der Leitung abzusprechen (Kreisreferentin/Kreisreferent, Kirchenkreisleitung, Gemeindekirchenrat). Das Kinder- und Jugendpfarramt hält eine Checkliste für die Freizeitenplanung unter Coronaeinschränkungen bereit: https://www.evangelischejugend.de/asset/-pC7FRySRMaGQnqrWkS9Sg/checkliste-sommerfreizeitentrotzc.pdf

Ohne Übernachtung
An dieser Stelle können nur einige Rahmenangaben gestellt werden. Insbesondere für Angebote in den Ferien sind genauere Angaben des Kinder- und Jugendpfarramtes zu berücksichtigen: https://www.evangelischejugend.de/ Diese werden regelmäßig angepasst. Angebote der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen sind - so die Witterung es erlaubt - im Freien besonders zu empfehlen. Es gilt für alle Veranstaltungen, dass die grundsätzlichen Maßnahmen zum Schutz vor weiteren Infektionen zu beachten sind.

Für Gremienarbeit und Versammlungen sind die Einschränkungen in den jeweiligen Verordnungen der Länder zu beachten. Hier gilt weiterhin, dass wir Testmöglichkeiten bei Personen ohne vollständigen Impfschutz nutzen und die Sitzungen auf das wirklich notwendige Maß beschränken.

Mit Übernachtung

Im Rahmen der entsprechenden Inzidenzen sind Beherbergungsangebote möglich. Hinweis: Das Konficamp Wittenberg plant die Sommercamps hybrid-dezentral. Gruppen können sich an eigenen Orten treffen und am zentralen Programm in Wittenberg teilnehmen. Die Angebote werden gerade entwickelt. Infos dazu demnächst unter https://konficamps-wittenberg.de.

Auch für die bereits Konfirmierten sollte es Angebote geben, um eine Beziehung zu Kirche und Jugendarbeit aufzubauen und zu stärken: vom Pizza- oder Spieleabend über eine Tagestour mit dem Rad bis zu Übernachtungsaktionen. Die Zeiten können jetzt geplant und kommuniziert werden.

Bei einer Inzidenz unter 35 dürfen Jugendbildungs- und Familienstätten in Sachsen-Anhalt ohne Teilnahmebeschränkungen geöffnet werden. Ebenso dürfen Ferienlager geöffnet werden. Freilich gilt: Maskenpflicht in geschlossenen Räumen, Verkehrs- und Gemeinschaftsflächen.

Bei einer Inzidenz ab 100 müssen in Thüringen Jugend- und Familienbildungsstätten schließen. Unter 100 unterliegen alle Angebote einer Testpflicht, unter 35 ist die Testpflicht nicht mehr gegeben, sollte aber vom Veranstalter verantwortlich geprüft werden. Die zugelassene Gruppengröße legen die Quartiergeber entsprechend den Belegungsregeln für Tagungshäuser und Hotels fest. Es bleibt bei der Verpflichtung zum Führen von Anwesenheitslisten.

Wie in der Vergangenheit empfehlen wir dringend die Rücksprache mit den zuständigen kommunalen Ämtern für Veranstaltungen und raten dazu, diese Hinweise nach Möglichkeit schriftlich zu erbitten.


Die Evangelische Jugend der EKM hat zum Thema „Umgang mit Konfirmationen“ folgende Entscheidungshilfen für die Gemeinden zusammengestellt:

Was gehört zur Konfirmation?

  • Abendmahl (kann auch in zeitlicher Nähe zum Konfirmationsgottesdienst erfolgen): Mit der Konfirmation nehmen evangelische Christen eigenverantwortlich am Abendmahl teil.
  • Glaubensbekenntnis (mündige Christen bekennen das "Ja!" der Taufe)
  • Gemeinschaft (mit Gott und den Menschen - darum im Gottesdienst)
  • Segen

Was ist aus unterschiedlichen Perspektiven zu bedenken?

a) aus Sicht der Konfirmanden:

  • Ich möchte mit meiner Gruppe konfirmiert werden.
  • Mein Kleid / mein Anzug ist schon gekauft.
  • Ich möchte mit Freunden und Familie feiern.

b) aus Sicht der Familie/Verwandtschaft:

  • Wir wollen mit der Verwandtschaft feiern (Gäste aus vielen Bundesländern ggf. sogar aus dem Ausland)
  • Wir möchten einen verlässlichen Termin (Einladungen, Restaurant...)
  • Wir haben eventuell Angst vor einem Gottesdienst mit Fremden und Gästen. Wir haben Gäste aus Risikogruppen.

 c) aus Sicht der Kirchengemeinde:

  • Der GKR entscheidet über den Termin
  • Wird es Beschränkungen zur Anzahl der Teilnehmenden geben?
  • Was ist zu beachten (Abstände, Anwesenheitslisten...)

d) aus Sicht der Hauptamtlichen:

  • Wie erhalte ich die Motivation zur Konfirmation über einen längeren Zeitraum?
  • Wir könnten uns monatlich treffen/ bzw. eine Aktion miteinander machen.
  • ein Vorstellungsgottesdienst ist nicht zwingend erforderlich
  • Konfifahrt ist ausgefallen (Fahrten sind nicht zwingend, aber sie sind oft aus Sicht der Konfis der Höhepunkt, an den sie viele Erinnerungen haben)

Der Konfirmationsgottesdienst

Wie feiern wir Abendmahl?

  • ev. nur die Konfirmandengruppe (das beschränkt die hyg. Maßnahmen)
  • Wein/Saft aus dem Gemeinschaftskelch in Einzelkelche verteilen
  • Zureichen von Hostien/Brot

Wie können wir segnen?

  • Welche Segenshaltung verhindert die unmittelbare Gesichtsnähe der Beteiligten? (z.B. kniende Konfirmanden, Gesicht der Gesegneten zur Gemeinde statt zur Pfarrerin)

Verschiebung des Termins:

  • die o.g. verschiedenen Perspektivebenen beachten.
  • Verschieben des Termins als Chance, länger mit den Konfis in Kontakt zu bleiben.
  • Offenheit, auch einen Samstagstermin zu nutzen, wenn z.B. ursprünglich Pfingstsonntag geplant war. (Reisewege)
  • Jahrgänge stauen sich bei Verschiebung ins nächste Jahr auf. Wie bleiben Hauptamtliche mit ihnen übers Jahr in Kontakt?
  • Die Planbarkeit steigt mit längerem Abstand, sicher ist jedoch kein Termin.

Ideen:

 

Weitere Empfehlungen und rechtliche Hinweise gibt es hier: www.evangelischejugend.de/corona; https://www.evangelischejugend.de/jugendverband/aktuelles/neuigkeiten/konfirmationen-2020.html



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