15.07.2021
Veranstaltungen

Treffen in den Kirchengemeinden:

Thüringen:

Die Gemeindekreise sind als Präsenzveranstaltungen möglich. Sie sind religiöse Veranstaltungen nach § 15 Abs. 1 Nr. 2 und aufgrund dieser Spezialregelung nicht nach § 14 Abs. 1 anzeigepflichtige „öffentliche, frei oder gegen Entgelt zugängliche Veranstaltungen“. Ein Infektionsschutzkonzept für den jeweiligen Raum ist vorzuhalten, wobei gemäß § 3 Abs. 2 die spezifische Situation des Arbeitsfeldes berücksichtigt wird, d. h. insbesondere auch die Regelungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft. Als religiösen Zwecken dienende Veranstaltungen besteht nach der Verordnung keine Pflicht zur Teilnehmerregistrierung. Überwiegt bei dem Angebot der Aspekt der Freizeitgestaltung ist nach § 12 Nr. 1 eine Teilnehmerregistrierung nach § 3 Abs. 4 erforderlich. Unabhängig davon gilt: Die Verordnung empfiehlt in § 1 Abs. 5 die Nutzung digitaler Kontaktnachverfolgung.

 

Sachsen-Anhalt:

Die Gemeindekreise sind gestattet. Bei Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 sind sie nur bei einem deutlich darstellbaren Charakter als religiöse Veranstaltung möglich, weil sie dann nicht vom Verbot IfSG erfasst werden. Ein Infektionsschutzkonzept für den jeweiligen Raum ist vorzuhalten, wobei die spezifische Situation des Arbeitsfeldes zu berücksichtigen ist, d. h. insbesondere auch die Regelungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft.

 

Sachsen:

Die Gemeindekreise sind bei Überschreitung des Inzidenzwertes von 100 nur bei einem deutlich darstellbaren Charakter als religiöse Veranstaltung nach § 16 möglich. In diesem Fall ist in besonderem Maße die Prüfung ihrer Notwendigkeit angesichts der aktuellen Infektionslage erforderlich. Ein Infektionsschutzkonzept für den jeweiligen Raum ist vorzuhalten, wobei die spezifische Situation des Arbeitsfeldes (vgl. § 6 Abs. 5) berücksichtigt wird, d. h. insbesondere auch die Regelungen der Verwaltungsberufsgenossenschaft. Im Übrigen ist eine Orientierung an der Öffnung vergleichbarer Einrichtungen (Schulen, Seniorenbegegnungsstätten) hilfreich.

 

Brandenburg:

Gemeinde- und Seniorenkreise sind möglich.

 

Kirchliche Gremien:

Sitzungen sind auf den notwendigen Umfang zu beschränken, ggf. sind Lüftungspausen einzufügen. In der Vorbereitung der Sitzungen sind die Risiken für unterschiedliche Personengruppen zu bedenken. Die Hygiene- und Abstandsregeln sowie eine vertretbare Teilnehmerzahl im Verhältnis zur Raumgröße sind zu beachten. Es ist auf die Personen Rücksicht zu nehmen, die am stärksten gefährdet sind. Wer aus Sorge um seine Gesundheit nicht teilnehmen kann oder will, dem sollte eine elektronische Teilnahme über die Videokonferenz ermöglicht werden. Bei kirchlichen Gremien, wie Gemeindekirchenrat und Kreiskirchenrat, kann die Beratung per Telefon- oder Videokonferenz oder das Umlaufverfahren weiterhin genutzt werden. Durch Verordnung des Landeskirchenrates wurde für beide Gremien die ordentliche Beschlussfassung in solchen Konferenzen ermöglicht (siehe Information Nr. 26 und Nr. 53).



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