10.04.2021
Seelsorge

Aus der Rundverfügung der EKM vom 12. Januar 2021 (siehe Downloads):

Seelsorge ist ein elementares Grundbedürfnis und ein wichtiger kirchlicher Dienst, besonders für schwache, kranke und benachteiligte Menschen. Die Regelungen der Länder stellen überall die grundsätzliche Zulassung der Seelsorge fest. Besuche bei Gemeindegliedern und Seelsorgegespräche bedürfen jeweils der Prüfung, ob beide Seiten mit einer solchen Begegnung einverstanden sind und wie Abstands- und Hygieneregeln umgesetzt werden können. Wo Einrichtungsleitungen die Seelsorge in Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Gefängnissen untersagen, sollte darauf hingewirkt werden, diese unter Beachtung der Abstandsregeln und aller Sicherheitsvorkehrungen zuzulassen. Das gilt insbesondere für die Sterbebegleitung. Dabei sind verbindliche Absprachen mit den Einrichtungsleitungen unbedingt notwendig.

Bestehen hier – auch nach Ausschöpfung aller örtlichen Möglichkeiten – Probleme, berät das Landeskirchenamt. Seelsorgerinnen und Seelsorger in diesen Einrichtungen sind besonders zu schützen. Es muss Schutzkleidung zur Verfügung stehen. Besonderes Augenmerk wird ferner darauf zu richten sein, wie die EKM ihrem Auftrag gerecht werden kann, für Menschen mit besonderen und hohen Unterstützungsbedarfen da zu sein, ihre diakonischen Hilfsangebote nach Maßgabe der staatlichen Auflagen in möglichster Breite aufrechtzuerhalten und auch gesellschaftlich für diejenigen einzutreten, die im öffentlichen Diskurs übersehen werden. Darüber hinaus gibt die Diakonie Mitteldeutschland weitere Informationen an ihre Mitglieder, die zu beachten sind.

 

Aus den Ländern:

Thüringen: Seelsorge in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nach § 30 Abs. 3 und § 31 Abs. 3 auch bei einem Infektionsgeschehen in der Einrichtung möglich (vgl. den Verweis auf § 30 Abs. 4 IfSG). Beim Aufenthalt in den Einrichtungen ist das Tragen einer FFP2-Schutzmaske erforderlich.

Sachsen-Anhalt: Seelsorge in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist gemäß § 9 Abs. 6 Nr. 1 ausdrücklich zulässig.

Sachsen: Seelsorge in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen ist nach § 7 Abs. 5 möglich. Ein wichtiger Grund zum Verlassen der Wohnung ist die notwendige seelsorgerische Betreuung sowohl tagsüber (§ 2b Nr. 7) als auch in den Nachtstunden (§ 2c Abs. 1 Nr. 7).

Brandenburg: Für die Seelsorge besteht nach § 14 Absatz 5 ein besonderes Zugangsrecht.

 

Weitere Möglichkeiten der Seelsorge:

  • Sie können sich zunächst einmal an die Telefonseelsorge wenden. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind rund um die Uhr an allen Tagen im Jahr unter 0800 1110 111 oder 0800 1110 222 zu erreichen.
  • Wenden Sie sich telefonisch an die Verkündigungsmitarbeiter Ihrer Gemeinde: Gemeindesuche oder über unsere Personensuche
  • Weitere Ansprechpartner für Seelsorge mit den entsprechenden Telefonnummern finden Sie auf der EKM-Website: https://www.ekmd.de/glaube/seelsorge/
  • Auch Seelsorgenden tut in Krisenzeiten Seelsorge gut. Die Mitarbeitenden im Seelsorgeseminar bieten am Telefon Seelsorge und Supervision unter der Rufnummer: 0345-5226235 an.


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